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Zweite Folge von "Zwischen Meer und Maloche": Kult-Wirtin Krümel über ihre fünf Fehlgeburten und den Neid anderer deutscher Auswanderer

In der Episode, die am Sonntag (22.6.) auf Kabel Eins lief, schildert die bekannte Wirtin unter anderem, dass sie und Dani gerne ein zweites Kind gehabt hätten. Der MZ hat Pfaff erzählt, warum es nicht geklappt hat

Dani und Marion Pfaff mit ihrem einzigen Sohn, Max.

Dani und Marion Pfaff mit ihrem einzigen Sohn, Max. / Pfaff

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Simone Werner

Simone Werner

In der dritten Staffel von "Zwischen Meer und Maloche: Arbeiten, wo andere Urlaub machen“ mit Krümel und ihrer Familie sind längst nicht nur die Renovierung der Personalwohnung des Paares und die Umgestaltung von "Krümels Stadl" Thema. Immer wieder überrascht die bekannte Gastronomin Zuschauer des Formats auch mit privaten Details. In der 45-minütigen zweiten Folge namens "Rainbow Rüdiger und sein Charityevent", die nach der Ausstrahlung am Sonntag (22.6.) nach wie vor auf der Plattform Joyn verfügbar ist, erzählt Marion Pfaff etwa, dass sie fünf Fehlgeburten hatte. Es ist die erste von insgesamt neun, die seit Sonntag im Wochenrhythmus auf Kabel Eins ausgestrahlt und parallel auch bei Joyn hochgeladen werden. Auch Neid und Missgunst anderer deutschsprachiger Auswanderer bekam Pfaff häufig zu spüren. Doch zurück zum Anfang.

In der Mitarbeiterwohnung gibt es noch einiges zu tun.

In der Mitarbeiterwohnung gibt es noch einiges zu tun. / Pfaff

Multikrise

"Auf Mallorca soll im Stadl noch vor dem Saisonstart eine neue Bar entstehen", sagt die Off-Stimme zunächst im Einspieler. Das Paar stehe vor einer Multikrise, heißt es weiter: Das Apartment für die Mitarbeiter muss saniert werden, zudem müsse die neue Bar eingerichtet werden, und dann gibt es noch jede Menge für das in wenigen Wochen anstehende Opening zu organisieren.

Das alte Lager soll zur Bar umfunktioniert werden.

Das alte Lager soll zur Bar umfunktioniert werden. / Pfaff

Wie in Folge 1 zu sehen war, hat die Ortspolizei Marion Pfaffs Mann Dani beim Müllentsorgen erwischt. Um zu sparen, entsorgte Dani Pfaff den aus der Mitarbeiterwohnung stammenden Müll in den öffentlichen Müllcontainern. Dabei handelt es sich um Sperrmüll.

Verzichtet gerne auf Handwerker, wenn es geht: Dani Pfaff.

Verzichtet gerne auf Handwerker, wenn es geht: Dani Pfaff. / Privat

Trick Sprachbarriere

Als die Polizeibeamten ihn darauf ansprechen, tut er so, als spreche er kein Deutsch. Daraufhin ziehen die Beamten wieder ab.„Ich hab' jetzt noch Puls“, sagt er, während er später mit Krümel telefoniert. Ein wohl deutschsprachiger Anwohner soll ihn verpfiffen haben. „Ich finde, dass die Spanier einen gut behandeln, aber andere Auswanderer bringen oft diese Wut, diesen Neid und die Missgunst mit“, findet Krümel. Das bekämen sie und ihre Familie öfter zu spüren.

Neid unter Landsleuten

Zur MZ sagte sie dazu: "Die Anzeigen, die wir in unseren 14 Mallorca-Jahren bekommen haben, kamen immer von Deutschen", sagt Pfaff zur MZ. In all den Jahren habe sie die Erfahrung gemacht, dass Deutsche oft den Neid, der in ihrem Heimatland herrsche, mit nach Mallorca bringen. Wenn sie in ihr Lokal kommen, schauen sie nicht, was sie dort kopieren könnten, sondern wie sie das, was gut laufe, zerstören können. "Daher finde ich den Spruch 'Hüte dich vor Sturm und Wind und Deutschen, die auf Mallorca sind' sehr wahr. Es gibt natürlich immer Ausnahmen", so Pfaff weiter zur MZ. Auch eine Information, die sie von einem befreundeten Anwalt bekommen habe, würde ihre These untermauern. Er habe ihr gesagt, dass die typischen Nachbarschaftsstreitereien auf Mallorca häufig nur von Deutschen ausgehen, die vor Gericht ziehen. "Das finden die Richter offenbar sehr nervig. Von Spaniern kennt man das eher nicht, dass sie einander anzeigen", weiß Pfaff.

Marion und Daniel Pfaff betreiben in Peguera auch "Krümels Stadl".

Marion und Daniel Pfaff betreiben in Peguera "Krümels Stadl". / Privat

Kaum Spanisch

In Folge 2 sieht man dann auch, wie der Umbau des Lagers in Krümels Stadl voranschreitet. Es soll zur Bar umgebaut werden, innerhalb von acht Wochen. Die Pfaffs müssen einen Anruf tätigen, auf Spanisch. Sie wollen fragen, wann die bestellten Fenster und Türen eintreffen. Krümel spricht so gut wie kein Spanisch, erfährt man. Dani und sie diskutieren, wer anrufen muss. „Wir haben ausschließlich deutsche, österreichische und Schweizer Gäste“, sagt Pfaff. Sobald sie aber in Rente gehe, wolle sie sich mit dem Thema auseinandersetzen, kündigt sie an.

Zwei Freunde des Paares stehen pünktlich auf der Matte. Dani Pfaff hat viele (für Krümel verrückte) Ideen für den Umbau. „Wir machen auf das Kühlhaus ein schräges Dach, die Türe wird mit Holz verkleidet“, kündigt er unter anderem an.

Auch eine andere Baustelle kündigt sich an: Aus einem der Pissoirs läuft Wasser. Dani Pfaff behauptet zu wissen, woher das Wasser kommt. „Ich kann mit ihm alles machen, aber mit dem diskutieren…“, sagt Krümel, die eine andere Ursache entdeckt hat. Ihr Dani wolle immer recht haben. Die Stimmung zwischen dem Paar ist angespannt. „Der will dann auch nicht zugeben, dass ich recht habe“, sagt Krümel. Dani ist, heißt es erneut, Schwabe. Und Handwerker kosten Geld. Daher will er vieles selbst regeln.

Anruf von der Schule

Dann bekommt das Paar einen Anruf von der Schule von Sohn Max. „Unser Sohn ist für mich nicht der König, sondern der Kaiser“, sagt sie. Ihr Herz blutet. Max hat sich beim Fußball-Spielen verletzt.

„Wir wollten eigentlich immer eine kleine Fußballmannschaft. Aber ich hatte nach Max fünf Fehlgeburten“, platzt es plötzlich aus Marion Pfaff heraus. Max sei das Wichtigste und Schönste im Leben, was ihr passieren konnte, trotz Pubertät, in der er sich aktuell befinde.

Max ist der einzige Sohn von Marion und Dani Pfaff.

Max ist der einzige Sohn von Marion und Dani Pfaff. / Pfaff

Fünf Fehlgeburten

Zur MZ sagte sie: "Das Thema wird oft leider noch totgeschwiegen. Auch ich habe es nie öffentlich gemacht. Es ist ein sehr privates Thema. Ich hatte zwei Ausschabungen auf Mallorca und drei in Deutschland." Die erste Fehlgeburt habe sie zeitnah nach der Geburt von Max erlitten. "Ich war damals bereits im vierten Monat, wusste schon, dass es ein Junge werden würde. Er hatte dann aber einen Herzstillstand. Das war heftig. Da musste man erst einmal mit klarkommen", so Pfaff zur MZ. Schon kurz nach der Ausschabung sei sie wieder im Stadl aufgetreten. "So hatte ich nicht den Kopf, um zu trauern. Ich musste ja funktionieren. Im Nachhinein denke ich, das war ganz gut so." Auch danach sei sie immer wieder schnell schwanger geworden, doch zur Geburt eines weiteren Kindes sei es nie mehr gekommen.

Eigentlich hätte Max, der Sohn von Marion und Dani Pfaff, Geschwister haben sollen.

Eigentlich hätte Max, der Sohn von Marion und Dani Pfaff, Geschwister haben sollen. / Privat

"Ich habe nie untersuchen lassen, was der Grund war." Max habe sie mit 38 Jahren bekommen. "Ich gehe davon aus, dass die Chancen aufgrund meines Alters nicht mehr gut waren, gesunde Eizellen zu haben", sagt sie weiter. Irgendwann habe sie ihr Schicksal akzeptiert. Heute weiß sie sicher, dass sie keine Kinder mehr bekommen kann. "Ich bin schon mit den Wechseljahren schon durch, werde bald 53 Jahre. Innerhalb von sechs Monaten war bei mir alles durch." Die Familienplanung sei damit abgeschlossen.

Wollten eigentlich noch mindestens ein weiteres Kind: Marion und Danni Pfaff.

Wollten eigentlich noch mindestens ein weiteres Kind: Marion und Danni Pfaff. / Pfaff

Neben Marion und Dani Pfaff kommen in der zweiten Folge auch Teilnehmer von Ibiza, Gran Canaria und aus Thailand vor.

Zwischen Januar und Mai habe das Drehteam die Familie von Marion Pfaff regelmäßig begleitet. Auch eine andere Mallorca-Bekanntheit ist in der neuen Staffel dabei: Biggi Bardot und ihr Partner.

Das ist die Geschichte von Marion Pfaff

Marion Pfaff alias Krümel betreibt ihren Stadl in Peguera seit über 14 Jahren. Sicherlich hilfreich für den Erfolg der Kneipe war, dass die Vox-Auswanderer-Sendung „Goodbye Deutschland“ die Sängerin und ihren aus Stuttgart stammenden Mann, den sie 2009 kennenlernte und der eine Booking-Agentur für Künstler betreibt, begleitete. Das Paar hat einen Sohn.

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