Zum Hauptinhalt springenZum Seitenende springen

Nicht nur für Club-Mitglieder: So isst es sich bei den neuen Betreibern des Restaurants im Mallorca Country Club

Ein Besuch im Mola der gleichnamigen Gruppe

Der Mola-Betreiber Andreas Berger, flankiert von Mitarbeiterin Laurane und Chefkoch Markus Wonisch.

Der Mola-Betreiber Andreas Berger, flankiert von Mitarbeiterin Laurane und Chefkoch Markus Wonisch. / Nele Bendgens

Folgen Sie uns bereits?Marken Sie uns als bevorzugte Medien
Hinzufügen zu Google

Das Intermezzo mit der Firma Rauschenberger Catering in der Gastronomie des exklusiven Tennis- und Padelclubs Mallorca Country Club war relativ kurz, man trennte sich einvernehmlich. Die erfolgreiche Firma mit Sitz in Fellbach bei Stuttgart konzentriert sich nun verstärkt auf ihre Gastronomie im Motorworld-Areal. Seit März stehen in Santa Ponça nun die Köche und einige Servicekräfte des Mola-Lokals am Herd – mit dem Gründer und Chef der Mola-Gruppe, Andreas Berger, an der Spitze.

„Edwin Weindorfer, der Betreiber des Mallorca Country Club, und ich kennen uns schon sehr lange, wir stammen beide aus Graz“, erzählt der österreichische Unternehmer. „Wir wurden bereits vor dem Engagement der Rauschenberger-Gruppe gefragt, ob wir nicht hier einsteigen wollten. Doch damals gab es noch die Mola-Lokale, und das war mir einfach zu viel.“

Rotes Curry mit Kalbsragout auf Reis.

Rotes Curry mit Kalbsragout auf Reis. / Zender

Zwei Lokale geschlossen

Mittlerweile jedoch sind sowohl das erste Mola an der Playa, gegründet 2018 und einmal umgezogen, als auch das 2021 eröffnete zweite Mola gegenüber dem Santa-Catalina-Markt in Palma geschlossen. „Das Lokal war erfolgreich, aber zu klein. Bei unserem Anspruch an hochwertige Produkte konnten wir selbst bei vollem Haus keine ausreichende Rendite erzielen – und letztlich bin ich Unternehmer und muss wirtschaftlich rechnen“, so Andreas Berger. Daher kam die erneute Offerte von Edwin Weindorfer nun genau zum richtigen Zeitpunkt, und man wurde sich schnell einig.

„Gut ist natürlich, dass Mola-Chefkoch Markus Wonisch und sein Kochteam sowie einige Mola-Servicekräfte mit am Start sind. Damit können wir unser über die Jahre gewachsenes und sehr erfolgreiches Mola-Konzept hier im Club weiterführen – als ‚Mola in the Club‘“, sagt Berger.

Die Karte des ersten Molas, damals noch mit Chefkoch Patric Gernsbeck, war von Beginn an ein Erfolg. Viele Stammgäste sind dem Restaurant an die späteren Standorte gefolgt – so auch jetzt in den Mallorca Country Club. Patric Gernsbeck, seit zwei Jahren als Privatkoch tätig, ist dem Mola weiterhin als Berater verbunden. Seinen Nachfolger Markus Wonisch, ebenfalls Österreicher, kennt Gernsbeck noch aus gemeinsamer Zeit im Nobelhotel St. Regis Mardavall, wo Wonisch zuletzt als Executive Chef agierte.

„Berger war häufiger Gast im Mardavall und hat mich dann sozusagen ‚bearbeitet‘, zu ihm zu kommen“, erinnert sich Wonisch. „Die Zeit im Mardavall war schön, aber als Executive Chef hatte ich viel mit Administration und Organisation zu tun. Das eigentliche Kochen fehlte mir. Daher freue ich mich jetzt, wieder selbst Hand anzulegen und eigene Ideen umzusetzen. Schließlich bin ich Koch aus Leidenschaft – nicht Verwalter.“

Bowl mit Quinoa, Mango, Avocado, Edamame-Bohnen, Garnelen und Huhn.

Bowl mit Quinoa, Mango, Avocado, Edamame-Bohnen, Garnelen und Huhn. / Zender

Qualität, Kreativität, guter Service

Das Konzept ist im Kern einfach: Qualität, Kreativität und guter Service bilden die tragenden Säulen. Geboten werden mediterrane Gerichte mit Einflüssen aus aller Welt, wobei Asien durchaus favorisiert wird. Das zeigt sich etwa bei der Inside-Out-Roll mit Lachs, Tempura-Gemüse, Avocado, Nori-Alge, Chili-Mayonnaise, Aal-Sauce, Ingwer, Wasabi, Kresse und Sesam – ein Mola-Klassiker. Ebenso bei den Garnelen in Tempura mit Wasabi-Mayonnaise, süßsauren Möhren und Mangosauce oder beim Thunfisch-Tatar mit Avocado und Ponzu-Mandarinen-Sauce. Alles schmeckt fein, interessant und abwechslungsreich. Und beim Kombinieren der Zutaten und beim Anrichten wird wie stets im Mola großer Wert auf Ästhetik gelegt. „Das Auge isst schließlich mit“, sagt Berger.

Weitere Gerichte sind die erfrischende Bowl mit Quinoa, Mango, Avocado, Kirschtomaten, Edamame-Bohnen, süßsaurem Rettich und gerösteten Kürbiskernen – wahlweise mit Garnelen und Huhn oder Tofu. Ein Favorit aus früheren Mola-Zeiten sind die Rigatoni mit weißer Bolognese aus Kalbfleisch und Spinat, verfeinert mit Parmesan und Trüffel. Ebenfalls überzeugend: das rote Curry mit zartem Kalbsragout, speziellem Pandan-Kokos-Reis und Papaya-Chutney.

Den Poolblick gibt's inklusive.

Den Poolblick gibt's inklusive. / Nele Bendgens

Nicht nur für Clubmitglieder

Wer es klassischer mag, wählt Dorade vom Grill mit Gemüse oder ein Entrecôte mit Café-de-Paris-Butter. Zudem kommt aus der Küche selbst gebackenes Brot.

Auch vormittags lohnt sich ein Besuch. Auf der Karte stehen proteinorientierte Gerichte, vegetarisch-vegane Speisen und Smoothies. „Wir sind offen für alle Gäste und wollen hier zum neuen Treffpunkt im Südwesten werden. Gleichzeitig möchten wir natürlich den sportaffinen Besuchern gesunde Speisen anbieten“, sagt Berger. Künftig arbeitet das Team zudem mit dem Sportmediziner und Ernährungswissenschaftler Professor Doktor Florian Pfab zusammen, der spezielle Slim-Fit-Rezepte entwickelt hat.

Wer nun denkt, das inmitten von viel Grün gelegene Lokal sei ausschließlich Clubmitgliedern vorbehalten, liegt falsch. Das Restaurant steht allen offen – und ist in dieser restaurantarmen Zone eine willkommene Alternative, ob im gläsernen Innenraum oder auf den weitläufigen Terrassen. Auch für Events bietet das Gelände vielfältige Möglichkeiten.

Die Preise: Vorspeisen 12 bis 20 Euro, Hauptspeisen 17 bis 33 Euro, Desserts 9 bis 10 Euro.

Feine Fusionsküche: MOLA in the CLUB, geöffnet Mo.–Sa. 9 –22.30 Uhr, So. 9–18 Uhr. Avinguda del Golf, 20, Santa Ponsa. Tel.: 681-81 81 51, grupomola.com, molaintheclub.com

Abonnieren, um zu lesen

Tracking Pixel Contents