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Sushi, japanische Bentos oder Poké-Bowls: Neuer Supermarkt auf Mallorca mit frischen asiatischen Speisen

Der neue Laden auf der Plaça Major in Palma orientiert sich an japanischen und US-amerikanischen Vorbildern und setzt auf täglich frisch zubereitete Speisen vor Ort

Wenji Peng vor seinem neuen Supermarkt mit asiatischem Essen.

Wenji Peng vor seinem neuen Supermarkt mit asiatischem Essen. / César Mateu

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Palma bekommt ein Geschäftskonzept, das auf Mallorca bislang kaum bekannt ist. Der Supermarkt 7/12, der an einer Ecke der Plaça Major eröffnen soll, orientiert sich an der Philosophie der beliebten 7-Eleven-Läden in Japan und den USA.

Einen entscheidenden Unterschied soll es allerdings geben: Sämtliche zubereiteten Speisen werden täglich frisch vor Ort hergestellt. „Auf der Insel fehlte bislang ein Supermarkt, der asiatische Produkte mit frisch zubereitetem Essen verbindet, das man direkt im Laden verzehren kann“, erklärt Inhaber Wenji Peng.

Die Eröffnung ist für Mitte August vorgesehen, ein genaues Datum steht noch nicht fest. „Der Tag der Sonnenfinsternis wäre vielleicht eine gute Gelegenheit“, sagt Peng und lacht. Das Konzept richtet sich an Kunden, die schnell, günstig und dennoch qualitativ hochwertig essen möchten, ohne die üblichen Wartezeiten eines Restaurants in Kauf nehmen zu müssen.

Zur Eröffnung plant das Unternehmen mehrere Werbeaktionen. Die ungewöhnlichste Idee befindet sich noch in Vorbereitung: Kunden, die sich das Logo von 7/12 tätowieren lassen, könnten einen lebenslangen Rabatt erhalten. „Das ist eine etwas verrückte Idee, an der wir gerade mit dem Marketingteam arbeiten. Wir wollen Spaß haben und etwas anderes machen“, sagt Peng.

Täglich frisch zubereitete Speisen

Ein Großteil des Sortiments steht bereits fest. Angeboten werden sollen frisch zubereitetes Sushi, japanische Bentos, Onigiri, Poké-Bowls, Dim Sum, Gyoza, japanische Eiersandwiches, warme Gerichte, Desserts, asiatische Erfrischungsgetränke, virale Snacks, die bekannten Shin-Chan-Kekse sowie Produkte, die auf Mallorca nur schwer zu finden sind.

Ergänzt wird das Angebot durch westliche Speisen wie Hamburger, Hotdogs oder Nuggets. „Wir konzentrieren uns nicht ausschließlich auf asiatische Gastronomie, sondern auf interessante Produkte aus aller Welt“, erklärt der Unternehmer.

Auch der Name 7/12 hat eine konkrete Bedeutung. Zwar ist das Konzept von 7-Eleven inspiriert, soll aber eine eigene Identität haben. „Ich wollte etwas Ähnliches mit Schwerpunkt auf Lebensmitteln schaffen – und sieben Tage die Woche jeweils zwölf Stunden öffnen“, sagt Peng. Entscheidend sei dabei die frische Zubereitung: „Unser Essen kommt nicht aus Fabriken. Wir bereiten alles hier vor Ort und jeden Tag frisch zu.“

„Gut, praktisch und bezahlbar“

Trotz der höheren Kosten für Transport, Miete und Vertrieb auf einer Insel will das Unternehmen die Preise möglichst niedrig halten. „Acht Stück Sushi könnten weniger als sieben Euro kosten, ein Onigiri etwa zwei Euro. Noch günstiger wird es schwierig.“

Im Geschäft wird es einen großzügigen Sitzbereich geben. Kunden können ihre Einkäufe dort essen und bei Bedarf Mikrowellen sowie Geräte zum selbstständigen Erwärmen nutzen. „Viele Menschen haben mittags oder nachmittags wenig Zeit und können nicht in ein Restaurant gehen. Sie sollen ein paar Minuten anhalten, etwas essen und danach ihren Tag fortsetzen können“, sagt Peng.

Logistische Schwierigkeiten auf Mallorca

Die Umsetzung des Projekts war nach Angaben des Inhabers vor allem logistisch anspruchsvoll. „Ich hatte nicht erwartet, dass es so schwierig wird. Der Transport nach Mallorca ist kompliziert. Wir möchten japanisches Eis anbieten, aber mehrere Lieferanten haben uns gesagt, dass bestimmte Tiefkühlprodukte wegen der Hitze und der schwierigen Zufahrt ins Stadtzentrum nicht bis hierher geliefert werden.“

Trotzdem soll das Sortiment ständig erweitert und an neue Trends angepasst werden. „Wir wollen immer virale Produkte und Neuheiten anbieten. Es kommt ständig etwas Neues auf den Markt, und wir möchten unser Angebot laufend aktualisieren.“

Bewohner und Urlauber als Zielgruppe

Peng arbeitete mehrere Jahre als Sushi-Koch, bevor er sich mit dem neuen Konzept selbstständig machte. Inspiriert wurde er vom Erfolg vergleichbarer Geschäfte in Asien. „Ich habe schon immer gern gekocht und mich für asiatische Kultur interessiert. Wir möchten hochwertiges Sushi zu einem erschwinglichen Preis anbieten.“

Das Geschäft soll sowohl Bewohner als auch Touristen ansprechen. „Wir wollen, dass die Menschen uns entdecken“, sagt Peng.

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