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Wegen Sturm-Chaos auf Mallorca: 180 Passagiere sollen aussteigen und am Airport warten – dann startet der Flieger ohne sie

Über einen besonders bizarren Fall im Flugchaos der vergangenen Woche berichtet die "Saarbrücker Zeitung"

Un weg war die Maschine: Die Passagiere waren nicht an Bord.

Un weg war die Maschine: Die Passagiere waren nicht an Bord. / Andreas Wiese

Redaktion MZ

Redaktion MZ

Das Sturm-Chaos vergangene Woche hat nicht nur auf der Insel für viele nervenzehrende Momente unter den Mallorca-Urlaubern gesorgt. Über einen besonders bizarren Fall berichtet nun die "Saarbrücker Zeitung".

Demnach sollte eine Eurowings-Maschine am vergangenen Mittwoch (14.8.) um 11.05 Uhr von der saarländischen Hauptstadt auf die Insel starten. Der Check-in und auch das Boarding seien normal verlaufen, berichtet eine Passagierin dem Blatt. Doch als die rund 180 Passagiere – darunter auch zahlreiche Familien mit kleinen Kindern – im Flugzeug saßen, kündigte der Pilot an, man könne wegen der Wetterprobleme in Palma noch nicht starten. Mindestens zwei Stunden würden vergehen, bis man losfliegen könne.

Drei Stunden im Flieger ausgeharrt

Wie sich zeigen sollte, war dies sehr konservativ geschätzt. Drei Stunden lang harrten die Urlauber im Flieger aus, bis die nächste Ansage kam. Bis 16 Uhr sei der Airport der Insel mindestens geschlossen. Der Kapitän der Maschine forderte die Wartenden auf, den Flieger zu verlassen, um sich die Beine zu vertreten – auch das Handgepräck sollten sie mitnehmen.

Als die Passagiere am Gate warteten, bemerkten sie nach einer Weile, dass sich die Maschine in Bewegung setzte – und kurz darauf abhob. Über die App "Flightradar24" konnten sie zudem live mitverfolgen, wie die Maschine in Richtung Mallorca flog. Später wurde der Flug auf den Monitoren des Airports Saarbrücken als storniert angezeigt. Auch eine Durchsage erfolgte. Den Passagieren wurden alternative Routen ab Düsseldorf oder Köln-Bonn angeboten.

Das sagt die Airline

Doch wie kam es dazu, dass der Flieger oder Passagiere losflog? Eurowings erklärte gegenüber der "Saarbrücker Zeitung", man habe früher als erwartet die Startfreigabe von Palma erhalten. Es gab zwei Optionen: Entweder das Boarding beginnen, was 30 Minuten gedauert und dazu geführt hätte, dass man den Slot für die Landeerlaubnis verpasst – was wiederum zu stundenlangen Wartezeiten hätte führen können. Oder eben ohne Passagiere abheben. Da unter anderem auch Passagiere auf Mallorca auf ihren Rückflug nach Saarbrücken warteten, entschied man sich für die zweite Option.

180 Personen dürfte es schwergefallen sein, dies nachzuvollziehen. /pss

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