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Bestattungsfehler auf Mallorca: Plötzlich liegt ein unbekannter Toter in einer Familiengruft in Lloseta

Eine Verwechslung durch ein Bestattungsunternehmen führte zur Beisetzung eines Unbekannten in einem privaten Grab

Jaume Català vor dem Grab der Familie.

Jaume Català vor dem Grab der Familie. / B. Ramon

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Redaktion DM

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Bei dieser Geschichte gruselt es einen: „Ein Fremder wurde in einem Grab unserer Familie beigesetzt", sagt Jaume Català aus Lloseta im Inselinneren von Mallorca. Er und seine Frau Cati Coll können ihre Empörung und Fassungslosigkeit über das, was sich seit April auf dem Gemeindefriedhof ereignet hat, kaum verbergen. Und sie verstehen erst recht nicht, dass sie inzwischen seit Anfang Mai auf eine Antwort oder Erklärung des Friedhofs warten.

„Unsere Familie ist Eigentümerin eines Grabes mit vier Nischen. Zwei davon müssten leer sein. Wir haben die Eigentumsurkunden und sämtliche Unterlagen in Ordnung. Die Abgaben und die Erhaltungsgebühr sind bezahlt“, schildert Jaume Català. „In einer der leeren Nischen haben sie einen Menschen beigesetzt, den wir nicht kennen. Wir glauben, dass es sich um einen Fehler eines Bestattungsunternehmens aus der Gegend von Inca handelt“, beklagt sich Català.

Eher zufällig entdeckt

„Meine Frau hat das am 28. April eher zufällig entdeckt, als sie Blumen zum Grab bringen wollte“, sagt er. „Die Vorgänge sind sehr gravierend“, betont Català.

Seine Frau sei an diesem Tag auf den Friedhof gegangen, um Blumen zum Grab ihres Vaters zu bringen, der dort beerdigt ist. Dabei habe sie an der stelle frische Blumen gefunden. "Das kam ihr seltsam vor, sie ging näher hin und bemerkte, dass auf einer der Grabplatten Spuren von Arbeiten zu sehen waren. Da waren Reste von Gips“, erzählt Català.

Die frischen Blumen am Grab der Familie Català/Coll.

Die frischen Blumen am Grab der Familie Català/Coll. / B. Ramon

Am nächsten Tag kehrte seine Frau auf den Friedhof zurück und konnte dort zweifelsfrei erkennen, dass an der Nische kurz zuvor Arbeiten vorgenommen worden waren – ohne Wissen oder Zustimmung der Eigentümerfamilie.

Català und seine Frau riefen beim Bestattungsunternehmen in Lloseta an. Dort habe man von nichts gewusst und erklärt, es habe keine Beisetzung stattgefunden. Verantwortlich sei ein Bestatter aus der Gegend von Inca. Das Paar nahm daraufhin auch Kontakt mit dem Ortspolizisten auf, der für den Friedhof zuständig ist. „Meine Frau war wegen des Ganzen sehr aufgewühlt."

Verwechslung durch Bestattungsunternehmen

Kurz darauf habe der Ortspolizist angerufen und berichtet, es habe eine Verwechslung durch das Bestattungsunternehmen aus der Gegend von Inca gegeben. Der oder die Tote sollte eigentlich in einer anderen Nische beigesetzt werden.

„Ich wollte mit der Bürgermeisterin sprechen, weil uns niemand etwas sagte. Im Rathaus erklärte man mir vergangene Woche, sie sei in einer Besprechung und noch für etwa zwei Stunden beschäftigt. Ich hinterließ meine Daten, meinen Namen und meine Telefonnummer – und niemand hat mich zurückgerufen“, kritisiert er.

Keine Antworten

Er habe dann beim Rathaus eine schriftliche Beschwerde eingereicht, und auch darauf keine Antwort erhalten. "Niemand hat sich mit uns in Verbindung gesetzt– weder die Bürgermeisterin noch das Bestattungsunternehmen noch die Versicherung. Wir haben überhaupt keine Antwort“, beklagt Català, der nach einer gerechten, respektvollen und endgültigen Lösung sucht.

„Der Verstorbene ist in einer anderen Nische eingetragen, ich weiß nicht, ob sie der Gemeinde oder einer Versicherung gehört. Seine Familie trägt keinerlei Schuld an dem, was geschehen ist“, räumt der Mann ein.

Wer der Tote ist, ist unklar.

Wer das allerdings ist, ist ebenfalls unklar. Bisher stehen laut Català am Grabstein weder der Name noch das Sterbedatum noch ein Foto des oder der Verstorbenen.

Die betroffene Familie fordert, dass der Vorfall mit Transparenz, Sorgfalt und dem nötigen Feingefühl aufgearbeitet wird. Zudem verlangt sie wirksame Protokolle, damit sich ähnliche Fälle nicht wiederholen.

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