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Fahrt zum neuen Club de Mar inklusive: Besuch bei der Boat Show auf Mallorca

Die Bootsmesse gastiert noch bis Samstag in Palma. Wer kann, sollte das Auto lieber daheim lassen

Ralf Petzold

Ralf Petzold

Es fühlt sich ein wenig an wie in "Jurassic Park". Mit dem Boot wird von der alten Mole in Palma zum neuen Club de Mar übergesetzt. Wahlweise im VIP-Shuttle, einer kleinen Yacht für bis zu sieben Personen oder im Otto-Normal-Dampfer für die breite Masse. Der "Aaaah"-Moment lässt nicht lange auf sich warten. Es sind nicht die neuen Gebäude, die noch sehr nach Baustelle aussehen. Die "Koru" ist der Hingucker des Tages. Wie der lange Hals des Brachiosaurus im Spielfilm wirkt der Schiffsrumpf der Jeff-Bezos-Segelyacht unendlich. Eines der Highlights der Palma Boat Show liegt "zufällig" gerade im Hafen von Mallorca vor Anker.

Die Anreise zur alten Mole, wo die Bootsmesse noch bis Samstag (3.5.) gastiert, ist beschwerlich. Die Parkhäuser im weiten Umkreis sind überfüllt, Autos stehen davor Schlange. An den Taxihaltestellen stehen sich die Wartenden die Beine in den Bauch. Auf dem Messegelände hält sich das Gedränge überraschend in Grenzen.

Staunen und bewundern

Auf dem weitläufigen Areal ist Booteglotzen angesagt. Die meisten Besucher kommen zum Staunen und Bewundern, was mit einer dickeren Brieftasche alles möglich wäre. Beliebt sind die Stände mit den Wasserspielzeugen: Sea Bobs, elektrische Surfbretter mit Foil-Technologie oder Unterwasserantriebe, die aus einem James-Bond-Film zu stammen scheinen.

Am hintersten Ende der Bootsmesse Richtung Portopí befindet sich die Ablegestelle des Bootsshuttles zum Club de Mar. Die kostenlose Fahrt startet jede halbe Stunde und dauert nur wenige Minuten. Jedoch geht es nicht wirklich zum Club de Mar, sondern nur zu einem dazugehörigen Steg. Auf diesem befinden sich derzeit die Container-Unterkünfte, in denen der Club bis zur Fertigstellung im Juni untergebracht ist.

Die Koru auf Mallorca

So wird der neue Club de Mar aussehen

Vier Gebäude wird der neue Club umfassen, klärt eine Dame an einem Infostand auf. Tramuntana - das Haupthaus -, Llevant, Ponent und Migjorn heißen sie. In Llevant und Ponent werden Geschäfte untergebracht sein, die sich rund um den nautischen Bereich drehen. Im Tramuntana kommen die Büros rein, ein Fitnessstudio, Spa, Restaurant und ein Sonderbereich für die Inhaber eines Ankerplatzes. Diese sind derzeit restlos ausverkauft. 543 Plätze stellt der neue Club de Mar. Früher waren es mal 575, einige wurden aber vergrößert, damit Giganten wie die "Koru" hineinpassen. Bis zu 170 Meter kann ein Schiff groß sein, um im Club anlegen zu können.

Zudem wird es künftig auch möglich sein, Mitglied des Clubs zu werden. "Die Tarife stehen noch nicht fest, werden aber entsprechend hoch sein. Wir sind kein einfaches Fitnessstudio, sondern ein exklusiver Club", heißt es in einer Broschüre. Das Restaurant soll erst nach dem Sommer in Betrieb gehen. Wohl auch die Diskothek, die in der Eventhalle Migjorn unterkommt. 92 Millionen Euro kostet die Renovierung. Laut Broschüre ist es das teuerste Projekt im Nautik-Bereich in Spanien.

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