Tortilla ohne Ei, Kalmar ohne Kalmar? Foodbloggerin @fitgreenmind wagt die vegane Tapas-Challenge auf Mallorca
Knapp sieben Millionen Menschen folgen Maya Leinenbach auf Social Media. Nun bringt die Influencerin ihre pflanzlichen Rezepte in die ARD-Mediathek – mit einer Tapas-Challenge gegen Fleischliebhaber René Adler, bei der sie richtig kreativ werden muss

Wie schmecken Mallorcas Aromen? Food-Influencerin Maya Leinenbach probiert sie am Meer. | FOTOS: DUNCAN KENDALL
Hackbällchen ohne Hackfleisch? Tortilla ohne Ei? Calamares ohne Tintenfisch? Die vegane Food-Influencerin Maya Leinenbach (21) macht es möglich. Für das 60-minütige Doku-Format „Better than Beef“ im Auftrag des Saarländischen Rundfunks kocht sie die Lieblings-Tapas ihres Kindheitsidols, des ehemaligen Bundesliga-Torwarts René Adler, auf Mallorca nach. Ob die veganen Versionen Adler dann auch wirklich geschmeckt haben, will Leinenbach im Interview noch nicht verraten. „Das Geheimnis wird erst am 11. März gelüftet, dann ist unsere gemeinsame Doku in der ARD-Mediathek verfügbar“, strahlt die 21-Jährige in die Kamera ihres Laptops.
Erfolgreich mit @fitgreenmind
Wir erwischen Leinenbach beim Zoom-Call in einem Café in Lissabon, wo ihr durch ein Fenster zur Straße die Sonne ins Gesicht scheint. Sie ist dort gerade für ein paar Tage „auf Workation“. Genau wie auf ihren Social-Media-Kanälen unter dem Namen ihrer Marke @fitgreenmind wirkt sie ganz natürlich und sympathisch. Knapp sieben Millionen Menschen folgen ihr zusammengerechnet auf Instagram, Youtube und TikTok. Leinenbach postet ihre Rezepte ohne tierische Zutaten vor allem auf Englisch, sie hat weltweit Fans und gilt als die erfolgreichste vegane Foodbloggerin Deutschlands.
Kochchallenge auf Mallorca: Dreharbeiten mit René Adler in Sóller
„Ich bin nicht nervös, aber in so einer positiven Aufregung“, sagt die Saarländerin. Sie sei sehr gespannt darauf, wie „Better than Beef“ bei ihrer Community und den ARD-Zuschauern ankomme. Im vergangenen Herbst war sie für die Dreharbeiten zwei Wochen lang mit dem Team der Produktionsfirma Story House Production auf Mallorca unterwegs. Die Kochchallenge mit René Adler, der Fleisch ausgesprochen liebt, drehte das Team in Sóller.

Koch-Profi Maya Leinenbach mit Koch-Anfänger René Adler bei der gemeinsamen Challenge. / Duncan Kendall / Story House Production
Die Reise auf der Insel in der Doku beginnt damit, dass Adler der Bloggerin seine drei Lieblingstapas vorstellt und sie ihm diese in veganer Version schmackhaft machen will. „Um die typischen Geschmäcker ohne tierische Produkte nachzukochen, erforsche ich die Kulinarik Mallorcas und versuche, mir Tipps von lokalen Köchen zu holen, die sich gut mit den Zutaten auskennen“, sagt Leinenbach. Sie besuchte die Märkte der Insel und bemühte sich, die besten lokalen Bestandteile für die Rezepte zu finden.
Die größte Herausforderung: Veganer Kalmar
Besonders herausfordernd bei der Challenge mit René war, den Kalmar vegan nachzukochen. „Dessen Konsistenz ist ja einzigartig. Aber auch diesen fischigen Geschmack in andere Lebensmittel hineinzubekommen, ist schwierig. Wo man bei so etwas wie den Fleischbällchen viel Geschmack in die Masse packen kann, geht das bei dem Kalmar weniger“, sagt Leinenbach . Eine lokale Wildkräuterführung entlang der Küste in der Nähe von Palma kam ihr dabei zu Hilfe. Hier habe sie sich inspirieren lassen und für den Meeresfischgeschmack beispielsweise den Meeresfenchel kennengelernt. „Ich war total geflasht, dass man dort einfach am Meer entlanggehen kann und Pflanzen findet, die man zum Kochen benutzen kann“, sagt Leinenbach.

Frisch gepflückter Meeresfenchel / Duncan Kendall / Story House Production
Mallorca sei für sie der perfekte Drehort für die Koch-Challenge gewesen, denn die Insel habe „als Wohlfühlort“ einen besonderen Platz in ihrem Herzen. „Mein allererster richtiger Familien-Sommerurlaub war auf Mallorca. Ich habe immer noch dieses Nostalgiegefühl von damals, wenn ich wieder auf die Insel komme“, erzählt die Influencerin, die immer noch auf einem Dorf bei ihrer Familie im Saarland wohnt.
Vom Schulprojekt zur erfolgreichen Foodmarke
Leinenbachs Social-Media-Karriere begann 2019, als die damals 15-Jährige sich für ein Schulprojekt mit nachhaltiger Ernährung auseinandersetzte. „Als ich dabei erfuhr, wie unsere Ernährung die Umwelt beeinflusst und wie viel virtuelles Wasser und andere Ressourcen beispielsweise in Rindfleisch stecken, hat es bei mir klick gemacht“, erzählt Leinenbach.
Sie habe in dem Moment für sich beschlossen, dass sie nachhaltiger leben möchte, um so auch ihren Kindern und Enkelkindern noch ein gutes Leben auf diesem Planeten zu ermöglichen. „Es ist mir nicht so schwergefallen, auf tierische Produkte zu verzichten. Da ich damit einen so großen Einfluss auf die Umwelt haben kann, war für mich klar, dass das mein Weg ist“, sagt die Foodbloggerin. Auch die Tierethik habe bei ihrer Entscheidung eine Rolle gespielt. Seitdem ihre Familie einen kleinen Hund hat, habe sie „quasi immer meinen Hund auf dem Teller gesehen“.

Foodbloggerin Maya Leinenbach suchte auf Mallorca die besten lokalen Zutaten. / Duncan Kendall / Story House Production
Inspiration statt Missionierung
Was Mayas Formate so erfolgreich macht, ist sicherlich auch die neugierige und humorvolle Art, ihre Rezepte zu präsentieren. Es gehe ihr nicht darum, andere Menschen zu missionieren, auch bei dem Doku-Format nicht. „Ich möchte Leute lieber inspirieren und ihnen aufzeigen, was für tolle pflanzliche Alternativen es gibt“, meint Maya Leinenbach. Dabei achte sie auch darauf, Zutaten zu benutzen, die man in jedem Supermarkt finden könne.
„Ich bin ein riesiger Tofu-Fan. Ich liebe ihn, weil man damit so viele verschiedene Sachen machen kann“, sagt Maya Leinenbach. Auch bei der „Better than Beef“-Challenge benutze sie Tofu bei zwei der Rezepte zum Kochen. Die restlichen Zutaten will sie aber noch nicht verraten. „Dafür müsst ihr ab dem 1 1. März bei der ARD-Mediathek einschalten“, lacht sie.
Informationen
„Better than Beef“
Ab 11. März in der ARD-Mediathek
Maya Leinenbach: fit-green-mind.com, IG: @fitgreenmind
René Adler: IG: @reneadler
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