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"Platja de Betrunkene": So heißt der Ballermann jetzt auf Google- und Apple-Maps

Es gibt auch noch das Viertel "Betrunkene" und die "Balconing Street"

22 Grad Celsius werden in "Betrunkene" am Montag (6.4.) erwartet.

22 Grad Celsius werden in "Betrunkene" am Montag (6.4.) erwartet. / Apple Wetter

Sarah López

Sarah López

Man stelle sich vor: Urlaub an der Playa de Palma, draußen scheint die Sonne. Man möchte sich vergewissern, ob das Wetter die ganze Woche so bleibt. Also öffnet man die Wetter-App auf dem iPhone: "15 Grad, Sonnenschein" bei den "Betrunkenen" steht dann dort.

Kein Scherz: Derzeit läuft für Apple-Nutzer einiges nicht ganz rund. In der Karten-App wird der Bereich zwischen Bierkönig und Megapark als "Betrunkene" angezeigt. Auch die Apple-Wetter-App zeigt statt s’Arenal das Wetter für "Betrunkene" an. Die beiden iOS-Apps greifen dabei offenbar auf dieselben Ortsdaten zurück.

Jetzt heißt der Ballermann "Betrunkene" auf Apple-Karten.

Jetzt heißt der Ballermann "Betrunkene" auf Apple-Karten. / Apple Karten

Nicht nur auf dem Handy

Doch die ungewöhnlichen Einträge auf der Karte gibt es nicht nur bei Apple. Auch auf Google Maps finden sich einige kuriose Bezeichnungen. So ist "Platja dels Borratxos" (auf Katalanisch Strand der Betrunkenen) auf Höhe des Balneario 6 als touristische Attraktion eingetragen. Direkt daneben, auf Höhe des Parc de les Meravelles, ist ein Abschnitt als "Platja de Betrunkene" markiert – diesmal auf Deutsch, damit die Urlauber es auch verstehen können. Die einzige Rezension auf Deutsch weist genau darauf hin: "Wenn keine Betrunkenen da sind, sind es Menschen, die heiraten." Was auch immer damit gemeint ist. Nicht gerade das jedenfalls, was einem als Erstes in den Sinn kommt, wenn man an die Playa de Palma denkt.

Platja de Betrunkene am Parc de les Meravelles

Platja de Betrunkene am Parc de les Meravelles / Google Maps

Auf Höhe des Balneario 4 befindet sich außerdem die "Balconing Street" – ebenfalls als touristische Attraktion gekennzeichnet. Mit "Balconing" ist in Spanien das riskante Klettern von Balkon zu Balkon oder der Sprung vom Balkon in einen Hotelpool gemeint. Praktisch jedes Jahr gibt es tödliche Balkonstürze, wobei es in letzter Zeit eher Unfälle statt waghalsige Aktionen waren.

Die Kommentare und Rezensionen zur "Balconing Street" sind teilweise älter als ein Jahr. Ganz neu ist der Name also nicht. Und schließlich taucht auf Höhe des Megaparks auch noch die "Carrer dels alemanys borrachos" auf – also die "Straße der betrunkenen Deutschen".

Wie kann das sein?

Bei Google Maps kann grundsätzlich jeder neue Orte oder Einträge auf der Karte hinzufügen. Dazu muss Google Maps am Computer geöffnet, eine Adresse gesucht und anschließend über "Fehlenden Ort hinzufügen" ein neuer Ort eingetragen werden.

Bei Apple ist das Verfahren komplexer. Zwar kann auch dort jeder fehlende Informationen melden oder einen Verbesserungsvorschlag einreichen, doch Änderungen müssen von Apple geprüft und freigegeben werden. Es reicht also nicht, einfach nur einen Korrekturwunsch zu formulieren. Zusätzlich können auch Bilder eingesendet werden, die die beantragte Änderung belegen.

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