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Bunt, gesund und lecker: Zu Gast im Mitô in Santa Maria del Camí

Die MZ war zum Probeessen in dem im Sommer 2023 eröffneten Lokal. Nicht nur die Kulinarik ist besonders

Die Betreiber des Mitô Lola Vinagre und Paulo Humberto Silva alias Dstry Trsh.

Die Betreiber des Mitô Lola Vinagre und Paulo Humberto Silva alias Dstry Trsh. / Bendgens

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Die Wandgemälde im kürzlich vorgestellten Lokal Ramen Otaku stammen von Dstry Trsh, einem Freund des Besitzers Björn Heibült. Sein richtiger Name ist Paulo Humberto Silva (47) und er betreibt mit seiner gleichaltrigen Frau Lola Vinagre das Restaurant Mitô in Santa Maria del Camí, eröffnet im Mai 2023, was uns wiederum Heibült wärmstens empfohlen hatte.

Das Lokal ist lebendig eingerichtet. Das hängt mit den vielen Bildern von Paulo zusammen, aber auch mit den verschiedenen Lampen und Farben in der Inneneinrichtung. Ebenso „farbig“ wie die Einrichtung ist auch der Kochstil von Lola Vinagre. Abwechslungsreich, überraschend, geprägt durch Koch- und Wohnorterfahrungen, die sie in viele Teile dieser Welt geführt haben. So lebte und arbeitete die Portugiesin in Brasilien, Singapur, London sowie in Barcelona, Madrid, Lissabon, im Baskenland und auf Ibiza. Zuletzt arbeitete Lola Vinagre vorzugsweise als Privatköchin mit dem Schwerpunkt gesunde Küche, die speziell bei Diabetes oder nach Krebserkrankungen hilfreich ist. Zuvor war sie bei einer großen, international agierenden Gastro-Gruppe tätig und widmete sich vor allem Restaurant-Neueröffnungen und brachte diese in Schwung.

Lachs-Teriyaki mit Ei, Nudeln und Gemüse.

Lachs-Teriyaki mit Ei, Nudeln und Gemüse. / Bendgens

In die Wiege gelegt bekommen

In der Küche fing sie schon als kleines Mädchen an. Kein Wunder, wuchs sie doch in einem renommierten Restaurant auf, dass ihre Mutter Ilda Vinagre führte, die dafür schon in den 80er-Jahren mit zwei Michelin-Sternen geehrt wurde. „Von ihr, einer großartigen Köchin, und auch schon von meiner Oma habe ich vor allem die Leidenschaft und das Faible fürs Kochen geerbt.” Aber offensichtlich auch die Lust für fremde Länder, denn auch ihre Mutter reiste gerne und leitete Restaurants und kochte für Events in Brasilien, China und den Vereinigten Staaten.

Hummus-Salat mit Orange, Falafel, Tomaten und Papadam.

Hummus-Salat mit Orange, Falafel, Tomaten und Papadam. / Bendgens

Seit vier Jahren auf der Insel

Auf Mallorca ist das Paar samt Tochter vor rund vier Jahren angekommen. “Nach all den verschiedenen Erflebnissen sind die Insel und unser Restaurant eine Art Ruhepol für uns”, erzählt Vinagre. Und auch für die Gäste wünschen die beiden sich diese Erfahrung. “Familiär, leger, lebendig – die Gäste sollen sich bei uns wohlfühlen.” Das bezieht sich nicht nur aufs Ambiente, sondern auch auf die Gerichte. “Ich bevorzuge auch deshalb asiatische Gerichte, weil sie einfach gesünder sind. Das Gemüse wird beispielsweise nicht so durchgekocht, sondern ist noch knackig und voller Vitamine. Das bringt auch mehr Energie.” Dazu passt, dass sie schon seit etwa 20 Jahren Mitglied bei der Vereinigung Slow Food ist, die sich für frisches, organisches, gesundes Essen mit regionalen Zutaten einsetzen.

Pad Thai mit Garnelen, Erdnüssen, Ei und Nudeln.

Pad Thai mit Garnelen, Erdnüssen, Ei und Nudeln. / Bendgens

Im Mitô gibt es eine kleinere, nicht fixe Karte, sie wechseln oft die Gerichte gemäß der Jahreszeit und des aktuellen Angebots. Besonders attraktiv ist ihr Mittagsmenü für 18,50 Euro mit Auswahlmöglichkeit in Bezug auf Vor- und Hauptspeise. Am Testtag konnte man etwa zwischen einer Salmorejo mit gekochtem Ei und Schinken sowie einem Salat mit leckeren Falafel, Joghurt und Minze als Vorspeise wählen. Gefolgt von Hühnchen-albondigas mit grünem Thaicurry und Basmati-Reis oder Pad Thai mit Garnelen, Erdnüssen, Koriander, Ei und Nudeln. Beides sehr schmackhaft. Als Nachtisch gab es Ananas mit Limetten-Sorbet.

Salmorejo mit Ei und Schinken.

Salmorejo mit Ei und Schinken. / Bendgens

Gerichte von der Karte sind etwa der delikate Hummus-Salat mit Orange, eingelegten Zwiebeln, Tomaten und Papadam (hauchdünnes, knusprig ausgebackenes Fladenbrot), die mit Garnelen und Mango gefüllten Gyozas, geräucherte Aubergine mit Miso und Granatapfelkernen, das Lachs-Teriyaki mit Nudeln und Gemüse, verschiedene Burger-Varianten, die Entenkeule mit Currysauce oder das iberische Steak mit karamellisierten Süßkartoffeln und Kohl-Apfel-Salat (Vorspeisen 10-17 Euro, Hauptspeisen 18-26 Euro).

Leger-alternativ: Mitô, geöffnet Di.–Sa. 12.30–15.30 Uhr, 18.30–22 Uhr (von Juli bis Anfang September nur abends geöffnet von 17–23 Uhr). Plaça Hostals, 12, Santa Maria del Camí. Tel.: 658-19 08 79, Instagram: mito.12a

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