Viel für die Insel und ihre Menschen getan: Das sind 2026 die Preisträger der Mallorca Zeitung
Die Preisträger der Mallorca Zeitung 2026 stehen fest. Die seit 2018 vergebenen Auszeichnungen gehen diesmal an ein Netzwerk von Helfern, eine Grande Dame der Kultur und ein Familienunternehmen

Viel für die Insel getan: die Preisträger der Mallorca Zeitung 2026 / Bendgens/Fernández
Mit den Preisen der Mallorca Zeitung zeichnen wir seit 2018 Deutsche, Schweizer und Österreicher aus, die sich über nationale Zugehörigkeiten und kulturelle Eigenarten hinweg um das Zusammenleben und Wohlergehen auf der Insel verdient gemacht haben. Die undotierten und erneut von der kanadischen Künstlerin Connie Mildner gestalteten Preise werden dieses Jahr am 21. Mai im Rahmen einer Feierstunde auf dem MZ-Verlagsgelände in Palma vergeben.
Die Gewinner stehen bereits fest: Es sind die Deutschsprachige Evangelische Gemeinde auf den Balearen und die von ihr angebotenen Besuchsdienste, inklusive der Aktion Herztat, die Galeristin Jule Kewenig sowie die Hotelgruppe Universal Beach Hotels.
Preis für soziales Engagement

Dana Buchmann, Roland Werner, Claudia Lier, Martje Mechels, Holmfried Braun von der evangelischen Gemeinde. / Nele Bendgens
Der Preis für soziales Engagement 2026 geht an die von dem Pfarrehepaar Martje Mechels und Holmfried Braun geleitete Deutschsprachige Evangelische Gemeinde auf den Balearen. Mit ihrem Krankenhaus- und Gefängnisbesuchsdienst sowie der Aktion Herztat unterstützen sie, in Abstimmung mit den mallorquinischen Sozialdiensten, in Schwierigkeiten geratene Mitbürger auf der Insel. Ihr Engagement gemahnt daran, dass die Sehnsuchtsinsel Mallorca für nicht wenige Menschen zu einer Sackgasse werden kann. Die Gemeinde ist oft ihr letzter Rettungsanker.
Preis für kulturelles Engagement

Jule Kewenig, auf einem Archivbild. / Nele Bendgens
Lange bevor Mallorca zu der heutigen, auch unter Kunst- und Kulturfreunden so angesagten Insel wurde, war sie schon da: Jule Kewenig. Die Berlinerin ist seit 40 Jahren als Galeristin tätig, zunächst in Frechen bei Köln, ab 2004 dann auch auf Mallorca und in Berlin. Die gemeinsam mit Michael Kewenig, ihrem 2017 verstorbenen Mann, in Palma eröffnete Galerie ist seither eine der ersten Adressen, was zeitgenössische Kunst mit Tiefgang auf Mallorca betrifft. Jule Kewenig brachte Künstler des Formats von Christian Boltanski, Imi Knoebel oder Jannis Kounellis auf die Insel und eröffnete ihr damit neue Horizonte.
Unternehmerische Leistung

Mirtha Erhart-Zimmerli, Philippe Erhart und Yannik Erhart von Universal Beach Hotels auf der Terrasse des Universal Neptuno an der Playa de Palma. / Javier Fernández
Alles begann mit einem Schweizer Abenteurer mit ausgeprägtem Geschäftssinn: Alfred Erhart. Erst gründete er ein Frachtunternehmen und einen Reiseveranstalter, dann eröffnete er 1963 in Sant Elm sein erstes Strandhotel auf Mallorca. Es sollte nicht das letzte bleiben: Heute betreibt die Universal-Gruppe auf der Insel 17 Hotels und beschäftigt rund 1.200 Mitarbeiter. Damit ist sie nicht die größte, aber mit die beständigste Hotelkette der Insel. Auf Alfred Erhart folgten an der Unternehmensspitze erst sein Sohn Philippe und nun dessen Sohn Yannik Erhart und dessen Frau Mirtha Erhart-Zimmerli. Sie bleiben auf Kurs und wissen Universal Beach Hotels dennoch gründlich zu erneuern.
Die bisherigen Preisträger
Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderen die Filmfestivalleiterin Sandra Lipski, der Musiker Peter Maffay, die Unternehmerin Corinna Graf, der Kulturveranstalter Will Kauffmann, der Künstler Nils Burwitz, der Radreiseveranstalter Max Hürzeler, der Lions Club Palma und die Biologin Evelyn Tewes.
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