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Kreativ, originell, überraschend: Das Mundano Cenador in Palma überzeugt mit Design und Geschmack

Am Plaça del Progrés bietet das Restaurant wohlschmeckende kulinarische Kombinationen und attraktive Anrichtung. Für die beiden Besitzer geht ein Traum in Erfüllung

Manuela Chausowsky und Paolo Palma.

Manuela Chausowsky und Paolo Palma. / Nele Bendgens

Schon der erste Eindruck ist erfreulich im neuen Mundano Cenador an der Plaça del Progrés (Platz des Fortschritts). Ein elegant-angenehmes Ambiente „umarmt“ sozusagen die Gäste. Die Interior-Designerin Virginia Pérez hat – wie so oft schon (Schwaiger, Arlequín, Suculenta, Ninos Kebab, Ponderosa Beach) – ganze Arbeit geleistet.

Umbau hat sich gelohnt

Helles Holz, Marmor, Leinenstoffe und handgefertigte Keramik definieren eine ruhige Farbpalette, die sich in warmen Tönen wie Sand, Beige, gebrochenem Weiß und Terrakotta-Akzenten entfaltet. Alles strahlt Leichtigkeit, visuelle Klarheit und Harmonie aus. Dazu auffällige beleuchtete minimalistische Flaschenregale und geschickt platzierte Pflanzen. Hier fühlt man sich wohl. Das Lokal hat im Juni vergangenen Jahres nach knapp fünf Monaten Umbauzeit eröffnet.

l Überraschend: das Tomatentatar.   l Die gelungene Einrichtung des Lokals.  l Hühnchenspieß mit Brioche.  l Makrelen-Tiradito.  l Von einer hölzernen Hand gereichte Cannoli mit Lamm.  l Manuela Chausowsky und Paolo Palma.  l Gratinierte kleine Jakobsmuscheln (zamburiñas).    | FOTOS: NELE BENDGENS / MUNDANO

Die gelungene Einrichtung des Lokals. / Mundano

Das schöne Design bietet den perfekten Rahmen für das, was das Köche-Duo Manuela Chausowsky (sie hat ukrainisch-italienisch-argentinische Wurzeln) und Paolo Palma (Italiener aus Neapel) in ihrer offenen Küche zubereiten. Während sie sich vorrangig um die kalten Speisen kümmert, ist er für die warmen zuständig.

Originelle Anrichtung

Wir beginnen mit zamburiñas (kleine Jakobsmuscheln), die mit pikant gewürzter Mayonnaise gratiniert wurden, dazu Forelleneier und ein kleines Stück torrezno (gebratener Bauchspeck). Eine wunderbare Kombination. Die frittierten Cannoli (Teigröllchen) sind mit Lammragout gefüllt, an den Rändern mit gehackten Pistazien bestückt und mit Himbeerpulver bestreut. Im sizilianischen Original besteht die Füllung der Cannoli aus gesüßtem Ricotta, sie werden getoppt mit kandierten Früchten. Originell auch die Anrichtung: Holzhände halten die Cannoli.

Kulinarische Entdeckung  am Platz des Fortschritts

Gratinierte kleine Jakobsmuscheln. / Mundano

Cremig, schmackhaft, überraschend

Es folgt ein überraschendes Highlight: ein Tomatentatar, zubereitet mit den festen Tomatenbestandteilen und allen Zutaten, die man auch bei einem Steak tartare nehmen würde, also Eigelb, fein gehackte Zwiebeln, Sardellen, Anchovis, Kapern, Petersilie, Senf, Gewürzgurke, Cognac und Worcestershiresauce. Obenauf eine Ajo-negro-Crème und konfiertes Eigelb. Man denkt fast, es sei Rindfleisch, so cremig und schmackhaft ist das Gericht.

Kulinarische Entdeckung  am Platz des Fortschritts

Überraschend: Das Tomatentatar. / Nele Bendgens

Auch die Hauptspeisen begeistern

Als Hauptspeise lockt der Hühnerhack-Spieß, wobei das Hühnerfleisch mit Sesam und Ingwer gewürzt wurde. Obenauf eine mit Hoisinsauce angereicherte Mayonnaise, konfiertes Eigelb und Frühlingszwiebeln, dazu Brioche-Stücke und eine mit Austernsauce gewürzte Sauce.

Ebenfalls beliebt sind die Enten-Terrine mit Foie, Apfel-Gel und Trüffelcreme, der Rinderknochen (tuétano) mit Mark vom Grill mit Pilz-Risotto, Safran und Parmesan oder auch ganz klassisch die Angusrind-Rippchen mit Kartoffelschaum und dünnen Kartoffelsticks.

Bei den Desserts sticht ein von Chausowskys Heimat inspirierter Apfel hervor, der von der Optik her einem kandierten Liebesapfel ähnelt, wie es ihn auch in Deutschland auf Jahrmärkten gibt. Hier besteht er aus roter Karamellglasur, darin Merengue und ein Apfelkompott. Die Preise: Vorspeisen 7–22 Euro, Hauptspeisen 19–36 Euro, Desserts 9–10 Euro.

Kulinarische Entdeckung  am Platz des Fortschritts

Makrelen-Tiradito. / Mundano

Kulinarische Kombination und attraktive Anrichtung

Was am Mundano Cenador fasziniert, sind die originellen, wohlschmeckenden kulinarischen Kombinationen und die attraktive Anrichtung der Speisen. Nur das Beste für Gaumen und Augen! Das sympathische engagierte Duo agiert flott und umsichtig. Sie sind seit vielen Jahren beste Freunde und haben sich bei der gemeinsamen Arbeit im Garito kennengelernt. Manuela blieb in der Gastrogruppe von Nacho Velasco, war zuletzt in dessen Carpintería La Rosa tätig. Paolo wiederum sorgte ab 2015 mit seinen selbst gemachten Pastaspeisen im eigenen Geschäft Makaria für Furore, das er mit Massimo de Bonis erfolgreich betrieb. Mit dem Mundano Cenador haben sich beide ihren Traum erfüllt: "Und den haben wir eigentlich schon seit unseren gemeinsamen Garito-Zeiten“, sagt Manuela Chausowsky.

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