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Ausbruch der Schweinepest in Spanien: Auf Mallorca macht sich kaum einer Sorgen

In Katalonien sorgt die Afrikanische Schweinepest für Aufregung – auf Mallorca hingegen bleibt alles ruhig. Die Metzger der Insel berichten von stabilen Preisen und entspannten Kunden

Kein Grund zur Sorge: Auf Mallorca werden weiterhin Spanferkel für Weihnachten verkauft.

Kein Grund zur Sorge: Auf Mallorca werden weiterhin Spanferkel für Weihnachten verkauft. / Bernardo Arzayus

Der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Katalonien lässt in Spanien die Alarmglocken schrillen. Fleischexporte in Milliardenhöhe sind bedroht. Auf Mallorca derweil ist die Lage – zumindest noch – ruhig. Auf den Märkten wird wie gehabt das Fleisch verkauft. „Die Lage ist völlig normal“, erklärt Jessica Rubí, Inhaberin eines Metzgereistandes im Markt Pere Garau, wo ausschließlich Fleisch von der Insel verkauft wird. „Es gab nichts Ungewöhnliches, wir haben keinerlei Hinweise auf Probleme."

Doch auch jene, die Fleisch vom Festland verkaufen, machen sich wenig Sorgen. Toni Servera, Inhaber der Metzgerei Germans Servera im selben Markt, erklärt: „Die Preise haben sich nicht verändert. Ich habe Bestellungen für Spanferkel zu Weihnachten und es gab weder Lieferengpässe noch wurden Bestellungen reduziert.“

Spanferkel wird teurer – aber nicht wegen der Schweinepest

Auch im Mercat de l'Olivar in Palma herrscht Ruhe. Vielleicht ein Prozent der Kunden habe das Thema angesprochen, erklärt Jaume Aguiló von der Metzgerei Can Jaume. Er rechnet damit, dass das Geschäft normal weiterläuft. "Zu Weihnachten rechne ich mit einem Preisanstieg beim Spanferkel. Aber das ist jedes Jahr so und hat nichts mit der Schweinepest zu tun."

Seine Kollegin Catalina Sastre von Markstandt Miquel Sastre pflichtet ihm bei. Die Preise seien bislang unverändert. Außerdem seien die wenigen Kunden, die nach der Schweinepest gefragt hätten, mittlerweile sogar beruhigter: „Sie wissen jetzt, dass es noch mehr Kontrollen geben wird, also ist das Produkt sogar noch sicherer.“

Erster Ausbruch seit 1994

Es handelt sich um den ersten Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Spanien seit 1994. Betroffen ist der Gebirgszug Collserola bei Barcelona. Hier wurde eine 20 Kilometer breite Sicherheitszone eingerichtet. Einheiten des Militärischen Notfallkorps UME bewachen das Gebiet. Das spanische Landwirtschaftsministerium beziffert die der an Schweinepest verendeten Wildschweine auf insgesamt neun.

Die Behörden gehen derzeit davon aus, dass der Ausbruch der Schweinepest von Essensresten ausgelöst wurde, die von Wanderern in dem Gebiet hinterlassen worden waren. Endgültig bestätigt ist dies allerdings nicht.

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