So kann man natürlich auch einen Beitrag gegen die Schaffung von Luxusimmobilien auf Mallorca leisten: Logistik-Milliardär Klaus-Michael Kühne hat mehrere Grundstücke rund um sein eigenes Anwesen in Port d'Andratx aufgekauft. Dies berichtet die Zeitschrift "Bunte" am Donnerstag (20.6.).

Gründe für den Aufkauf

Der Grund: Ein Investor wollte auf den brachliegenden Grundstücken eine moderne Immobilie errichten. Dies aber hätte für das betagte Ehepaar Kühne monatelangen Baulärm bedeutet. Also entschlossen sich die Kühnes, den Investor großzügig für den geplatzten Bau zu entschädigen. Schätzungen eines Maklers zufolge könnten die Eheleute laut "Bunte" rund 17 Millionen Euro für die Ruhe bezahlt haben.

Es könnte laut der Zeitschrift noch einen anderen Grund für den Kauf gegeben haben: Demnach liegt das neu erworbene Grundstück an einem Hang über dem Grundstück der Kühnes. So bestand die Sorge, dass die neuen Nachbarn je nach Art des Baus zu deutliche Einblicke in das eigene Grundstück bekommen könnten.

Reichster Mallorca-Deutscher: Hotelbesitzer Klaus-Michael Kühne und seine Frau Christine, auf einem Archivbild. Sebastià Terrassa

Kühnes Verbindung zu Mallorca

Klaus-Michael Kühne, der mit einem geschätzten Vermögen von 41,9 Milliarden US-Dollar derzeit auf Platz 31 der Forbes-Liste der reichsten Menschen der Welt liegt, besitzt eine im Jahr 1995 erbaute Villa in Port d'Andratx im Südwesten der Insel. Das Anwesen soll rund 5.000 Quadratmeter groß sein. Es verfügt über einen Pool, einen Tennisplatz – und vor allem über einen Traumblick über die Bucht. Der Unternehmer ist auch geschäftlich auf der Insel aktiv: Ihm gehört in der Gemeinde Calvià das Hotel Castell Son Claret.

Im Jahr 2014 erzählte er im MZ-Interview, wie er nach Mallorca kam: "1997 hat mich meine Frau dazu überredet, die Insel einmal anzuschauen. Wir haben uns ein paar Häuser zeigen lassen und fast auf Anhieb das richtige gefunden. Es war unser Traumhaus, für unsere Zwecke nicht zu groß, zwei Jahre alt, möbliert, hoch über Port d‘Andratx … Es stimmte eigentlich alles. "

Übrigens: Ob Kühne nun selbst auf den neuen Grundstücken bauen lassen will, ist nicht bekannt. Ein Sprecher der Kühne-Holding erklärte gegenüber der "Bunten": Da wir uns noch in einem sehr frühen Stadium befinden, möchten wir uns in keiner Weise festlegen." /pss