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Maritim, traditionsreich, zeitgemäß: Das Ca n'Eduardo an Palmas Hafen verbindet Traditionsgerichte mit moderner Küche

Das Restaurant lockt Besucher besonders mit den vielen frischen Fischgerichten auf der Karte

Mitbesitzer und Geschäftsführer Johnny Moloney mit Chefkoch Pedro Mesquida.

Mitbesitzer und Geschäftsführer Johnny Moloney mit Chefkoch Pedro Mesquida. / Nele Bendgens

Seit mehr als 80 Jahren genießt man im Hafen von Palma, in den Räumlichkeiten oberhalb der Fischbörse, Fisch und Meeresfrüchte. 1943 gründete die Familie Carrasco das Ca n’Eduardo zunächst als einfache Kneipe. Schon am frühen Morgen kehrten Fischer und Mitarbeiter der Auktionshalle vor oder nach ihrer Arbeit hier ein und stärkten sich mit dem, was das Meer hergab.

Generationenlokal an Palmas Hafen

Das Lokal entwickelte sich weiter: Im vorderen Bereich blieb die Gastrobar bestehen, während das Team im hinteren Restaurantteil und auf der Terrasse klassische Traditionsgerichte servierte. Schon bald avancierte das Ca n’Eduardo zu einem der renommiertesten Restaurants Palmas. Generationen der Familie Carrasco führten das Haus, bevor sie es 2008 in neue Hände übergaben. Stammgäste erinnern sich noch an Antonia Carrasco, die ältere Dame der Familie, die mit ihrem Hündchen im Zwischenbereich saß, die Gäste begrüßte und sie zugleich aufmerksam musterte.

Kalamar auf Gemüse.

Kalamar auf Gemüse. / Nele Bendgens

Ende 2008 übernahmen Biel Cerdá und Toni Aloy das Restaurant. Sie renovierten die rund 150 Innen- und 120 Außenplätze umfassend, modernisierten die Räume und verliehen ihnen ein elegantes Ambiente. Die vordere Gastrobar verschwand vollständig. Als Küchenchef holten sie den irischstämmigen Johnny Moloney, der bereits ein Jahr später Mitbesitzer und Geschäftsführer wurde. Seit drei Jahren verantwortet Pedro Mesquida die Küche. Zuvor sammelte er Erfahrung bei den Hotelketten Allsun und Universal, im Cap Rocat sowie in mehreren Restaurants in Sóller.

Klassische Traditionsgerichte

Die Küche setzt weiterhin auf klassisch-traditionelle Gerichte. Den Wolfsbarsch in Salzkruste, den Petersfisch mit frittierten Zwiebeln oder den Hummer auf Pommes frites mit Spiegeleiern bereitet das Team bis heute so zu, wie es die Gäste seit Jahrzehnten kennen - und schätzen. Auch die langostinos de café, besonders große und aromatische Garnelen, zählen zu den Favoriten. Hinzu kommen Seehecht- und Kalmar-Kroketten, boquerones oder die ungewöhnliche Kombination aus Tintenfisch, Sobrassada, Pinienkernen und Honig. Sehr gefragt sind zudem der gemischte Vorspeisenteller mit sechs verschiedenen Garnelen- und Muschelvarianten, die Fisch- und Meeresfrüchteplatte inklusive Hummer sowie die verschiedenen Reisgerichte.

Ein Klassiker: kleine Tintenfische (Chipirones).

Ein Klassiker: kleine Tintenfische (Chipirones). / Nele Bendgens

"Wir gehen mit der Zeit"

Doch Küchenchef Mesquida bietet darüber hinaus auch moderne, ungewöhnliche Kreationen. So verfeinert er einen Salat mit großen Garnelen vom Grill mit Mango, Papaya, rotem Chili, Koriander und Limettensaft. Das Tatar vom roten Thunfisch kombiniert er mit Roter Bete, Ingwer, Avocado, Wasabi-Mayonnaise, Yuzu und frittierten Yuca-Streifen. Ein weiteres Beispiel: Wolfsbarschfilet serviert er auf rotem Curry mit Kokosmilch, dazu Brokkoli, Blumenkohl und Süßkartoffeln. „Wir gehen mit der Zeit“, betont Moloney. „Wir kaufen bei verschiedenen Fischhändlern ein, um bei der großen Menge an Produkten unabhängig zu bleiben.“

Klassiker der spanischen Küche: Croquetas.

Klassiker der spanischen Küche: Croquetas. / Nele Bendgens

Auch was für Fleischliebhaber

Für Gäste, die gerade keinen Fisch mögen, bietet das Ca n’Eduardo zwei Fleischalternativen an: Filet und Entrecôte vom Angusrind. „Kurioserweise haben wir vier Stammgäste, die regelmäßig alle vier ein Entrecôte bestellen - in einem Fischrestaurant“, wundert sich Moloney. Längst hat sich das Lokal auch als Adresse für Feiern und Geschäftsessen etabliert. Die Lage mit Blick in Richtung Es Baluard und Kathedrale verleiht dem Restaurant eine besondere Atmosphäre - maritim, traditionsreich und zugleich zeitgemäß (Vorspeisen ab 13 Euro, Fischgerichte ab 28 Euro, Reisgerichte ab 25 Euro, Dessert ab 5,20 Euro).

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