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Exzesse im Flugzeug: Ryanair-Chef fordert Alkohol-Limit an Flughäfen

Der Unternehmer begründet den Vorstoß mit der zunehmenden Gewalt an Bord

Eine Maschine von Ryanair (Symbolfoto).

Eine Maschine von Ryanair (Symbolfoto). / Thomas Banneyer/dpa

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Der Chef von Europas führender Billigairlinie Ryanair, Michael O'Leary, hat ein Verkaufslimit von Alkohol an Flughäfen gefordert. Der Unternehmer, der für seine unkonventionelle Kommunikationspolitik bekannt ist, begründete dies in einem Interview mit der britischen Zeitung "The Telegraph" mit der zunehmenden Gewalt an Bord von Flugzeugen. Als besonders problematisch identifizierte er Strecken, die Großbritannien, Irland und Deutschland mit beliebten Urlaubsdestinationen, wie etwa Mallorca, verbinden.

O'Leary erklärte, seine Sorge gelte vor allem dem Wohlbefinden der Kabinenbesatzung, die häufig Opfer von aggressiven Passagieren wird. Allerdings würden auch die gewalttätigen Vorfälle zwischen Fluggästen zunehmen. Nach Ansicht der Ryanair-Chefs liegt das vor allem daran, dass die Reisenden mittlerweile zusätzlich zum Alkohol auf aufputschende Substanzen setzen. "Früher sind sie einfach eingeschlafen, wenn sie betrunken waren. Aber jetzt konsumieren sie auch Tabletten und Pülverchen. Diese Mischung führt dazu, dass sie viel aggressiver und viel schwerer unter Kontrolle zu bekommen sind." Besonders problematisch sei es an Tagen, an denen es zu vielen Verspätungen kommt. Da hätten die Fluggäste viel mehr Gelegenheit, sich volllaufen zu lassen.

Das fordert der Ryanair-Chef

Konkret schlägt O'Leary vor, dass der Ausschank und der Verkauf von alkoholischen Getränken an Flughäfen auf zwei pro Bordkarte limitiert wird. Laut dem Unternehmer würde dies nicht die Einnahmen der Flughäfen gefährden. Allerdings räumte er ein, dass die Airports nicht gerade begeistert sind von dem Vorschlag. Auch habe er den Eindruck, dass die Behörden dem Problem nicht die nötige Priorität einräumen.

Ryanair selbst habe mittlerweile begonnen, das Handgepäck von Reisenden auf problematischen Strecken zu prüfen. Allerdings sei es für die Fluggesellschaften sehr schwierig, die betrunkenen Passagiere zu identifizieren, vor allem wenn sie in Gruppen den Flieger betreten.

Balearen-Regierung forderte ebenfalls Alkohol-Verbot

Es ist nicht das erste Mal, dass Forderungen nach einem Alkoholverbot im Luftverkehr laut werden. Bereits 2017 hatte die Balearen-Regierung einen entsprechenden Vorschlag gemacht. Dieser wurde zwar viel debattiert und fand auch Unterstützung in der Branche. Konkrete Folgen hatte er aber keine.

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