Überfüllung? Mit diesen Tricks entgehen Sie auf Mallorca den Menschenmengen
Die Insel ist im Hochsommer teils übervoll. Doch mit dem perfekten Timing kann man überfüllte Orte vermeiden – und Mallorca so richtig genießen

Manche mögen’s eng. Wer nicht dazugehört, der kann mit dem richtigen Zeitplan selbst im Hochsommer Bewegungsfreiheit genießen. / FOTO: ATIENZA/EFE
Menschenmassen können ganz schön nerven. Doch auch im Hochsommer auf Mallorca kann man mit geschickter Planung die ganz großen Ansammlungen vermeiden. Grundsätzlich gilt: Weder Urlauber noch Mallorquiner sind als Frühaufsteher bekannt. Wer in den „frühen“ Morgenstunden – vor 9.30 Uhr – auf der Insel unterwegs ist, der kann in der Regel davon ausgehen, dass er – von Ausnahmen abgesehen – nicht auf allzu viele Menschen stoßen wird.
Märkte
Die Frühaufsteher-Strategie empfiehlt sich vor allem beim Besuch von Floh- oder Wochenmärkten. Die meisten Stände sind um 8.30 Uhr bereits aufgebaut. Wer um diese Uhrzeit vor Ort ist, kann sich selbst auf den angesagtesten Märkten relativ frei bewegen – und natürlich auch noch die besten Schnäppchen machen. Weiterer Vorteil: Die Temperaturen sind dann noch deutlich angenehmer als zu fortschreitender Stunde.
Strände
Auch ein Strandbesuch kann zu einem ganz neuen Erlebnis werden, wenn man bereits vor 9 Uhr da ist und sein Handtuch ohne Rücksicht auf wie Ölsardinen daliegende Nachbarn ausbreitet. Nicht ganz so niedrig wie morgens, aber doch niedriger als mitten am Tag ist der Mensch-pro-Quadratmeter-Quotient in den frühen Abendstunden: Wenn die Urlauber gegen 18 Uhr Richtung Hotelbuffet streben, stecken viele Mallorquiner gerade erst ihren Zeh in den Sand. Kein Wunder: Dann ist es nicht nur leerer, sondern auch stimmungsvoller. Und Parkplatzgebühren fallen so spät auch meist weg.
Innenstadt Palma
„Operation Wolke“ ist unter den Bewohnern Mallorcas bereits ein feststehender Begriff. Will heißen: Bei nicht so gutem Wetter zieht es die Urlaubermassen in die Stadt statt an den Strand. Wer es nicht so voll mag, sollte folglich antizyklisch agieren und regnerische Tage anders verbringen. Etwas leerer ist es in Palmas Innenstadt ansonsten außerdem zur Mittagszeit – da fallen zumindest die zu Tisch sitzenden Einheimischen schon mal weg. Aber Achtung: Außerhalb der Ferienzeiten nicht an den Stoßzeiten an- oder abreisen!
Verkehr
Palmas Ringautobahn und jegliche Zufahrtsstraßen in die Hauptstadt sind eine der anfangs erwähnten Ausnahmen der Frühaufsteher-Hypothese. Zwischen 7.45 und 9.15 Uhr sollte jeder, der kann, die von Berufspendlern eingenommenen Straßen meiden. Auch die Rushhour gegen 16 Uhr ist kein guter Zeitpunkt, um in oder um Palma im Auto unterwegs zu sein. Dafür hat man am späten Vormittag oder am Wochenende meist einigermaßen freie Fahrt.
Supermärkte
Selbst wer sich im Hochsommer hauptsächlich in den eigenen Wänden verkriecht, kommt nicht umhin, auch mal einkaufen zu gehen. Da die Mehrzahl der Supermärkte erst um 9 Uhr morgens öffnet, ist der frühe Vogel hier machtlos. Besser: Dann gehen, wenn zumindest die Spanier essen und Siesta halten. Zwischen 14.30 und 16.30 Uhr geht es in der Regel etwas ruhiger zu.
Einkaufszentren
Auch Shopping in den großen Malls ist nicht immer gleich nervenaufreibend. Vormittags oder mittags unter der Woche kann man den Massenansturm umgehen, der ab nachmittags einsetzt. No-Gos sind verkaufsoffene Feiertage oder Wochenenden.
Vergnügungsparks
Gleiches gilt für Aqualand, Western Water Park, Dinosaurierland und Co. Wer sich dort unter der Woche vergnügt, kann Glück haben und muss nicht lange Schlange stehen.
Abonnieren, um zu lesen
- Habe meine geheimen Wege, auf denen ich keinen Urlaubern begegne': Mallorca-Schauspielerin Christine Neubauer ganz privat im MZ-Interview
- Mallorca robbt in Richtung 30 Grad: So wird das Wetter in den kommenden Tagen
- Waghalsige Manöver auf der Autobahn kosten 19-jährigen Motorradfahrer auf Mallorca das Leben
- Abstieg in die zweite Liga so gut wie besiegelt: Wie Real Mallorca das Wunder rechnerisch noch schaffen könnte
- Man wird zu Abfall der Gesellschaft': Wie es den letzten Besetzern im alten Gefängnis auf Mallorca geht
- „Sie nennen uns die Plage“: Warum es selbst manchen Radfahrern inzwischen auf Mallorca zu viel wird
- Lieferdienste von Supermärkten: So sparen Sie sich auf Mallorca den Gang ins Geschäft
- Verkehrschaos rund um Sóller: Gemeinde sieht sich mit dem Problem alleingelassen
