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Nach 1.600 Jahren an der Playa de Palma entdeckt: Römisches Wrack vor Mallorca für National-Geographic-Preis nominiert

Der Fund eines antiken Schiffs nahe der Playa de Palma konkurriert mit vier weiteren spanischen archäologischen Entdeckungen um die Auszeichnung

Im Video: So wurde das 1.600 Jahre alte Römerschiff an der Playa de Palma geborgen

Redaktion MZ

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Das römische Wrack von Ses Fontanelles, ein im 4. Jahrhundert gesunkenes Schiff, das vor der Playa de Palma entdeckt wurde, ist für die „+Historia“-Preise von National Geographic nominiert. Wie der Inselrat mitteilte, tritt der Fund in der Kategorie „Beste historische Entdeckung bzw. bester historischer Fund Spaniens“ an. Die Kandidatur konkurriert mit vier weiteren archäologischen Funden von nationaler Bedeutung: einer Sammlung von Grabinschriften aus Cádiz, dem römischen Heiligtum in der Cova de les Dones in Valencia, einer Sammlung von Perlen aus einer prähistorischen Begräbnisstätte in Sevilla sowie einem Gräberkomplex im archäologischen Park von Alarcos in Ciudad Real.

Das Projekt zur Bergung und Erforschung der archäologischen Unterwasserfundstätte von Ses Fontanelles wird vom Inselrat geleitet. Beteiligt sind zudem weitere Institutionen sowie die Universitäten der Balearen, Barcelona und Cádiz. Das Wrack selbst wurde in diesem Jahr vollständig aus dem Meer geborgen. Über den Gewinner wird in einer öffentlichen Abstimmung entschieden. Noch bis zum 12. Oktober kann auf der Website von National Geographic Historia abgestimmt werden. Nach Angaben des Inselrats bietet die Nominierung die Gelegenheit, die Bedeutung des Projekts von Ses Fontanelles auch über Mallorca hinaus bekannt zu machen.

Sämtliche erhaltenen Teile geborgen

Am 29. Juni hatte der Inselrat nach mehr als drei Monaten Arbeit die vollständige Bergung des Wracks abgeschlossen. Spezialisten für Unterwasserarchäologie waren an den Arbeiten beteiligt, bei denen sämtliche erhaltenen Teile des Schiffes geborgen wurden. Anschließend brachte man die Holzteile zur Festung San Carlos, wo sie in Entsalzungsbecken behandelt werden, um das Material zu stabilisieren.

Nach Abschluss der Entsalzung sollen die Hölzer in das Labor ARQVAtec des Nationalmuseums für Unterwasserarchäologie in Cartagena gebracht werden. Dort sollen sie mithilfe einer PEG-Imprägnierung und Gefriertrocknung restauriert werden. Darüber hinaus sind Untersuchungen zur Bauweise des Schiffes, Radiokarbondatierungen sowie die Klassifizierung sämtlicher geborgener Materialien vorgesehen. Der Inselrat plant zudem ab November eine Ausstellung in La Misericòrdia über das Wrack, seine Ladung und die gesamte Bergungsaktion.

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