Wieder Ärger bei Ryanair: Passagier muss 90 Euro nachzahlen, weil das Handgepäck einen Zentimeter zu groß ist
Bei vorherigen Flügen mit demselben Gepäckstück gab es keinerlei Probleme

Symbolfoto einer Ryanair-Maschine / Ryanair
Schon wieder Ärger bei einem Mallorca-Flug mit Ryanair: Bereits in der vergangenen Woche berichtete die MZ, wie Passagiere der Fluggesellschaft Ryanair wegen angeblich zu großem Handgepäck zu hohen Nachzahlungen aufgefordert wurden. Jetzt zeigt sich, dass es sich dabei nicht um einen Einzelfall handelt.
Auch Pierre K. wurde am 1. Februar auf seinem Flug von Manchester nach Palma wegen eines angeblich zu großen Gepäckstücks zur Kasse gebeten. "Einer der Mitarbeiter bat mich, meinen Koffer in die Messvorrichtung zu stellen. Er sprach laut, unverständlich und gereizt", schildert K. die Situation. Das tat Pierre K. dann auch ohne Diskussion. "Mein Koffer passte in alle Richtungen perfekt. Lediglich auf der offenen Gestellseite trat die Kofferverkleidung etwa einen Zentimeter über das Gestell hinaus", sagt der Passagier. Daraufhin wies der Mitarbeiter unfreundlich darauf hin, dass es sich hierbei um Übergepäck handele, kein Handgepäck mehr sei und in den Frachtraum müsse.
Hohe Nachzahlung nach Diskussion
Insgesamt 91 Euro forderten die Ryanair-Mitarbeiter daraufhin von Pierre K., die dieser dann nach einer kurzen Diskussion schließlich auch bezahlte. Sein Handgepäckkoffer musste jedoch nicht wie von dem Mitarbeiter gefordert in den Frachtraum, denn K. bestand darauf, diesen wie bezahlt als Handgepäckstück mitzuführen. Entgegen der Einwände des Mitarbeiters passte dieser dann auch ohne Probleme in die Kofferablage. "Da ich in Spanien lebe, sehr viel kurzzeitig verreise, habe ich mir bereits vor Jahren einen passenden Handgepäckkoffer zugelegt. Mir wurde zuvor bestätigt, dass dieser die derzeitigen Bestimmungen erfüllt", erklärt Pierre K. gegenüber der MZ.

Der Koffer des Passagiers passte problemlos in die Gepäckablage. / PRIVAT
Vorher nie Probleme mit Ryanair
"Ich hatte nie Probleme mit Ryanair, ich bin immer mit demselben Koffer geflogen, und es wurde sich nie beschwert", sagt er. "Ich habe vier Flüge zusammen gebucht. Insgesamt habe ich für den Handgepäckzuschlag für alle Flüge rund 70 Euro bezahlt. Jetzt wegen eines nicht mal ein Zentimeter zu großen Koffers 90 Euro. Das ist ein Irrsinn", beschwert sich der Passagier.
Eine Beschwerde des Passagiers gegenüber Ryanair bliebt zunächst unbeantwortet. Auf Nachfrage der MZ erklärt ein Sprecher von Ryanair lediglich: "Der Passagier buchte einen Priority-Tarif für diesen Flug von Manchester nach Palma de Mallorca am 1. Februar, der es ihm erlaubte, ein kleines persönliches Gepäckstück und ein 10 kg schweres Handgepäckstück mit an Bord zu nehmen. Da das Handgepäckstück die zulässige Größe überschritt, wurde ihm vom Drittanbieter am Flughafen Manchester für die Unterbringung des Handgepäcks eine Standardgepäckgebühr berechnet."
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