Ausflugsziel mit Panorama-Blick: Mit etwas Glück soll das Kloster Puig de Maria zu Ostern wiedereröffnen
Laut dem Gemeindepfarrer von Pollença, Francesc Vicenç, sollen die Renovierungsarbeiten so schnell wie möglich starten

Das Kloster auf dem Puig de Maria. / Brigitte Rohm
Zwei Jahre lang standen beherzte Wanderer und Pilger, die den malerischen Puig de Maria bei Pollença erklommen hatten, beim Kloster auf dem Gipfel des 330 Meter hohen Berges vor verschlossenen Türen. Nun soll die historische Anlage umfassend renoviert werden und baldmöglichst wiedereröffnen. Presseberichte, die vermeldet haben, dass es mit der Cafeteria schon zu Ostern 2025 wieder losgehen wird, kann der zuständige Gemeindepfarrer Francesc Vicenç auf Nachfrage der MZ jedoch nicht ganz sicher bestätigen.
Das Projekt sei von der Abteilung für Kulturerbe des Inselrats abgesegnet worden, erklärt der Rektor des Puig de Maria. "Nun fehlt aber noch die letzte Genehmigung vonseiten des Rathauses, um mit den Restaurierungsarbeiten beginnen zu können. Unser Wunsch ist, dass wir dieses Jahr die Cafeteria wiedereröffnen können – und im Idealfall schon am Ostermontag, denn das ist der Tag, an dem wir alle zum Puig de Maria hinaufsteigen."
Es hängt am Rathaus und den Maurern
Ob der fromme Wunsch Wirklichkeit werde, hänge nun zum einen an der Geschwindigkeit, die die Gemeindeverwaltung an den Tag legt, zum anderen am Tempo bei der praktischen Umsetzung, die wiederum mit der Verfügbarkeit der Maurer zu tun habe. "Da gibt es viele Faktoren, bei denen etwas schiefgehen kann, aber wir hoffen, dass es nicht soweit kommt. Denn ich möchte wirklich gerne zu Ostern loslegen und werde dazu alles in meiner Macht Stehende tun", betonte Vicenç. Sobald die Genehmigung und die Handwerker da sind, sollen die Arbeiten direkt starten.
Für diese erste Phase des Projektes stehe die Finanzierung im Prinzip. Sie komme aus eigenen Mitteln, vonseiten der Vereinigung Obreria del Puig – möglicherweise ergänzt mit etwas Unterstützung durch den Inselrat. "Was die zweite Phase betrifft, die eine Renovierung der Herberge beinhaltet, führen wir derzeit Gespräche mit dem Bistum. Die insgesamt benötigten rund 1,7 Millionen Euro sind sehr viel Geld", so der Gemeindepfarrer. Ein Mix aus öffentlichen Mitteln und privaten Spenden, für die eigens ein Bankkonto eingerichtet wurde, soll die Umsetzung der Pläne ermöglichen.

Spektakuläre Ausblicke vom Gipfel des Puig de Maria. / Brigitte Rohm
Herberge nach Wunsch ab 2026 wieder in Betrieb
Die Klosterherberge des Santuari de la Mare de Deú del Puig könnte dann, wenn alles nach Plan läuft, 2026 wieder ihre Pforten öffnen. Bei den Arbeiten sollen die Zimmer, die Platz für Gäste aller Art bieten – Doppelzimmer, Mehrbettzimmer und Unterkünfte für Familien – an die neuesten Vorschriften angepasst werden. Zudem ist vorgesehen, verschiedene Bereiche des historischen Komplexes zu sanieren.
Bis alle Einheiten des Klosters, dessen Gründung auf das Jahr 1348 zurückgeht, wieder in Betrieb sind, braucht es also noch ein wenig Geduld. Eine Wanderung hinauf lohnt sich aber auch ohne Übernachtung und gastronomisches Angebot: Die Aussicht auf Pollença, die Serra del Cavall Bernat und bis in das Tal Vall de Bóquer ist spektakulär. Solange die Cafeteria noch nicht wieder geöffnet hat, bietet sich der Vorplatz der Kirche für ein Picknick an.
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