Zum Hauptinhalt springenZum Seitenende springen

Der Regen war ein Segen: Mallorca erwartet prächtige Aprikosenernte

In Porreres startet die Aprikosensaison mit einer Mischung aus konventionellen und neuen Bio-Sorten

Es ist wieder Aprikosenzeit auf Mallorca.

Es ist wieder Aprikosenzeit auf Mallorca. / Rosa Ferriol

Folgen Sie uns bereits?Marken Sie uns als bevorzugte Medien
Hinzufügen zu Google

Auf Mallorca naht eine prächtige Aprikosenernte: Die Landwirtschaftskooperative von Porreres steckt bereits mitten in der Aprikosensaison. In diesem Jahr hat die Ernte dank der jüngsten Regenfälle rund zehn Tage früher begonnen – zunächst mit den Sorten albercoc primarenc und, als Neuheit, mit Bio-Aprikosen, die als erste in der Kooperative von Porreres angeboten wurden.

„Vergangene Woche haben wir bereits Bio-Aprikosen ausgeliefert, die Erntesaison läuft sehr schnell an“, erklärt die Geschäftsführerin Esperança Mora voller Vorfreude. Nach den regenreichen Monaten rechnet man in diesem Jahr mit einer höheren Ernte als 2025 und mit einer Produktion zwischen 15 und 17 Tonnen. Im vergangenen Jahr wurden zwischen 13 und 15 Tonnen geerntet.

Esperança Mora von der Kooperative in Porreres.

Esperança Mora von der Kooperative in Porreres. / Rosa Ferriol

Tatsächlich herrscht morgens im Laden der Kooperative reges Kommen und Gehen: Käufer suchen nach den begehrten Früchten, während Landwirte ihre Ware anliefern. Einer von ihnen ist Bernat Sastre, Mitglied der Kooperative, der in diesem Jahr erstmals Bio-Aprikosen anbaut. „Die Ernte läuft gut dank der Regenfälle dieses Winters“, sagt Sastre und fügt hinzu, dass der Geschmack der Bio-Aprikose „noch etwas aromatischer“ sei.

Wind hat Bäume beschädigt, doch Regen hat geholfen

„Der Regen hat den Bäumen gutgetan, und das spiegelt sich in der Qualität der Frucht wider“, erläutert Esperança Mora. „Die Niederschläge haben dazu beigetragen, dass die Bäume gesünder sind, und die Wärme vor einigen Wochen hat den Reifeprozess beschleunigt. Sonne und Feuchtigkeit – diese beiden Faktoren sorgen für eine gute Ernte“, erklärt sie. Nach mehreren Jahren, in denen Dürre das Problem war, hätten die Regenfälle den Bäumen wieder mehr Vitalität verliehen. Natürlich seien auch der fachgerechte Schnitt und die Pflege durch den Bauern entscheidend für ein gutes Produkt.

Da hängen sie und warten auf ihre Ernte.

Da hängen sie und warten auf ihre Ernte. / Nele Bendgens

Was die Sorten betrifft, so laufen primarenc und die Bio-Aprikosen „auf Hochtouren“. Inzwischen sind auch schon etliche Kisten der Sorte rojo palabra eingetroffen, von der es in dieser Saison ebenfalls viele geben wird. Danach folgen canino, rojo carlet und galta vermella. Zwar hat der Wind einen Teil der Bäume beschädigt, doch der anschließende Regen habe dafür gesorgt, dass „der Baum wieder neuen Mut gefasst und erneut ausgetrieben hat“, sagt Mora. Allerdings hätten die starken Windböen den Sorten canino und murtó zugesetzt. „Davon wird es weniger geben, weil wir während der Blüte Windepisoden hatten.“

Und das kosten die Früchte

Und wie so oft gilt auch hier: Geschmack ist Geschmackssache. Esperança Mora betont, dass jede Aprikosensorte ihren eigenen Moment und ihren ganz besonderen Geschmack habe. „Für mich ist ein primarenc unglaublich aromatisch. Der canino aus dem Trockenanbau ist sehr gut, und galta vermella ist die Nummer eins“, fasst sie zusammen. Zu den Eigenheiten der einzelnen Sorten sagt sie weiter, dass rojo carlet geschmacklich an Pfirsich erinnere und ein sehr angenehmes Gefühl vermittle, während galta vermella eine leicht säuerliche Note habe – gerade deshalb sei sie die am meisten geschätzte Sorte.

Wie göttlich sind bitte Aprikosen? Hier fotografiert in Porreres, der Inselhauptstadt des rötlich-güldenen Obstes.   | FOTO: NELE BENDGENS

Wie göttlich sind bitte Aprikosen? Hier fotografiert in Porreres, der Inselhauptstadt des rötlich-güldenen Obstes. / Nele Bendgens

Was die Preise betrifft, so wird das Kilo sowohl bei konventionellen als auch bei Bio-Aprikosen für 5,20 Euro verkauft. „Wir müssen versuchen, dem Bauern den bestmöglichen Preis zu zahlen. Denn wenn wir sicherstellen wollen, dass es in einigen Jahren noch Aprikosen gibt, müssen wir die Landwirte ermutigen. In den letzten Jahren haben wir gut bezahlt, und die Bauern sind zufrieden“, sagt die Geschäftsführerin der Kooperative.

Sie betont zudem: „Die Leute suchen gezielt nach der Aprikose aus Porreres.“ Natürlich sei „die Qualität entscheidend“, doch für Esperança Mora liegt der Schlüssel vor allem darin, „die Vorfreude auf die Aprikosen aus Porreres lebendig zu halten“. Dafür, so sagt sie, „ist es sehr wichtig, dass die Großmütter mit ihren Enkeln zum Einkaufen kommen, damit unsere Aprikose auch weiterhin geschätzt wird.“

Tracking Pixel Contents