Zum Hauptinhalt springenZum Seitenende springen

Zwanglos, typisch Spanisch und mit Meerblick: Hier gibt's gute Tapas zu günstigen Preisen

Klassisch spanisch: Zu Besuch im El Rincón de Mimi an der Cala Gamba in Palma

Betreiber Miguel Ángel Garcia de la Torre (links) mit Chefkoch Lukasz Hübner

Betreiber Miguel Ángel Garcia de la Torre (links) mit Chefkoch Lukasz Hübner / Nele Bendgens

Folgen Sie uns bereits?Marken Sie uns als bevorzugte Medien
Hinzufügen zu Google

Es wird kühler und unbeständiger auf der Insel. Dennoch will man auf Mallorca gerne am Meer sitzen – jetzt aber gerne geschützt. Genau das kann man im neuen Lokal El Rincón de Mimi an der Cala Gamba, das im Mai diesen Jahres eröffnet wurde. Die Bucht neben Ciutat Jardí bietet keinen Strand, aber einen schönen Hafen und Ruhe. Das Ecklokal wiederum zeichnet sich durch seine durchgehende, bei Wärme zu öffnende Fensterfront aus, die von Kniehöhe bis zur Decke reicht. Davor liegt eine nur leicht befahrene schmale Einbahnstraße, der mit Palmen bestückte Fußgängerweg, das Meer und der Yachthafen.

So weit dazu, was man draußen sieht und was die Stimmung im geräumigen Inneren positiv beeinflusst. Vom frühen Mittag bis in die Nacht hinein lässt sich hier ein Drink zu sich nehmen oder auch etwas essen, während man etwa den Sonnenuntergang genießt. Es gibt klassische und kreative Tapas wie Kalmarringe, frittierte oder marinierte boquerones (Sardellen), ausgebackene Fischstücke, ensaladilla rusa, verschiedene Kroketten, gebackene panierte Hühnchenteile, frit mallorquí, Garnelen, ausgebacken in Knoblauchöl oder Tintenfisch galicischer Art.

Spiel mit den Zutaten

Hinzu kommen Spezialitäten mit bacalao (Kabeljau). Dazu gehören die Kabeljaufrikadellen mit Senf, Honig und Dillsauce ebenso wie der gratinierte Kabeljau mit Aioli. Highlight –und gleichzeitig Favorit der Gäste und der Köche – ist der bacalao mit geschmorten Zwiebeln und Garnelen auf dünnen Kartoffelscheiben. Der Clou ist die Paprikasauce, angereichert mit Sojasauce und Garnelen – eine gute Idee, denn der leicht asiatische Touch verstärkt und intensiviert den Geschmack.

„Ich mag es, beim Kochen auch mal etwas auszuprobieren, mit den Zutaten zu spielen“, sagt Chefkoch Lukasz Hübner, der seinen Nachnamen einem Münchner Großvater verdankt. Er selbst ist in Polen geboren, aufgewachsen und hat dort das Kochen gelernt. Mittlerweile steht er seit 29 Jahren in der Küche, nicht nur in Polen und Spanien, sondern ebenso in Schottland, Irland, Holland und Deutschland.

Auch Garnelen und Paellas dürfen in einem Lokal am Meer nicht fehlen. Unter den Varianten stechen die Gambas mit Honig und Walnüssen ebenso hervor wie die mit Knoblauchbutter und Spargel. Von den Fleischgerichten mit Lamm von Mallorca und Rindfleisch von Menorca schmeckt besonders das picanha, während eine lustige Truppe von ehemaligen Polizisten, Stammgäste des Lokals, sich das Tagesgericht, einen cocido madrileño schmecken lässt (eintopfartige Suppe mit Nudeln und Kichererbsen, Fleisch und Gemüse). Die Preise: Vorspeisen 4,50–19 Euro, Hauptspeisen 16–27 Euro, Desserts 4–6,50 Euro, Tagesgericht 15–20 Euro inklusive Dessert und Getränk.

Zwanglos und mit Live-Musik

Besitzer und Servicechef ist Miguel Ángel García de la Torre Fernández, kurz „Mimi“ genannt, was auch den Restaurantnamen „Die Ecke des Mimi“ erklärt. Der aus Talavera de la Reina in der Provinz Toledo stammende Gastwirt lebt seit 16 Jahren auf Mallorca. Er betrieb bereits verschiedene Restaurants, wobei er das letzte in der Pandemie schließen musste, bevor er sich dann gezielt nach einem Lokal am Meer in der Nähe von Palma umschaute – und es schließlich auch fand. „Meine Gäste sollen sich wie zu Hause fühlen“, sagt der 56-Jährige. „Wir verwöhnen sie mit einem herzlichen Service. Bei uns ist alles ganz zwanglos und locker, und wenn sie an unserem nächsten Flamenco-Musikabend mit dabei sein wollen, umso besser.“ Der findet am 30. November ab 16.30 Uhr statt.

Abonnieren, um zu lesen

Tracking Pixel Contents