Neuer Luxussegler für König Felipe: Spaniens Marine investiert über eine Million Euro
Das Regattaboot soll der Ausbildung von Offizieren dienen – und dem König bei der Copa del Rey in Palma (1.–8. August) zur Verfügung stehen

König Felipe auf seinem alten Boot "Aifos" bei der Copa del Rey / Nico Martínez
Spaniens Marine hat über eine Million Euro in einen neuen Hochleistungssegler investiert, der künftig auch von König Felipe VI bei der Segelregatta "Copa del Rey" in Palma genutzt werden kann. Offiziell soll der Segler der Ausbildung von Offiziersanwärtern dienen und die Zusammenarbeit der Marine mit Segelvereinen fördern. Tatsächlich entspricht die Ausschreibung jedoch bis ins Detail einem 52-Fuß-Einrumpfboot für internationale Hochleistungsregatten – und soll, so die Ausschreibungsbegründung, die der MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca" vorliegt, die über 20 Jahre alte Flotte der Regattakommission der Marine modernisieren.
Bei der nächsten Copa del Rey dabei
Zwar ist der Hauptstandort des neuen Bootes die Marineschule im galicischen Marín, doch auch Einsätze bei Regatten sind ausdrücklich vorgesehen. So könnte der neue Einrumpfsegler bereits bei der 44. Copa del Rey de Vela vom 1. bis 8. August 2026 in der Bucht von Palma mitsegeln – ein Wettbewerb, der wie jedes Jahr vom Real Club Náutico de Palma organisiert wird.
Die Marine betonte, dass die bisher genutzten Ausbildungsschiffe unter intensiver Nutzung litten. Mit dem neuen 1,06 Millionen Euro teuren Boot wolle man schrittweise die Flotte modernisieren. Es handelt sich um den dritten Versuch, den in die Jahre gekommenen Regattasegler "Aifos" zu ersetzen, mit dem Felipe VI seit vielen Jahren in Palma antritt – auch schon vor seiner Thronbesteigung.
Dritter Versuch, die "Aifos" zu ersetzen
Bereits 2019 hatte die Marine einen Deal mit der exklusiven finnischen Werft Nautor’s Swan geschlossen, um eine Swan 50 Club für zwei Jahre zu leasen. Das Projekt scheiterte jedoch an Einsparungen in der Corona-Pandemie und an Sparvorgaben des Königshauses. Auch ein erneuter Versuch 2023 wurde nach Kritik im Parlament der bürgerlichen baskischen Nationalisten (PNV) und politischen Verhandlungen zur Regierungsbildung gestoppt.
Der nun ausgeschriebene Segler ist zwar gebraucht, aber mit modernster Technik ausgestattet. Laut Ausschreibung soll der Rumpf aus Karbon bestehen, ebenso wie Mast, Baum und die gesamte Takelage. Das Boot muss eine Segelfläche von 445 Quadratmetern und spezielle Ausstattungen für Hochseerennen nach dem ORC-Reglement (eine international genutzte Formel zur Handicap-Berechnung bei Regatten) mitbringen.
Der neue Segler soll das Flaggschiff der Comisión-Naval-de-Regatas-Flotte werden – und das Aushängeschild bei sportlichen wie auch diplomatischen Anlässen.
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