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"Als ich ankam, war überall Blut": Eine Luxusmaklerin erzählt von den Exzessen der reichen Ausländer auf Ibiza

Alkohol, Drogen, Prostituierte – in den Villen von Mallorcas Nachbarinseln geht es mitunter ziemlich wild zu

Luxusvilla auf Ibiza.

Luxusvilla auf Ibiza. / Pixabay

Natalia Faeh ist Immobilienmaklerin auf Ibiza, vermittelt Luxusvillen an die Ultrareichen, die ein paar Wochen oder Monate auf Mallorcas Nachbarinsel verbringen wollen. Gegenüber der "Sunday Times" hat sie nun aus dem Nähkästchen geplaudert über das, was sich diejenigen erlauben, die sich alles leisten können. "Ich habe wirklich ekelhafte Dinge gesehen", wird sie gleich zu Beginn des Artikels zitiert.

Die Profifußballer

Die 50-jährige Ukrainerin berichtet – stets ohne Namen zu nennen –, dass gerade bekannte Fußballer häufig über die Stränge schlagen. Dabei sei der unkontrollierte Konsum von Alkohol und Drogen sowie die Dienstleistungen von Prostituierten nur ein Aspekt. Nicht selten komme es zudem zu Diebstählen in den Villen, weil die jungen Profisportler kaum ein Auge darauf haben, wer alles bei den Partys das Haus betritt.

Im Bett mit einer anderen erwischt

In Erinnerung geblieben ist der Maklerin auch ein Kunde aus dem Nahen Osten. Dieser mietete eine Villa mit seiner Ehefrau an. Eines Tages erwischte ihn diese mit einer anderen Frau im Bett. Voller Wut warf sie eine Glasflasche nach ihrem untreuen Gatten. Allerdings traf das Geschoss nicht ihn, sondern das Schutzglas eines teuren Gemäldes. Als die betrogene Frau versuchte, die Scherben zu beseitigen, erlitt sie schwere Schnittverletzungen. "Als ich ankam, war überall Blut. Ich sagte ihnen, dass sie vier Stunden Zeit haben, um das Haus zu verlassen."

Die verschmähten Prostituierten

Ohnehin seien die Gäste aus dem Nahen Osten bekannt für ihre Vorliebe für Prostituierte – und das sorgt bei der Maklerin nicht selten für Kopfschmerzen. Denn die Herren verlieren schnell das Interesse an den Frauen, die sie aus ganz Europa einfliegen. Und dann stehen diese auf der Straße. Häufig muss dann Faeh deren Rückreise organisieren.

Ein Tross an jungen Männern

Ein Stammgast der Maklerin ist ein lateinamerikanischer Multimillionär. Dass dieser seine Gattin lieber daheim lässt, wenn er auf die Insel kommt, hat einen Grund: Denn ihn begleitet stets ein ganzer Tross an athletisch gebauten jungen Männern, die ihm abwechselnd im Bett Gesellschaft leisten.

Dieser Gast habe zudem eine Garage voller teurer Sportwagen in Málaga. Diese werden für seine Besuche auf Ibiza per Fähre auf die Insel gebracht. Auch am Entertainment spart der Mann, den Faeh als sehr gebildet beschreibt, nicht. So habe er einmal eine Opernsängerin aus Barcelona eingeflogen, damit sie für ihn und seine Gäste Stücke aus "Carmen" singt.

Drei Monate im Schlafzimmer

Deutlich problematischer derweil war ein Multimillionär aus Mailand, der drei Monate lang während der Corona-Pandemie in einer Villa wohnte. "Er verbrachte die ganze Zeit im Schlafzimmer, offenbar um Drogen zu nehmen. Ich hatte Angst, dass er sich dort umbringen würde", so die Maklerin. Die Sorge war nicht ganz unberechtigt. Gerade einmal zwei Wochen nach der Rückkehr nach Mailand verstarb er an einem Herzinfarkt.

Die anderen

Zahlreiche Abenteuer, die sie erlebt hat, hin oder her: Faeh betont in dem Artikel auch, dass nicht alle Reichen so seien. Häufig seien Kunden auch auf der Suche nach einem romantischen Ort, um einen Heiratsantrag zu machen, – und manche wollen einfach ein paar ruhige Tage auf Ibiza verbringen.

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