Neu in Palma: Sternekoch eröffnet zweites Zweitlokal in Santa Catalina
Nach Manacor gibt es nun auch in Palma ein Übeck von Javier Hoebeeck

Angekommen in Palma: Javier Hoebeeck und seine Chefköchin in der Balearen-Hauptstadt Victoria Viñuela. | FOTOS: NELE BENDGENS
Bekannt ist er als Chefkoch des Fusion19 in Playa de Muro – dafür gab es im Michelin-Guide 2023 das erste Mal einen Stern: Javier Hoebeeck (33), Sohn eines Belgiers und einer Mallorquinerin. Doch zusammen mit einem Geschäftspartner betreibt er seit 2021 auch das Restaurant Übeck in Manacor, und nun, ganz neu, seit dem 10. Dezember auch das Übeck in Palma am Rande des Santa-Catalina-Viertels.
Beide Lokale haben dasselbe Konzept: hohe Produktqualität, möglichst Bio-Ware, und trotzdem soll es bezahlbar bleiben. Auch bei den Lieferanten nutzt Hoebeeck teils dieselben wie fürs Sternerestaurant. So gehört Top-Lieferant Llorenç Cerdà aus Porreres zu denjenigen, die die Übeck-Lokale regelmäßig beliefern. „Fusion19 ist ein Lokal für den besonderen Abend, den man plant. Aber man will sich ja auch leger-spontan verabreden, ohne vorher noch einmal sein Bankkonto checken zu müssen. Dennoch soll es allen gut schmecken. Das ist die Idee fürs Übeck“, so Hoebeeck.

Mit der „Übeck“-Markenfarbe Gelb: der Innenraum. |
In den Lokalen hat er Köche eingesetzt, die in seinem Sinne kochen, da ihm selbst ja nur in der Winterpause des Fusion19 dafür Zeit bleibt. In Palma ist dies Victoria Viñuela. Damit die Übeck-Lokale bezahlbar bleiben können, kommt etwa beim Fleisch nicht etwa „Schlechteres“ auf den Teller, sondern anderes. So finden sich auf der Karte vorrangig Gerichte mit Hühner- oder Schweinefleisch, was generell schon günstiger ist als Rind. „Und wir verwenden auch keine teuren Zutaten wie zum Beispiel Kaviar“, meint Hoebeeck. „Generell betreiben wir trotz kreativen Gerichten im Übeck keinen so großen Aufwand.“ Das Motto laute: menja global, producte local – also „global essen, lokale Produkte“.

Zamburiñas (kleine Jakobsmuscheln) mit Thai-Currysauce und Algen. |
Gekocht wird mediterran-asiatisch. Da gibt es die fantastischen bunyols nicht unähnlichen Takoyakis mit Tintenfisch, Teriyaki-Sauce und Kimchi-Mayonnaise, die Hähnchen-Gemüse-Gyozas mit Kokos-Kardamom-Sauce, die unvergleichlichen, großen Kroketten, gemacht aus Fleisch von gegrillten Hähnchen, Spinat, Erdnüssen und Curry. Das Ganze eingehüllt in Panko-Teig. Schmecken tun auch die Tacos, ob mit Schweinebäckchen, Kabeljau oder Tintenfisch, und die abwechslungsreich belegten Brioches wie etwa die Variante mit Pastrami, Cheddar-Käse, Rucola, Essiggurke, Aioli, serviert mit Kartoffelspalten.
Leckere Hauptspeisen zu günstigen Preisen
Unter den Hauptspeisen ragen heraus die Udon-Nudeln aus dem Wok, mal in Pad-Thai-Manier, mal mit Garnelen oder vegetarisch. Oder auch die Schweinebäckchen oder -Rippchen sowie die mit Hühnerfleisch gefüllten Cannelloni mit hausgemachter Trüffel-Butter-Sauce.
Zwei bis drei Tagesempfehlungen ergänzen die Karte, deren teuerstes Gericht gerade einmal rund 16 Euro kostet. Highlight bei allem sind stets die hausgemachten Saucen.
Die Gerichte lässt sich Hoebeeck einfallen, teils in Abstimmung mit seinen Köchen. „Wir haben – das zeigt auch die Erfahrung in Manacor – viele Gäste, die mich aus dem Fusion 19 kennen und nun meinen anderen Küchenstil kennenlernen wollen“, sagt Hoebeeck. Aber es gäbe auch viele, die vom Übeck angetan sind und dann auch das Fusion19 ausprobieren wollten. „Es sind zwei verschiedene Kochwelten, aber gemeinsam ist mein Anspruch, die Gäste zu begeistern – mal avantgardistisch-gehoben, mal eher lässig-kreativ.“
Vorspeisen (auch zum Teilen) 7–14,50 Euro, Tacos 4,50–6,50 Euro, Hauptspeisen 13,50–16 Euro, Desserts 6–7 Euro.
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