Tränen über Tränen in Folge 3 von "Zwischen Meer & Maloche" mit den "Goodbye Deutschland"-Auswanderern Krümel und Don Francis
Die dritte Episode der vierten Staffel lief am Sonntag (26.4.) im Free-TV. Die MZ weiß, wie emotional sie war

Auch Freudentränen sind Tränen. Die Pfaffs mit ihrer Angestellten Vera Wolfram. / KabelEins
Am Sonntag (26.4.) lief die dritte Folge von "Zwischen Meer und Maloche: Arbeiten, wo andere Urlaub machen". Wer sie verpasst hat, kann sie auf der Plattform Joyn nachschauen. Marion und Daniel Pfaff werden sich darin eine Angestellte von Krümels Stadl vorknöpfen, wie man im Einspieler sieht. "Es geht um deine Arbeitsweise", beginnen sie das Gespräch.
Krümel ist stark erkältet, schleppt sich aber trotzdem zu ihrem Auftritt. Der Grund: Ihre Lieblingsmitarbeiterin geht zum Jurastudium nach Deutschland. Der Abschied fällt beiden Frauen schwer. "Sie reißt wirklich ein Loch in Krümels Stadl", so die bekannte Gastronomin. "Für mich ist wichtig, immer da zu sein. Die Leute kommen in Krümels Stadl, um ihren Urlaub zu verbringen, um bespaßt zu werden", sagt die Partysängerin weiter.

Wenn Krümel im Stadl auftritt, macht sich das in der Kasse bemerkbar. / KabelEins
Erinnerungen an den Vater
Um sie zu entlasten, hat ihr Mann Daniel Pfaff spontan Akkordeon-Spieler Roberto engagiert. Sein Auftritt kommt bei den Gästen gut an. Krümel wird nostalgisch. Ihr früh verstorbener Vater hat jeden Tag Akkordeon gespielt, erzählt sie.
Als Krümel dann ihren Song für die bald gehende Mitarbeiterin Annika performt, fließen bei den beiden Frauen die Tränen. Annika sei wie eine Tochter für sie, sagt sie.

Krümel bei einem Auftritt im Stadl. / KabelEins
Später wollen die Pfaffs ihrem Kumpel Joe Verbeek sagen, dass ab November eine neue Baustelle ansteht. Mit Krümel singt Verbeek, mit Daniel Pfaff renoviert er. "Es ist wichtig, dass er es von uns persönlich erfährt", finden die beiden und spielen damit auf die Übernahme des einstigen "La Tasca" an, das sie zum "Schatzi" umbauen wollen. "Ich wollte eigentlich nach Thailand gehen", sagt Verbeek und lacht.
Die Pfaffs haben noch nie ein Restaurant betrieben, erzählen sie. "Wir brauchen einen Geschäftsführer oder eine Geschäftsführerin, anders wird's gar nicht funktionieren", weiß das Gastronomen-Paar.

Freuen sich, dass ihre Mitarbeiterin vom Stadl Geschäftsführerin im Schatzi sein will: Marion und Daniel Pfaff. / KabelEins
Vera Wolfram, gelernte Restaurantfachfrau aus Krümels Stadl, eignet sich. "Die ist halt wirklich zuverlässig. Sie zeigt Engagement, ohne dass man es von ihr fordert", sagt Daniel Pfaff. Doch will sie überhaupt in einem Restaurant arbeiten? Im Partybereich bekomme sie immerhin viel Trinkgeld. Wolfram bricht beim Beförderungsangebot wenig später in Tränen aus. "Es ist natürlich ein ganz anderes Gehalt, aber auch eine ganz andere Verantwortung", sagt Krümel.
So macht sich Don Francis auf Mallorca
Und dann ist da auch Mallorca-Neu-Auswanderer Don Francis, der zu Beginn ankündigt: "Wir erobern jetzt Mallorca". "Wir" sind er und seine Frau, die er "Eichhörnchen" nennt. Nach einem Viertel-Jahrhundert auf dem Festland ist das Paar nach Mallorca gezogen, auf eine 10.000 Quadratmeter große Finca in Campanet, auf der auch Tausende von Olivenbäumen stehen. Vom Olivenanbau hat Don Francis allerdings keine Ahnung. "Wir haben ein großes Grundstück für unsere Hunde gesucht. Dass wir jetzt mitten in einer Olivenplantage sind, ist Zufall", sagt der Auswanderer.

Don Francis mit seiner Partnerin, die er "Eichhörnchen" nennt. / KabelEins
Die Miete kostet doppelt so viel wie in Lloret de Mar, nämlich 1.800 Euro. Nach Deutschland zu ziehen, sei keine Option. Auch nach Lloret will das Paar nicht zurück. "Es muss funktionieren", sagen sie. Don Francis' Frau Kristina arbeitet seit ein paar Monaten in einem Hotel in Palma, als Festangestellte. Immerhin hat das Paar so ein festes Einkommen.
In der Sendung wollen sie klären, wie Oliven zu Öl werden. Abgeerntet sind sie schon. Ihr Vorteil nach ihrem Umzug nach Mallorca: Im Vergleich zu anderen Auswanderern wissen sie schon, wie die Uhren in Spanien ticken, und können Spanisch. Doch hilft ihnen das für ihr Oliven-Business?

Will Mallorcas Olivenkönig werden: Don Francis. / KabelEins
Das Schlechte: Spaniens Olivenöl ist zuletzt billiger geworden. 300 bis 350 Liter Öl sollen aus den Oliven von Don Francis entstehen. Bis es fertig ist, sollten sie sich über den Preis Gedanken machen, zu dem sie das Öl verkaufen werden. 10 Euro pro Liter könne man rechnen. Den 5-Liter-Kanister könnte es für 40 Euro geben.
Gesangskarriere voranbringen
Auch mit seinem Song "Dosensuppe" will er durchstarten. Das Tonstudio, das er angemietet hat, kennt er noch nicht. Seit dem Hit "Layla" hätten viele Produzenten und Sänger verstanden, dass man mit Ballermann-Musik Geld machen kann, erfährt man in der Folge. Die Folge: Es gibt viel Konkurrenz.
Beim Aufnehmen im Studio zeigt sich dann: Don Francis kann seine Passagen zwar schon, findet aber nicht den richtigen Einsatz. Vor zwei Jahren war er das letzte Mal im Tonstudio. "Ist er aus der Übung?", fragt die Off-Stimme. Ein teurer Spaß: 200 Euro kostet jede angefangene Stunde in dem Studio.

Don Francis im Tonstudio. / KabelEins
Damit endet die Folge. Folge 4 läuft am kommenden Sonntag (3.5.) um 20.15 Uhr auf KabelEins.
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