Damit der König auch mal eine Regatta auf Mallorca gewinnt: Verteidigungsministerium kauft neues Segelboot
Eine Million Euro kostet die "Vesper", die im vergangenen Jahr die Copa del Rey in Palma gewann

Der König gratulierte im Vorjahr den Siegern und konnte sein neues Boot so aus der Nähe betrachten. / Copa del Rey
Das spanische Verteidigungsministerium hat für eine Million Euro ein neues Regattaboot für die Marine gekauft. Es soll zur Ausbildung von Marineoffizieren dienen und gelegentlich auch bei Regatten wie der Palma Vela und der Copa del Rey in der Bucht von Palma eingesetzt werden. Dort segelt dann König Felipe VI. damit, der aus sportlicher Sicht zuletzt immer dürftig abschnitt und nun ein Siegerboot bekommt.
Den Auftrag erhielt die Firma David Mas Yatch Equipment aus El Masnou bei Barcelona. Nach Angaben des Unternehmens wurde dafür die „Vesper“ gekauft, ein 52 Fuß langes Regattaboot. Die Yacht gewann im Jahr 2025 die Copa del Rey. Sie soll nun das bisherige Boot "Aifos" ersetzen, das seit mehr als 20 Jahren im Einsatz war. Auf der "Aifos" segelte König Felipe VI. schon seit seiner Zeit als Kronprinz, vor allem bei der Copa del Rey.
Die "Vesper" ist 15,43 Meter lang und kann an Regatten der Klassen ORC und IRC teilnehmen. ORC ist eine internationale Vermessungsformel für Hochsee-Regatten. Firmenchef David Mas sagte, das Boot werde derzeit überprüft und an die Vorgaben der Marine angepasst. Noch war unklar, ob es schon bei der nächsten Palma Vela (25. April bis 4. Mai)oder erst bei der Copa del Rey (1. bis 8. August) eingesetzt wird.
Neuer Segler für Einsätze und Regatten
Nach Angaben des Unternehmens segelte die Yacht früher in den USA unter dem Namen "Quantum". Später wurde sie technisch angepasst und wechselte 2025 ins Mittelmeer. Felipe VI. konnte das Boot schon nach der Copa del Rey 2025 aus der Nähe sehen, als er der siegreichen Crew gratulierte.
Die Marine hatte in der Ausschreibung ein modernes Regattaboot verlangt. Gefordert waren unter anderem ein Rumpf aus Kohlefaser, moderne Bauteile und eine genaue technische Ausstattung. Das Boot sollte sowohl für das Training als auch für Regatten auf hohem Niveau geeignet sein.
Im dritten Anlauf geglückt
Bereits 2019 und 2023 hatte die Marine versucht, ein neues Boot zu beschaffen. Beide Anläufe scheiterten. Nun klappte der Kauf im dritten Versuch.
Parallel dazu ließ die Marine auch den alten Hangar der früheren königlichen Yacht "Fortuna" in der Marinestation Portopí in Palma instand setzen. Die Arbeiten kosteten 88.540 Euro. Möglicherweise wird der Hangar künftig für das neue Boot genutzt. Die alte "Aifos" verbrachte den Winter ebenfalls in Portopí, an Land und ohne Mast.
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