Auch für das Meer vor Mallorca gibt es jetzt Benimmregeln
Ein nett gestaltetes knapp dreiminütiges Video klärt Urlauber und Einheimische am Steuer eines Bootes darüber auf, was sie zu tun und zu lassen haben

Redaktion MZ
Unfälle verhindern und gleichzeitig die Bootsführer auf Umweltauflagen auf dem Meer hinweisen – das ist das Ziel einer Kampagne von FANMED, der Vereinigung für Wassersport und Umweltschutz auf den Balearen, der zehn Verbände aus der Nautikwelt angehören. Ein knapp dreiminütiges Video erklärt die Regeln auf dem Meer.
Die sogenannte guía náutica richtet sich dabei an Einheimische wie auch an Urlauber, die während ihres Aufenthalts auf Mallorca ein Boot mieten. Deshalb ist das Video auch auf fünf Sprachen verfügbar: neben Spanisch und Katalanisch auch auf Deutsch, Französisch und Italienisch.
Zugang per QR-Code
An den Übersetzungen gibt es kaum etwas auszusetzen, die Botschaften sind einfach verständlich, die Gestaltung ist ansprechend mit vielen kleinen Bildchen. Um die Guía Náutica bekannt zu machen, hat FANMED in den Sporthäfen der Insel Flyer ausgelegt, auf die ein QR-Code aufgedruckt ist. Damit gelangen Smartphone-Nutzer zum Video.
Los geht dieses mit dem Aufruf „Hilf uns, unser Meer und unsere Küste zu schützen“, gefolgt vom Appell, das Boot erst einmal gründlich zu überprüfen, bevor die Fahrt beginnt. Den Aufruf begleiten Bilder von Utensilien, die in Schuss sein sollten, darunter etwa die Funkausrüstung, das Steuerrad, die Batterie oder auch das Erste-Hilfe-Set. Danach zählt das Video eine Reihe von Regeln auf, die Bootsnutzer einhalten sollten, dies allerdings nicht thematisch geordnet, sondern ein wenig durcheinander.
Korrekt recyceln und biologisch abbaubare Reinigungsmittel verwenden
Zum Umweltkomplex gehört der Appell, Plastik, das im Meer schwimmt, einzusammeln, Wertstofftüten in verschiedenen Farben zu verwenden und dann an Land den Inhalt korrekt zu recyceln. Zur Reinigung des Bootes sollten biologisch abbaubare Reinigungsmittel verwendet werden. Fäkal- oder Bilgenwasser dürfen nicht im Meer entsorgt werden.
Wer an einer ökologischen, nicht aus Beton gegossenen Boje ankern möchte, sollte diesen Liegeplatz unter portsib.es vorab buchen. Verletzte Meerestiere können unter der Nummer 112 gemeldet werden. Diese Nummer sowie der Kanal 16 gelten auch für Bootsausflügler, die selbst in Not geraten.
Genug Abstand für mehr Sicherheit
Zu den Sicherheitsaspekten gehört die Erinnerung an die Regel, in Strandnähe nicht schneller als drei Knoten zu fahren und darüber hinaus immer mindestens in einem Abstand von 200 Metern zum Strand sowie jederzeit außerhalb der als Badestellen markierten Bereiche unterwegs zu sein. Auch ein Abstand von mindestens 50 Metern zur Küste muss jederzeit eingehalten werden. Nutzer von Jetskis weist das Video darauf hin, dass sie zwischen Schiffen ebenfalls nicht schneller als drei Knoten fahren dürfen.
Ferner gilt ein Sicherheitsabstand von 100 Metern zu Paddle-Surfern, Kajakfahrern und Kanuten sowie zu Tauchern. Wer trinkt, solle sich nicht ans Steuer eines Bootes setzen – eine Regel, die häufig missachtet wird. Darauf hingewiesen wird auch, beim Ankern immer den Bug gegen den Wind auszurichten und immer auf Sand zu ankern. Den Anker über Seegraswiesen zu werfen, ist selbstverständlich tabu.
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