Was erwartet mich am Strand auf Mallorca, welche "playas" sind für Besucher mit Behinderung besonders leicht zugänglich, wo ist es hingegen schon viel zu voll oder Baden wegen roter Flagge gar verboten? Darüber gibt beinahe in Echtzeit eine neue App Auskunft. „Platges de Mallorca“ ist ein Gemeinschaftsprodukt des Inselrats und des Rathauses von Palma, die Gemeindeverwaltung hatte die Anwendung zunächst nur für die Stadtstrände konzipiert. Die Balearen-Regierung wiederum steuert die bewährten Inhalte des mehrsprachigen Strand-Portals platgesdebalears.com bei.

Die App auf Deutsch nutzen

Zunächst können Nutzer am linken oberen Rand die Sprache auf Deutsch ändern. Die Übersetzung weist nur kleinere Fehler auf. Wer sich zunächst einen Überblick verschaffen will, kann „Alle Gemeinden“ angewählt lassen und auf den blauen Pfeil klicken. Dann erscheint eine alphabetische Übersicht der Strände mit Strandaufsicht nach Gemeindenamen (z. B. Alcúdia). Die Cala Torta etwa ist also unter „Artà“ aufgeführt, der Strand von Porto Cristo unter „Manacor“. In den Einträgen sieht man dann die aktuelle Strandauslastung in Prozent. Die Farbe der Icons links (in Grün, Gelb etc.) gibt zusätzlich an, ob die Auslastung „gering“, „mittel“, „hoch“ oder „sehr hoch“ ist. Praktisch sind auch die Fotos vom Strand, für alle Besucher, die noch nicht dort waren.

Die Symbole richtig deuten

Darunter sind Informationen zur maximal empfohlenen Strandauslastung und zur Barrierefreiheit aufgeführt. Die Playa de Muro etwa (s. Foto) ist per Holzsteg zugänglich und verfügt über speziell für Personen mit Einschränkungen reservierte Strandbereiche. Rechts unten wird zudem angezeigt, welche Flagge gerade am Strand weht. Bei Rot sollten Sie besser einen anderen Strand aufsuchen. Aufgeführt ist des Weiteren das Aktualisierungsdatum.

Per Karte suchen

Wer auf das Kartensymbol rechts oben klickt, öffnet eine Karte von Mallorca, auf der die in der App aufgeführten Strände zum einen geografisch verordnet sind. Zum anderen sehen Nutzer auf einen Blick, welche Flagge dort weht und – zumindest bei näherem Hinzoomen – wie hoch die Strand- auslastung ist und ob der Strand barrierefreundlich ist (blaues Rollstuhl-Fahrer-Symbol). Mit der Karte lassen sich Strände in der Region finden, in der man sich gerade befindet oder die man immer schon einmal erkunden wollte. Auch nach Gemeinde können Strände gesucht werden.

Noch nicht aktualisiert sind bislang die Infos unter „Verhaltensvorgaben“. Hier steht etwa, dass die Strände von 22 bis 6 Uhr schließen. Richtig ist derzeit 0 Uhr.