Zum Hauptinhalt springenZum Seitenende springen

„Man wird den Tourismus nicht mehr aus der Welt bekommen“: Was Mallorca aus seit bald 300 Jahren Urlaubsreisen lernen kann

Warum verreisen wir? Wie sind wir alle zu Touristen geworden? Und kann das immer so weitergehen? Fragen an einen, der seit Jahrzehnten dazu forscht

Badegäste am Strand von Formentor, etwa 1934.  | FOTO: ARCHIVO BESTARD / „FORMENTOR. LA UTOPÏA POSIBLE“

Badegäste am Strand von Formentor, etwa 1934. | FOTO: ARCHIVO BESTARD / „FORMENTOR. LA UTOPÏA POSIBLE“

Folgen Sie uns bereits?Marken Sie uns als bevorzugte Medien
Hinzufügen zu Google

Edgar C. Ellinghaus

Der Soziologe und Historiker Hasso Spode (Berlin-Friedrichshagen, 1951) ist eine Eminenz der deutschen Tourismusforschung. Mit „TraumZeitReise. Eine Geschichte des Tourismus“ legte er 2025 ein wunderbares Buch über diese Form des Reisens vor.

Sie waren 2025 in Arenal an der Playa de Palma. Was haben Sie gesehen?

Obschon Tourismusforscher hatte ich um Arenal immer einen Bogen gemacht, muss ich gestehen. Nun zwang mich meine Freundin irgendwie, mir das einmal anzugucken. Ich fand es überhaupt nicht so furchtbar, wie die Medien das hier in Deutschland immer darstellen. Zwar war ich nicht mehr spät abends da, wenn das Bier in Strömen fließt, aber ich fand das alles sehr zivilisiert. Ich war eher angetan. Ohnehin bin ich niemand, der ständig den moralischen Zeigefinger hebt, schon gar nicht im Stil der üblichen Tourismuskritik à la „Ich bin Reisender, ihr seid die blöden Touristen.“

Auf Mallorca halten wir uns für den Nabel der touristischen Welt. Sie erwähnen die Insel in Ihrem Buch nur drei-, viermal. Wie kommt das?

Weltweit führen ungefähr zwei Drittel der Urlaubsreisen an die Sonnenstrände der Subtropen – sie finden sich in der Karibik genau wie am Mittelmeer. Mallorca ist nicht gerade das Zentrum der Welt, jedoch in gewisser Weise prototypisch für eine bestimmte Art, Urlaub zu machen. Dabei gibt es natürlich noch alle möglichen anderen. Schon im Kaiserreich gab es herrliche Geschichten zum Thema Urlaubsplanung. Vater wollte ins Gebirge und Mutter ans Meer. Das konnte das Glück eines Hauses auf Monate zerrütten.

Sie beginnen Ihr Buch mit der Abgrenzung des Tourismus von anderen Formen des Reisens. Odysseus war also kein Tourist?

Der Arme hatte „auf dem Meere unnennbare Leiden erduldet“, um nach zehn Jahren wieder nach Hause zu kommen! Beim Reisen bewege ich mich vom Heimatraum in einen Fremd-raum und wieder zurück. Das haben wir, seit die Menschen sesshaft wurden, also seit gut 12.000 Jahren. Die Fernhändler, später auch die Pilger, traten schon sehr früh in Erscheinung; es gab alle möglichen Geschäfte und Gründe, eine Reise zu unternehmen. Nur war das nicht besonders vergnüglich, sondern eher eine unangenehme Pflicht. Zweckfrei zu verreisen, einfach nur so, zum Vergnügen, das kam erst vor rund 300 Jahren auf, also im 18. Jahrhundert. Die touristische Reise ist Konsum von Räumen und Erlebnissen und nicht, wie andere Reisen, eine rationale Investition in die Zukunft.

Hasso Spode gründete das Historische Archiv zum Tourismus an der TU Berlin.

Hasso Spode gründete das Historische Archiv zum Tourismus an der TU Berlin. / ENHANCER JOURNALS

Woher kommt das Wort Urlaub?

Es leitet sich von „Erlaub“, also Erlaubnis ab. Als Höfling musste man den König oder Fürsten um Erlaubnis bitten, den Hof verlassen zu dürfen, um irgendetwas Konkretes zu erledigen – also eben keine touristische Reise zu unternehmen. Deswegen war Goethe auf seiner Italienreise auch inkognito unterwegs. Er hatte den Herzog in Weimar nicht um Erlaubnis gefragt und sich in Karlsbad frühmorgens heimlich aus dem Staub gemacht.

Und woher kommt das Wort Tourist?

Etymologisch von lateinisch tornare, das heißt drehen, drechseln, also eine Kreisbewegung. Im Französischen ist daraus tour geworden für eine Reise mit Rückkehr. Grand Tour oder auf Deutsch Kavalierstour nannte sich die Rundreise der Sprösslinge des Adels, die im 18. Jahrhundert monatelang, teilweise jahrelang durch Europa geschickt wurden, um zu lernen, wie man regiert, tanzt und fechtet, galant parliert und mit Messer und Gabel isst. Ich nenne das ein mobiles Curriculum. Wie das immer so ist, haben die jungen Herren auch ganz andere Sachen gemacht, waren im Puff oder saßen am Spieltisch – die stete Sorge der Väter daheim war, dass sie mit Syphilis und Schulden zurückkommen. Obsolet wurde die Grand Tour um 1770, als die Fürsten Akademien für ihren Nachwuchs gründeten. Das Wort tourist taucht zu jener Zeit zunächst im Englischen auf. Adam Smith etwa benutzt es für junge Leute, die die schönste und wichtigste Zeit ihres Lebens damit verschwenden, sich irgendwo in der Weltgeschichte herumzutreiben, anstatt zu arbeiten und etwas Anständiges zu lernen. Es war also eine Art Schimpfwort für Leute, die sinnlos hin und her reisen und offensichtlich zu viel Zeit und Geld haben. 1820, 1830 tauchte das Wort Tourist auch im Französischen und Deutschen auf und hatte zunächst keinen so schlechten Klang mehr.

1970 flog der Jumbojet die Deutschen allen voran nach Mallorca.

1970 flog der Jumbojet die Deutschen allen voran nach Mallorca. / Archiv

Der Tourismus ist ein Kind der Romantik, schreiben Sie. Inwiefern?

Nun, die Romantik entstand parallel zur Aufklärung. Man kann das sehr schön verdeutlichen an Voltaire, dem Aufklärer schlechthin, und an Rousseau, seinem Todfeind. Voltaire sagte, die Welt wird immer besser, der Mensch hat die Fähigkeit, sich immer weiter zu entwickeln, der Fortschritt ist eine tolle Sache. Rousseau sah es genau umgekehrt: Wir haben uns vom Naturzustand entfernt, wo wir noch glücklich und unschuldig waren; unser Leben ist verkünstelt und entfremdet; wir müssen zurück zur Natur. Besonders die Alpen hatten es ihm angetan. Jahrtausendelang waren sie, wie das Meer und die Wälder, etwas Bedrohliches, Gefährliches, ein Horror. Die Natur als Ideal ist eine radikale Umwertung, die im 18. Jahrhundert um sich greift. Von da an wurde es reizvoll, sie zu bereisen.

Zugleich, schreiben Sie, waren es Zeitreisen.

Ja, plötzlich wurde das Mittelalter aufgewertet, dabei war das bis dahin eine schreckliche Zeit zwischen der goldenen Antike und deren Wiedergeburt, der Renaissance. Die bislang als Steinbruch genutzten Burgruinen verströmten nun den Zauber der Ritterzeit – Geschichte zum Anfassen. Und wer von der Stadt aufs platte Land reiste, reiste zurück in der Zeit, sah Bauern, die noch die alten Sitten pflegten, in Trachten herumliefen und anscheinend noch in jener guten alten Zeit lebten, in der die eigene Identität wurzelte. Natur und Kultur galten hier als romantische Relikte einer heilen Welt, die ansonsten verloren war.

Auftritt Bürgertum im 19. Jahrhundert. Das Reisen wird zu einem Mittel, der „Nervenzerrüttung“ entgegenzuwirken.

Das aufstrebende Bürgertum war die rationale Klasse schlechthin. Die tun ja nichts, was nicht irgendwie rational begründet ist. „Time is money“, schrieb Benjamin Franklin. Zeitverschwendung ist die größte Sünde, die der Bürger begehen kann, heißt es bei Max Weber. Also überlegte man sich, dass es einen vernünftigen Grund geben muss, um zu verreisen, und da ist man auf die Erholung gekommen. Die brauche man, weil die „Nerven“ zerrüttet werden durch die hektische Welt der Großstädte und durch die „Geistesarbeit“ in den Büros. Wohlgemerkt kam nur ein kleiner Teil der Bevölkerung in den Genuss der „Regeneration der Arbeitskraft“ durch eine Urlaubsreise. Die Landbevölkerung und die Fabrikarbeiter brauchten solche Erholung nicht. Die arbeiteten ja körperlich, deren Nerven wurden nicht zerrüttet, darunter litten nur die „Geistesarbeiter“ und seltsamerweise deren Frauen und Kinder, die ja ebenfalls in den Urlaub fuhren.

Sie schreiben, Erholung sei der große Mythos des Urlaubs. Gilt das bis heute?

Ein bisschen schon. „Eigentlich wissen wir nicht, was Erholung überhaupt ist“, hat mir eine Erholungsforscherin kürzlich erklärt. Wahrscheinlich ist es ein Placebo-Effekt. Der ist ja trotzdem real: Globuli funktionieren, wenn man glaubt, dass sie funktionieren. Und so ist es wohl mit der Erholung auch. Fest steht, dass dieser Effekt ziemlich unabhängig von der Reisedauer ist. Das Gefühl, erholt zu sein, hält immer nur ein bis zwei Wochen an, egal, wie lange ich weg war. Was Erholung wirklich ist, ist bis heute nicht definiert. Ich finde das aber völlig okay. Ein Tapetenwechsel tut den Leuten einfach gut, man braucht nicht alles medizinisch oder psychosomatisch zu begründen. Fest steht aber auch: Urlaub ist keine zwingende Notwendigkeit. Bis in die 70er-Jahre ist in fast allen Ländern der Welt die Hälfte der Bevölkerung nicht verreist, und die sind auch nicht wie die Fliegen daran gestorben.

Der Homo Touristicus, wie wir ihn heute kennen, war um 1900 fertig ausgebildet, schreiben Sie. Was sind seine Grundzüge?

Fertig ausgebildet war zur Jahrhundertwende ein immer noch weitgehend gültiges Set möglicher touristischer Verhaltensweisen und Begründungen dafür. Den Homo Touristicus zeichnet zum einen aus, dass er an die Erholung glaubt. Weitere bis heute mitschwingende Begründungen sind, dass Reisen bildet, zur Völkerverständigung beiträgt oder aber, wenn man im Lande bleibt, zur Heimatliebe. Auch die wichtigsten Varianten des Urlaubmachens gab es um 1900 bereits. Ich konnte mich an den Strand legen, in der Sommerfrische Landluft genießen, sportlich die Berge hochkraxeln, eine Kreuzfahrt machen oder mich zu den Pyramiden führen lassen. Was sich seither verschoben hat, sind die Gewichtungen: Heute wird mehr Urlaub an den Küsten gemacht als noch um 1900, und es sind nicht mehr nur zehn Prozent der Bevölkerung, die verreisen können. Ansonsten aber gibt es wenig grundlegend Neues, auch wenn die Medien ständig neue Trends ausrufen.

Das Selbstbild der Deutschen als Reiseweltmeister sei ein Produkt der NS-Zeit, schreiben Sie. Inwiefern?

Zunächst galten ja die Engländer als Touristen schlechthin. England war das am weitesten entwickelte Land und hat sozusagen die Freizeit-reise erfunden. Das änderte sich, als die Nazis mit der Organisation „Kraft durch Freude“, einem Ableger der Pseudogewerkschaft Deutsche Arbeitsfront, einen industrialisierten Massentourismus in Gang setzten, um das bürgerliche Reiseprivileg zu brechen. In gewisser Weise ist ihnen das auch gelungen. Millionen Menschen sind mit „Kraft durch Freude“ verreist. Das hat auch im Ausland einen Rieseneindruck gemacht. So entstand das Image der besonders reisefreudigen Deutschen. Sozial ist der Durchbruch übrigens nicht gelungen, also selbst diese Millionen haben letztlich nichts daran geändert, dass die unteren Einkommensschichten im Tourismus unterrepräsentiert blieben.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es dann Klagen über das schlechte Benehmen der Deutschen im Ausland. Wie kam es dazu?

Ja, darüber entbrannte in den 50er-Jahren eine riesige politische Debatte. In dem Moment, in dem die Westdeutschen ins Ausland reisten, und zwar noch in recht kleiner Zahl, häuften sich die Klagen, dass gesoffen und abends etwa Wehrmachtlieder gegrölt wurden. Touristengruppen aus anderen Ländern haben sich aber auch nicht besser benommen. Die Klagen hingen natürlich damit zusammen, dass die Deutschen nach dem Krieg nicht gerade beliebt waren. Ein Teil der Auslandstouristen trat in der Tat schon wieder großspurig auf, ein anderer Teil aber war ängstlich bemüht, nicht als Deutscher aufzufallen. Hinzu kommt: Die Bildungsschichten haben immer auf den Massentourismus herabgeguckt und darauf, wie schlecht die sich benehmen. Das setzt sich bis in die Schinkenstraße fort. Ich würde das nicht zu hoch hängen.

Derlei Dünkel ist also eine Konstante in der Geschichte des Tourismus?

Vom Kaiserreich bis in die 50er- und 60er-Jahre gab es eine kleine wohlhabende, wie ich es nenne, „Touristenklasse“. Das waren zunächst zehn und dann in der NS- und der Nachkriegszeit vielleicht 20 Prozent der Bevölkerung, die verreisen konnten, und die waren sich untereinander nicht grün. Die einen wollten an die See, die anderen ins Gebirge, die einen logierten im Grandhotel, die anderen schliefen in der Almhütte, und jeder schaute auf den anderen herab und hielt seine eigene Art zu reisen für die einzig wahre. Es war ein ständiger Prozess der sozialen Distanzierung, besonders dort, wo neue Schichten in die Touristenklasse eindrangen und noch nicht so reisegeübt waren. Ganz massiv war das um 1970, als der Jumbojet die Deutschen an die Strände im Süden flog, voran nach Mallorca. 1973 erschien ein „Spiegel“-Titel: „Spanien: Alptraum Tourismus“, und da saß so ein fetter Deutscher bräsig im Sonnenstuhl und nahm die ganze spanische Landkarte ein. Die Autoren dürften zu den Bildungs- oder Pseudobildungsschichten gehört haben, die ohnehin schon verreisten, von Parador zu Parador durch Spanien zogen und sich die Alhambra anguckten, statt am Strand rumzuliegen. Diese innertouristische Abgrenzung ist der Motor der Touristenschelte – sie kommt von Leuten, die selbst gerne und viel reisen. Fragt man hingegen die Bevölkerung repräsentativ, was sie vom Tourismus hält, ist das Ergebnis zumindest in zwei großen Umfragen sehr überraschend: Touristen haben einen ganz guten Ruf.

Vor dem Ballermann war Ruhpolding in Oberbayern. Auch Party und Sex waren schon immer Triebfedern des Tourismus, oder?

Ja, Ruhpolding galt in den 50er-Jahren als vulgäres Sündenbabel. Der Veranstalter Carl Degener hatte schon vor dem Krieg billige Reisen dorthin organisiert, und nun machte er da weiter, wo er in der NS-Zeit aufgehört hatte. Es ging sexuell relativ freizügig zu. „Auf der Alm, da gibt’s koa Sünd’“, hieß es. Das war wie ein Dauer-Oktoberfest in den Bierzelten. Wer auf sich hielt, rümpfte die Nase über die Ruhpolding-Touristen. Das waren nicht besonders reiche Leute und übrigens mehrheitlich Frauen. Einheimische „Saisongockel“ bandelten mit ihnen an. Wir haben das alles wunderschön geübt, bevor es dann per Düsenjet woandershin verlegt wurde.

Wir haben das alles wunderschön geübt, bevor es dann per Düsenjet woandershin verlegt wurde.

Hasso Spode

— Der Tourismusforscher, über Ruhpolding, den bayerischen Vorläufer des Ballermann.

Stichwort Overtourism: Haderten die Einheimischen auch früher mit zu vielen Touristen?

Nicht in Ruhpolding … Im Ernst: Schon immer wollten die einen Touristen anlocken, die anderen aber wollten sie bisweilen loswerden. Da ist dieser wunderschöne Roman von Ludwig Thoma, der heißt „Altaich“ und handelt von einem bayerischen Dorf, das einen Eisenbahnanschluss bekommt. Dann kommen die verhassten Preußen und wollen das Dorf touristifizieren. Die Bewohner schließen sich zusammen, schmeißen die Preußen raus und sind dann wieder schön unter sich. In der Schweiz prägten die Linken in den 70er-Jahren vor dem Hintergrund des wachsenden Skitourismus das Wort vom „Aufstand der Bereisten“. Wo der Tourismus hingelangt, führt er meist zu einer Spaltung der Gesellschaft in diejenigen, die von ihm profitieren, und diejenigen, die unter ihm leiden. Deshalb ist es auch zu vereinfachend von einem „Aufstand der Bereisten“ zu sprechen. Es müsste heißen von einem Teil der Bereisten.

Seit bald 300 Jahren erweist sich der Tourismus als überraschend immun gegen Katastrophen, Kriege und Krisen wie die Pandemie. Wird das so weitergehen?

Solange es einen langfristigen Trend gibt, der ein gewisses Wohlstandsniveau sichert, wird der Tourismus weiter wachsen. Er mag mal für ein oder zwei Jahrzehnte stagnieren oder gar schrumpfen, wird dann aber letztlich wieder anziehen. Die aufstrebenden Mittelschichten in China und Indien, das sind schnell ein paar Hundert Millionen Menschen, reisen inzwischen ähnlich wie wir. Der Tourismus, wie wir ihn in Europa erfunden haben, ist ein unglaublich attraktives Modell. Er wird sich weiter ausbreiten, und es wird immer mehr Overtourism geben – oder wie immer man dieses Wachstum nennen will.

Weil es einfach Freude macht zu verreisen.

Genau, das ist offensichtlich eine höchst beglückende Tätigkeit. Die Sehnsucht, die Kontinuität der Zeit zu rhythmisieren und zu durchbrechen, die haben wir in allen Gesellschaften. Es gibt immer profane, normale Zeiten, und es gibt besondere, heilige Zeiten. Das hat mit Tourismus zunächst einmal nichts zu tun. In unserem Fall aber haben diese Auszeiten mit der Neubewertung der Natur und der Geschichte die Form des touristischen Konsums angenommen. Möglich wurde das durch die globale Zunahme des Wohlstands und der Sicherheit. Das wird auf lange Sicht so weitergehen, glaube ich. Da kann man so viel kritisieren am Tourismus, wie man will, man wird ihn nicht mehr aus der Welt bekommen. Es gilt also, sein Gutes vorbehaltlos anzuerkennen und sein Schlechtes möglichst geschickt zu begrenzen.

Das Buch von Hasso Spode ist im BeBra-Verlag erschienen.

Das Buch von Hasso Spode ist im BeBra-Verlag erschienen. / Verlag

Buch-Tipp:

„TraumZeitReise. Eine Geschichte des Tourismus“ von Hasso Spode ist im BeBra-Verlag erschienen, 320 Seiten, mit über 60 Abbildungen, 30 Euro.

Abonnieren, um zu lesen

Tracking Pixel Contents