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Neu in Manacor: Dieser Deutsche hat sich seinen Traum von der eigenen Würstchenbude auf Mallorca erfüllt

Bratwurst, Currywurst und selbst gemachte Soßen: Elmar Karges erfüllt sich mit „Wurst Werk Mallorca“ einen lang gehegten Traum auf Mallorca - an einem Standort mit viel Laufkundschaft aus dem ganzen Inselosten

Elmar Karges (Mitte) mit seiner Frau Vanessa Karges und einem Angestellten vor seiner neuen Würstchenbude

Elmar Karges (Mitte) mit seiner Frau Vanessa Karges und einem Angestellten vor seiner neuen Würstchenbude / Nele Bendgens

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Sophie Mono

Sophie Mono

Zögerlich nähert sich eine ältere Frau, schaut auf die Angebotstafel, überlegt. „Salchicha“, fragt sie auf Spanisch und fügt dann mit Akzent hinzu: „Bratwurst?“ „“, antwortet Elmar Karges fröhlich und beginnt gleich mit dem Brutzeln. „Viel Spanisch kann ich nicht, aber hierfür reicht es“, sagt er und macht eine ausladende Geste. Dem 53-jährigen Deutschen ist anzumerken, dass er stolz ist auf sein neues Business. Seit Montag (18.5.) ist sein Foodtruck mit dem prägnanten Namen „Wurst Werk Mallorca“ täglich außer sonntags in Manacor auf dem großen Parkplatz gegenüber dem Aldi geöffnet.

Viel Laufkundschaft

Elmar Karges reicht einer Kundin ihre Bestellung

Elmar Karges reicht einer Kundin ihre Bestellung / Nele Bendgens

„Es war immer mein Traum, einmal eine Würstchenbude aufzumachen“, so der Koch aus Trier. Schon bei seiner ersten Auswanderung nach Mallorca im Jahr 2007 sei ihm der Standort in dem Außenbezirk von Manacor ideal erschienen. Und jetzt erst recht: Mittlerweile sind hier unter anderem Filialen von „Jysk“ und „Rossmann“ angesiedelt, der Publikumsverkehr ist entsprechend groß, die Kunden kommen nicht nur aus Manacor selbst, sondern auch aus anderen Gemeinden im Inselosten. „Gleichzeitig gibt es hier auf dem Areal keine andere gastronomische Einrichtung, nicht einmal ein Café. Ich habe also keine Konkurrenz“, schwärmt Karges.

Den Kaffee können die Kunden nun bei ihm erstehen. Einen cortado gibt’s zum Preis von 1,70 Euro, dazu werden selbst gebackene magdalenas angeboten. Dass sein ansonsten überwiegend deutsches kulinarisches Angebot auch bei den Spaniern gut ankommen wird, davon ist Karges überzeugt. „Bratwurst und Currywurst kennen und mögen alle. Außerdem biete ich noch Hühnchenspieße an. Pinchos de Pollo schmecken den Leuten hier.“ Neben der Laufkundschaft will er vor allem an den Angestellten der umliegenden Betriebe verdienen. „Sie können per WhatsApp ihr Essen vorbestellen und es dann in der Mittagspause abholen, ohne lange warten zu müssen“, wirbt er. Die Preise sind nicht extrem niedrig, aber erschwinglich: 5,50 Euro kostet die Currywurst, 4,90 Euro die Bratwurst. Im Menü mit Pommes und Getränk werden 10,90 beziehungsweise 9,90 Euro fällig.

Viel zu tun

Damit alles gut schmeckt, bezieht Elmar Karges die Fleisch- und Wurstwaren von einer deutschen Metzgerei aus Palma. Lange habe er herumprobiert, bis er sich dafür entschied. Die Soßen mit verschiedenen Schärfegraden macht er selbst. Um bei dem erhofften Besucherandrang nicht ins Schleudern zu geraten, geht ihm ein Angestellter zur Hand – schließlich hat Karges auch mit seinem Kochservice „The Taste of Mallorca“ einiges zu tun. „Damit beliefern wir kleinere Gruppen bis zu 20 Personen, beispielsweise auf Fincas, mit Paella und Tapas-Menüs“, berichtet er. An Herzblut für die Würstchenbude fehlt es aber nicht. Hier packt bei Bedarf auch seine Frau Vanessa mit an – wenn sie nicht gerade nach Luxemburg pendelt, wo sie als Physiotherapeutin und Coachin arbeitet.

„Unser Lebensmittelpunkt ist aber ganz klar die Insel, unsere Kinder gehen hier zur Schule“, stellt Elmar Karges fest. Dass er seinen Würstchenbudentraum überhaupt verwirklichen kann, sei auch einer ehemaligen Chefin geschuldet, die ihm den Foodtruck schenkte. „Genau so habe ich mir das immer vorgestellt“, sagt er und nickt zufrieden, während er die Bestellung seiner spanischen Kundin einpackt. Und hofft auf ein baldiges Wiedersehen.

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