Drei Tage Exzess: Was machen Frei.Wild auf Mallorca?
Die Superstars im deutschsprachigen Raum würde man überall verorten – nur nicht auf der Insel. Was die Band aktuell hier treibt

Frei.Wild v.l.n.r Philipp Burger, Christian „Föhre“ Forer, Jonas Notdurft und Jochen „Sega“ Gargitter. / Ingo Wohlfeil
Ein entspannter später Nachmittag in Santa Catalina. Sieben Jungs sitzen an einem schattigen Holztisch an der Havanna Bar. Ein paar Biergläser stehen auf dem Tisch. Touristen, möchte man meinen. Doch vier Siebtel der Truppe sind Superstars im deutschsprachigen Raum, die man überall verortet – nur nicht auf Mallorca.
Frei.Wild und die Insel, das will erst einmal nicht zusammenpassen. Doch Sänger Philipp Burger hat eine einfache Erklärung: Es ist der exzessive Alkoholkonsum, der die Band auf die Insel geführt hat. Ihre neue Single wird „alles ist weg“ heißen. Es geht darin um post-alkoholisches Erinnerungsvermögen. Und um den Videodreh zum Song möglichst authentisch zu gestalten, entschieden sich die vier Südtiroler einen Teil des Clips auf der Schinkenstraße am Ballermann zu drehen.
Beeindruckt von der Playa
Aber auch am Leuchtturm Cap Blanc und in der eigens gemieteten Rock'n'Roll-Finca wurde die Büchse Bier geöffnet. Hauptdarsteller des Videos ist Drummer Föhre – angeblich der beste Trinker der Band und somit prädestiniert dafür, die drei Tage Exzess on Tape am lebhaftesten zu vermitteln. Freiwillig, darauf besteht er. Er könne das drei Tage am Stück. Mittlerweile aber nur noch einmal im Jahr.
„Am Ballermann waren wirklich alle betrunken“, sagt Philipp Burger, „teilweise schlimmer als Föhre“. Das solle schon was heißen! Aber die Atmosphäre habe sie beeindruckt. Das Gewusel auf den Straßen, Bierkönig, Megapark. Alles wurde mitgenommen. Gedreht wurde, um möglichst keine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, mit dem Handy. Dennoch seien sie von Fans erkannt worden, die aus allen Wolken gefallen sind: "Ihr am Ballermann?", war eine der häufigsten Reaktionen.
Auftritt am Ballermann?
24 Jahre sind Frei.Wild als Band, als Kumpels und Freunde zusammen. Durch gute Zeiten gingen sie, aber auch durch schlechte. Aber eines haben sie noch nicht gemacht: am Ballermann gespielt. Die Erkenntnisse nach der Vor-Ort-Besichtigung schrecken die hartgesottenen Bergburschen nicht ab. Sie reagieren aufgeschlossen auf die Frage, ob ein Auftritt in einer der großen Clubs vorstellbar wäre. „Wieso nicht? Wir müssten nur unser Equipment auf die Insel schaffen!“ Außerdem habe es ihnen generell sehr gut auf der Insel gefallen – jenseits der Partymeilen. Möglich, dass Burger, Föhre, Jonas und Zegga häufiger auftauchen werden. In Badeshorts und mit Familie.
Das protokollierte Frei.Wild-Ballermann-Exzess-Video gibt es ab Anfang Juli auf YouTube zu sehen.
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