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Die Playa de Palma ist für einen Preis nominiert – in einer Kategorie, die keiner erwarten würde

Die Stadt Palma plant eine Erneuerung der Urlauberhochburg mit Fokus auf Umweltschutz, Renaturierung und verbesserter Infrastruktur

Das Bild schreit nicht gerade Nachhaltigkeit und Umweltschutz: So voll ist es im September an der Playa de Palma.

Das Bild schreit nicht gerade Nachhaltigkeit und Umweltschutz: So voll ist es im September an der Playa de Palma. / Ciro Krauthausen

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Sarah López

Sarah López

Nein, nominiert ist die Playa de Palma nicht für die längsten Bauarbeiten an einer Promenade. Auch nicht für die größten Exzesse. Es geht um etwas anderes: Die Playa de Palma wurde für einen Architekturpreis nominiert. Aus 209 Projekten, die die regionalen Architektenkammern spanienweit ausgewählt hatten, hat es der Zukunftsplan für die Playa de Palma in die letzte Runde mit 25 Finalisten geschafft. Am 9. Juni wird sich im Teatro Alcázar in Madrid zeigen, ob die Playa mit einem der spanischen Architekturpreise im Bereich Stadtplanung ausgezeichnet wird.

Die Preise vergibt der Oberste Rat der Architektenkammern Spaniens (CSCAE) in sechs Kategorien, die auf universellen, kulturellen, künstlerischen, beruflichen und ethischen Werten basieren. Hinzu kommen drei besondere Ehrungen: der Preis für spanische Architektur, der Preis für spanische Stadtplanung und der Preis für Beständigkeit.

Modernisierungsbedarf

Im Fall der Playa de Palma handelt es sich um ein Projekt, das noch nicht umgesetzt wurde. Dass dieses Projekt Zukunftsmusik ist, weiß auch der CSCAE, der die Playa einleitend als "ein etabliertes Reiseziel, das vor dem Hintergrund der Klimakrise und des Verlusts der Artenvielfalt einer umfassenden Modernisierung bedarf" beschreibt. In den kommenden zehn Jahren plant die Stadt, bis zu 300 Millionen Euro in die Erneuerung der Urlauberhochburg zu investieren. Dabei setzt das Projekt auf Umweltschutz, Nachhaltigkeit und eine deutlich grünere Playa.

Und genau diese strategische Zukunftsplanung der Urlauberhochburg wird vom Obersten Rat der Architektenkammern gewürdigt: "Es wird vorgeschlagen, Straßen und Parks durch naturbasierte Lösungen, nachhaltige städtische Entwässerungssysteme und eine angepasste Wiederbepflanzung zu renaturieren, wobei Kriterien in den Bereichen Energie, Mobilität, Wasser, Materialien und Müllbeseitigung berücksichtigt werden", schreiben sie in der Präsentation der Finalisten. Eigentlich das komplette Gegenprogramm zum aktuellen Stand der Dinge in der Hochsaison.

Wesentlich grüner als heutzutage: So soll es in Zukunft an der Playa de Palma aussehen.

Wesentlich grüner als heutzutage: So soll es in Zukunft an der Playa de Palma aussehen. / CSCAE

Was soll sich an der Playa verändern?

In Zukunft soll die Playa de Palma wesentlich grüner werden. Ein umfassender Verschönerungsplan ist in drei Phasen geplant – für Can Pastilla, Les Meravelles und S’Arenal. Auch nahe gelegene Naturflächen wie Es Carnatge und Ses Fontanelles sollen besser geschützt und aufgewertet werden.

Neben Parks und Grünflächen soll auch die Infrastruktur erneuert werden. Vorgesehen sind unter anderem neue Regenwasserkanäle, eine bessere Beleuchtung, modernisierte Abwasserleitungen und Verbesserungen bei der Wasserversorgung.

Auch die Mobilität an der Playa soll sich verändern. Geplant sind neue Parkflächen, der Ausbau von BiciPalma sowie langfristig die Bahnlinie Palma–Llucmajor mit mehreren Stationen im Bereich der Playa de Palma.

Die vollständigen 36 Punkte, die die Stadt Palma im Juni präsentiert hat, finden Sie hier.

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