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Burger, Beats und lange Schlangen: So läuft das Mallorca Burger Fest

Auf der Insel gibt es ständig Festivals, in denen Hamburger im Mittelpunkt stehen. Was ist der Reiz an dem Event?

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Alexandra Bosse

Alexandra Bosse

Mit einem Hamburger in den Händen ist die Welt für einen Moment in Ordnung. Ein voller Mund, jeder Biss ein Genuss: warmes Brot, saftiges Fleisch mit Grillaroma, geschmolzener Käse, der sich in Fäden zieht, dazu eine schmackhafte Sauce und ein Hauch Frische durch den Salat. Beim Essen tropft, rutscht und klebt es zwischen den Fingern. Sauce und Fett laufen aus den Mundwinkeln, aber egal, denn währenddessen vermischt sich im Gaumen die Masse zu einer Geschmacksexplosion. Burger verschaffen fast jedem und jeder einen kulinarischen Glücksmoment, und der ist ideal, um ihn mit Freunden und Familie zu teilen.

Das wissen auch die Veranstalter des Mallorca Burger Fest auf dem Festivalgelände von Son Fusteret, das mit 20 Foodtrucks von Donnerstag (18.6.) bis Sonntag in die zweite Runde geht. Vier weitere Tage lang präsentieren hier die Burger-Chefs ihre besten Kreationen: innovative und außergewöhnliche Burger, die vor die Qual der Wahl stellen. Denn das ist klar: Es ist unmöglich, alle bei einem einzigen Besuch zu probieren. Das wäre auch ziemlich kostspielig, denn jeder Burger kostet 14,50 Euro und die Portion Pommes 7 Euro.

So lockt das Festival außerdem mit einem Burger-Wettbewerb und der Verlosung eines limonengelben Hyundais i20. Jeder Kauf eines Burgers oder eines Trinkbechers des Festivals für 2 Euro ergibt ein Los für eine Tombola, die am 21. Juni um 20 Uhr auf dem Festivalgelände abgehalten wird. Dann soll auch der Gewinner des Burger-Wettbewerbs bekannt gegeben werden. 19 Foodtrucks buhlen in diesem Jahr um die Stimmen der Besucher.

Nur der Stand El Galeón, der einen Brioche gefüllt mit bei niedriger Temperatur gegartem Fleisch von Rinderrippen, Trüffelmayonnaise sowie flambierten Käse anbietet, läuft außer Konkurrenz. Besser ist’s: Der Inhaber, der sich „El pirata“ nennt und als Influencer mit seinem Kanal „La cocina del pirata“ (@cocinadelpirata) auf Instagram eine Million Follower hat, gehört zur Jury.

Ziemlich leer

Beim ersten MZ-Besuch des Burger-Festes am vergangenen Samstag (13.6.) gegen 15 Uhr herrschte auf dem Festivalgelände vor allem eines: gähnende Leere. Bei Temperaturen um die 30 Grad waren Meer und Strand wohl verführerischer. Die Musik dröhnte trotzdem aus den Boxen, und die wenigen Menschen, die sich hierher verirrt hatten, genossen ihren Burger im Schatten des vor der Bühne aufgebauten und überdachten Essbereiches. Einen Vorteil hat es trotzdem, tagsüber zu kommen: Das Schlangestehen entfällt.

Ganz anders sieht es beim zweiten Besuch am Abend desselben Samstages gegen 20 Uhr aus: Freundesgruppen im Teenageralter, Pärchen und Familien strömen auf das Festivalgelände. Ein DJ steht auf der Bühne und spielt eine Mischung aus Latino-Hits und Reggaeton. Besonders an dem Doppel-Stand von Xtrem Smash Burger, dem Gewinner des Burger-Wettbewerbes der vorherigen Ausgabe, bilden sich die ersten Menschentrauben. Kinder toben über das mit Kunstrasen ausgelegte Gelände, und auch die Tische des Essbereichs sind bereits gut gefüllt.

Bei einer Runde über das Gelände fällt auf, dass viele Besucher scheinbar entweder schon genau wissen, was sie probieren wollen, oder aber kein Risiko eingehen wollen und sich dort anstellen, wo bereits andere Leute stehen. So bildet sich beispielsweise nach und nach vor dem Stand von Bocatas Bocados eine lange Schlange. Hier gibt es den Burger „La Tremenda“ mit drei Sorten Smashed Beef, Pulled Secreto, BYB-Sauce und knusprigem Speck sowie als Alleinstellungsmerkmal auch eine vegane Option mit einem Burger-Patty auf Artischockenbasis.

Leute gehen es gelassen an

Andere Foodtrucks bleiben hingegen leer. Gerade die jüngeren Besucher im Teenageralter und in den Zwanzigern scheinen genug Zeit mitgebracht zu haben. Es geht um das soziale Happening. Man steht mit Getränken in der Hand laut lachend und schwatzend in der Schlange. „Wir haben ja noch den ganzen Abend hier“, kommentiert der 19-jährige Jorge, der sich mit seinem Kumpel am Ende der bereits 15 Wartenden vor dem Stand von Sa Mexicana einreiht, wo es den „Caotikka“-Burger auf einem schwarzen Briochebrötchen gibt. Neben einem Rindermedaillon und Tex-Mex Pulled Pork finden sich darin auch Cheddar-Käse, Nachos mit Zwiebeln nach „AztekenArt“ und Jack-Daniel’s-Salsa.

Wer lieber Hühnchen isst, findet bei Desplumados seinen Burger. „Wir marinieren das Fleisch der Hähnchenschenkel 48 Stunden lang. Danach panieren wir es mit unserer hausgemachten Panade und servieren das frittierte Hühnchenfleisch mit hausgemachtem Coleslaw-Salat und Speckmarmelade als Burger“, erklärt die 40-jährige Köchin María de la Cruz. Gemeinsam mit ihrem Mann Jordi Mas betreibt sie nicht nur den Foodtruck, sondern auch das Brunch-Café Mariolas Bakery in Palma.

Für unseren Test entscheiden wir uns, fernab der Massen, für einen „Speedy Gonzales“-Burger bei der Ohho Burger Station. Auf dem gut gewürzten Burger-Patty liegt noch eine reichliche Schicht Picanha-Steakfleisch, und der handgemachte Mozzarella ist herrlich geschmolzen. Der Burger hält, was er verspricht: Er ist lecker und saftig und unbedingt weiterzuempfehlen. Wer im Magen noch Platz für einen Nachtisch hat, findet im Eingangsbereich übrigens verschiedene Optionen mit Süßspeisen.

Der „Speedy Gonzales“-Burger bei der Ohho Burger Station im Test.

Der „Speedy Gonzales“-Burger bei der Ohho Burger Station im Test. / Alexandra Bosse

Mallorca Burger Fest

Livemusik, Kinderaktivitäten und große Auswahl an Burgern (14,50 Euro), 18. bis 21. Juni: Do. und Fr. 18–0 Uhr, Sa.und So. 12–0 Uhr, Eintritt frei,

Infos:ins IG: mallorcaburgerfest

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