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Richard Branson schenkt jetzt Mallorca ein: Son Bunyola präsentiert seinen ersten Malvasía-Wein

Richard Bransons Hotel Son Bunyola bei Banyalbufar präsentiert seinen ersten eigenen Wein

Der neue Son-Bunyola-Wein. | FOTOS: MARTINA ZENDER

Der neue Son-Bunyola-Wein. | FOTOS: MARTINA ZENDER

Als Sir Richard Branson sein Projekt Son Bunyola bei Banyalbufar ins Leben rief, dachte er von Anfang an auch an Wein. Bereits 2022 ließ er auf einem halben Hektar Reben pflanzen. Inzwischen ist die Anbaufläche auf drei Hektar gewachsen – und nun präsentierte das Nobelhotel Son Bunyola erstmals den fertigen Wein aus der Lese 2025. Die Produktion bleibt exklusiv: Rund 1.700 Flaschen umfasst die erste Edition.

Bei der Rebsorte entschied man sich bewusst für Malvasía. Diese Traube prägte über Jahrhunderte den Weinbau an Mallorcas Westküste rund um Estellencs und Banyalbufar, bis die Reblaus Ende des 19. Jahrhunderts dem Anbau ein jähes Ende setzte. Auch auf dem heutigen Gelände von Son Bunyola wuchs einst Malvasía.

l Vincent Padioleau (links) mit Önologe Pedro Balda.  l Artischocke in Lauchcreme mit Ensaimada-Deckel.   l Lammroulade mit Mangoldfüllung und Honigsauce.  l Johannisbrotkuchen mit Kumquat und Orangenblüteneis.

Der Wein zur Aussicht: auf der Terrasse des Nobelhotels Son Bunyola. / Zender

Reine Handarbeit

Der renommierte Önologe und Autor Pedro Balda, der den Weinanbau auf Son Bunyola betreut, setzt auf eine Kombination aus traditionellen und modernen Techniken. Die spektakuläre Terrassenlage erfordert reine Handarbeit bei der Pflege der Reben und der Lese. Wind und Tiere stellen die größten Herausforderungen dar – insbesondere Vögel, die sich gerne an den jungen Trauben bedienen. Auch wilde Ziegen naschen mit Vorliebe an den Reben. Um sie zu schützen, hüllt das Team die Pflanzen in fein perforierte Netze, die Luft und Sonne durchlassen, Tiere jedoch fernhalten. Zudem wachsen die Reben an traditionellen Holzgerüsten herab.

Die Rückkehr des Malvasía

Vincent Padioleau (links) mit Önologe Pedro Balda. / Zender

Das besondere Terroir prägt den Charakter des Weins deutlich. Die Nähe zum Meer verleiht der ohnehin säurebetonten Malvasía-Traube eine dezente salzige Note. Son Bunyola lässt den mit der Herkunftsbezeichnung „Vi de la Terra“ ausgezeichneten Wein in der Bodega Nacra in Inca keltern. Die Herstellung erfolgt vegan, also ohne den Einsatz von Eiklar bei der Filtration.

Das Etikett zeigt historische Aufnahmen des Landguts aus den 1920er- und 1930er-Jahren. Obwohl sich in allen Flaschen derselbe Wein befindet, zieren vier unterschiedliche Etiketten die Edition. In der Nase dominieren florale Noten sowie Aromen von Aprikose, Pfirsich und Birne. Am Gaumen treten Säure und Zitrus klar hervor, begleitet von einem langen, frischen Abgang.

Das Anwesen gibt noch mehr her

Der Wein fügt sich in das nachhaltige Gesamtkonzept des Hotels ein. Auch ein hauseigenes Arbequina-Olivenöl gibt es – aufgrund der noch geringen Produktionsmenge wird es allerdings bislang nur gezielt eingesetzt. Kräuter vom Anwesen dienen zur Herstellung eines Likörs, am Frühstücksbuffet wird Honig aus den eigenen Bienenstöcken gereicht. Hinzu kommen ein Gemüsegarten und Zitrusbäume – alles chemiefrei bewirtschaftet.

Die Rückkehr des Malvasía

Johannisbrotkuchen mit Kumquat und Orangenblüteneis. / Zender

Verantwortlich für das kulinarische Konzept zeichnet Executive Chef Brenda Lisiotti. Die gebürtige Argentinierin arbeitet seit Beginn im Haus und wurde 2024 zur Küchenchefin befördert. „Wir setzen den Wein auch in der Küche ein“, erklärt sie. „Etwa für Saucen – beim Kalmar in eigener Tinte mit Zwiebeln in Malvasía-Sauce oder beim Rinderfilet mit Kartoffelpüree und Trüffel-Malvasía- Sauce. Die Säure des Weins ergänzt die Gerichte optimal.

“Bei einem Probeessen zur Weinpräsentation überzeugten zudem eine mit Garnele gefüllte Zucchiniblüte auf Ajoblanco (einer kalten Mandel-Suppe), das Thunfisch-Tatar mit Spargelcreme und der Fischpaste Garum, Rotbarbe mit Tränen-Erbsen sowie eine mit Mangold und Pinienkernen gefüllte Lammroulade an Honigsauce. Die Preise beginnen bei 16 Euro für Vorspeisen, 32 Euro für Hauptgerichte und 14 Euro für Desserts.

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