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Richtig schnorcheln vor der Küste von Mallorca: die besten Tipps und Tricks

Die Insel hat nicht nur an Land einiges zu bieten. Rund um die Insel finden sich tolle Spots zum Erkunden der Unterwasserwelt. Mehr noch: Es ist ganz einfach, so Sie diese Kniffe beachten

l | FOTOS: JASMIN HICKMAN

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Jasmin Hickman

Jasmin Hickman

Der richtige Flossenschlag

Natürlich kann man auch ohne Flossen schnorcheln, aber bei längeren Strecken oder etwas mehr Seegang sind Flossen nicht nur sinnvoll, sondern bieten auch mehr Sicherheit.

Der Schub beim Schnorcheln kommt über den Flossenschlag unter Wasser. Dabei arbeitet man mit lang gezogenen Beinen aus der Hüfte heraus. Die Bewegung nur über die Knie zu tätigen, kann auf Dauer zu Schmerzen in den Kniegelenken führen. Achtung: Mit Flossen ist das Gehen an Land schwierig. Versuchen Sie, wenn es nicht anders geht, rückwärts zu gehen. Besser noch: Ziehen Sie die Flossen erst im Wasser an.

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Welche Flosse ist die Richtige?

Es gibt prinzipiell drei Arten von Flossen, die man zum Schnorcheln einsetzen kann:

  • Schnorchelflossen haben ein Fußteil und man kann sie barfuß tragen. Vorteil: Sie sind leicht und handlich. Nachteil: Man kann mit ihnen nicht an Land gehen und sie verursachen oft Blasen.
  • Geräteflossen trägt man mit Boots (Füßlingen). Vorteil: Man muss an Land nicht barfuß laufen, sondern kann die Boots wie Schuhe tragen. Bei guter Passform entstehen keine Blasen. Nachteil: Man muss die Boots immer dabeihaben.
  • Apnoeflossen zeichnen sich durch ein deutlich längeres Flossenblatt aus. Vorteil: Sie geben einen sehr großen Schub unter Wasser. Nachteil: Sie sind sehr schwer und unhandlich.
Richtig schnorcheln: die besten Tipps und Tricks

Richtig schnorcheln: die besten Tipps und Tricks / Jasmin Hickman

Lycrashirt oder Neoprenanzug?

Ein Lycrashirt schützt den Oberkörper beim Schnorcheln vor Sonnenbrand. Wer sich nicht nur vor der Sonne schützen möchte, sondern auch vor Quallen, sollte lieber einen dünnen Neoprenanzug als Shorty oder auch als Komplettanzug wählen. Der Anzug hat einen weiteren Vorteil: Man kühlt nicht so schnell aus, was bei ausgiebigen Schnorcheltouren selbst in wärmeren Gewässern vorkommen kann. Allerdings muss man beachten: Neoprenanzüge haben Auftrieb, und zum Abtauchen benötigt man einen Bleigurt.

Welche Maske ist die Beste?

Es gibt ungemein viele Maskenmodelle auf dem Markt. Grundsätzlich lassen sich aber Einglas- von Zweiglasmasken unterscheiden. Der Vorteil von Zweiglasmasken: Man kann optische Korrekturgläser einsetzen!

Immer beliebter werden die speziellen Vollgesichts-Schnorchelmasken. Vorteil: Man hat einen perfekten Rundumblick und kann nicht nur über den Mund, sondern auch über die Nase atmen. Vollgesichtsmasken haben aber einen klaren Nachteil: Man kann mit ihnen nicht abtauchen, da ein Druckausgleich über die Nase nicht möglich ist. Außerdem besteht bei diesem Maskentyp das Risiko der CO₂-Rückatmung. Durch die Begrenzung des Luftaustauschs innerhalb der Maske kann sich das ausgeatmete CO₂ ansammeln und zu einem Anstieg des CO₂-Gehalts in der Atemluft führen. Dies kann zu Symptomen wie Schwindel, Kopfschmerzen und im schlimmsten Fall zur Bewusstlosigkeit führen. Achten Sie deshalb beim Kauf einer Vollgesichtsmaske unbedingt darauf, dass ausreichend Belüftungssysteme vorhanden sind.

Wie stelle ich fest, ob die Maske passt?

So prüfen Sie, ob Ihr Wunschmodell auch zu Ihrer Kopfform passt: Die Maske locker auf das Gesicht legen, ohne das Maskenband umzulegen. Jetzt leicht durch die Nase einatmen, damit sie ans Gesicht gesaugt wird. Dort sollte sie haften bleiben, auch wenn man den Kopf nach unten hält. Nur so ist ein guter Sitz gewährleistet, und es wird verhindert, das Wasser in die Maske eindringt.

Was tun, wenn Wasser in die Maske läuft?

Die Maske sitzt nicht optimal, Haare werden versehentlich eingeklemmt oder der Bart ist zu lang – es gibt viele Gründe, warum Wasser in die Maske läuft. So werden Sie es wieder los: 1. Maske am oberen Rahmen an den Kopf pressen. 2. Mit der Nase in die Maske atmen. 3. Kopf dabei nach hinten neigen, damit das Wasser mit dem Luftstrom aus der Maske entweichen kann.

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Schnorcheln / Jasmin Hickman

Immer den Durchblick behalten

Neue Masken haben einen Silikonfilm auf den Gläsern, den man entfernen muss. Dazu entweder die Gläser mit Zahnpasta (kein Gel) einreiben und abspülen, oder den Silikonfilm vorsichtig mit einem Feuerzeug ausbrennen. Dabei immer den Silikonrand aussparen.

Ein absoluter Geheimtipp gegen beschlagene Maskengläser ist Baby-Shampoo! Einfach einen Tropfen vor dem Abtauchen in die Gläser geben, verreiben, kurz mit Wasser ausspülen und fertig! Keine Sorge, wenn noch Rückstände in der Maske sind, das Baby-Shampoo ist augenfreundlich. Der Klassiker bleibt aber: auf die Gläser spucken, verreiben und abspülen.

So tauchen Sie richtig ab

Möchten Sie Meeresbewohner aus der Nähe beobachten, müssen Sie abtauchen. So geht’s: Tief Luft holen und anhalten, den Oberkörper einklappen und senkrecht mit gestreckten Beinen in die Tiefe gleiten. Mit ein paar Flossenschlägen kommt man ohne große Kraftanstrengung ans Ziel. Wichtig ist dabei der ständige Druckausgleich über die Nase.

Reiche Unterwasserwelt: ein Schnorchler in einer der Buchten an der Nordwestküste der Insel.

Richtig abtauchen / Jasmin Hickman

Druckausgleich ist wichtig!

Das Abtauchen erfordert einen Druckausgleich. Ohne Druckausgleich merkt man schon ab einer Tiefe von zwei Metern ein Stechen im Ohr. Der Schmerz wird mit zunehmender Tiefe intensiver. So funktioniert der Druckausgleich: Halten Sie mit Daumen und Zeigefinger Ihre Nase zu. Blasen Sie vorsichtig Luft gegen die verschlossene Nase, bis Sie das typische Knack-Geräusch in den Ohren bemerken. Wenn das nicht funktioniert, sollten Sie höher tauchen und es noch einmal versuchen.

Wie bläst man den Schnorchel aus?

Nach dem Abtauchen kann sich im Schnorchel Wasser ansammeln. Kein Grund zur Panik, tauchen Sie auf und pusten Sie kräftig durch den Schnorchel, bis das Wasser wieder entfernt ist. Die Profi-Methode geht so: Man lässt bereits beim Auftauchen etwas Luft über den Mund in den Schnorchel ab. Die Luft dehnt sich beim Aufstieg aus und verdrängt das Wasser im Schnorchel.

Richtig schnorcheln: die besten Tipps und Tricks

Richtig schnorcheln: die besten Tipps und Tricks / Jasmin Hickman

Vorsicht vor Dehydration!

Auch wenn wir beim Schnorcheln von Wasser umgeben sind: Das salzhaltige Wasser lässt den Körper sehr schnell austrocknen. Deshalb sollte man vor und nach dem Schnorcheln viel Wasser trinken.

Richtig schnorcheln: die besten Tipps und Tricks

Richtig schnorcheln: die besten Tipps und Tricks

Immer auf Boote achten!

Schnorchler sind gerade bei Wellengang nicht leicht zu erkennen. In Gebieten mit regem Bootsverkehr ist deshalb eine sogenannte Schnorchel- oder Schwimmboje sinnvoll. Dabei handelt sich um eine signalfarbene, aufblasbare Boje, die mit einem Seil am Fuß des Schnorchlers befestigt wird. Gerade mit Kindern kann solch eine Boje praktisch sein, da man sie auch sehr gut zum Verschnaufen nutzen kann.

Abstand halten

Immer Abstand vom Grund, Felsen und Meeresbewohnern halten! Mit einem unbedarftem Flossenschlag kann man schnell etwas zerstören. Ganz nebenbei können Kollisionen mit stacheligen und stechenden Meereslebewesen schmerzhaft sein.

Die goldene Regel

Anschauen und fotografieren – ja! Anfassen und mitnehmen – nein! Lassen Sie auch verlassene Muscheln auf dem Grund liegen. Meist dienen sie anderen Meerestieren als Versteck.

Was bedeutet „Tempered“ auf den Gläsern? Aus Sicherheitsgründen werden die meisten Masken aus Temperglas hergestellt: Das Glas zerbröselt bei Zerstörung in kleine Stücke mit wenigen scharfen Kanten.

Wenn Sie trotz aller Vorsicht von einer Qualle gestochen werden, sollten Sie die in vielen Buchten stationierten Rettungsschwimmer aufsuchen. Ein guter Tipp ist, Essig auf die betroffenen Hautstellen zu geben. Die Essigsäure verhindert, dass weitere Nesselkapseln auf der Haut platzen und ihr Gift freisetzen.

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