Fluggesellschaft Vueling lässt 34 Skiurlauber am Flughafen Mallorca sitzen
Warum eine Reisegruppe aus Artà am Freitag (28.2.) vom Airport Son Sant Joan aus nicht nach Barcelona fliegen und von dort aus nach Andorra weiterreisen konnte

Letztlich sind alle Skiurlauber an ihrem Reiseziel angekommen. Ein Teil der Gruppe vor der Fährüberfahrt. / DM
Eine aus 56 Personen bestehende Reisegruppe aus Artà hat am Freitagmorgen (28.2.) auf ihrer Reise nach Andorra unerwartete Schwierigkeiten erlebt. Die Gruppe hatten die Reise über ein Reisebüro gebucht. Der Plan war, mit der Airline Vueling um 6.40 Uhr von Palma nach Barcelona zu fliegen. Trotz gültiger Bescheinigungen des Residenten-Rabatts fürs Reisen (certificado de residentes) verweigerte die Airline 34 Passagieren das Boarding.
Dank des Residenten-Rabatts fürs Reisen, den die Rathäuser auf Mallorca ausstellen, bekommen offizielle Mallorca-Resident 75 Prozent Rabatt auf Tickets für Flüge und Fährfahrten auf die Nachbarinseln, auf die Kanaren und aufs spanische Festland. Wie Sie an die Nachweise kommen, erklären wir hier.
Bescheinigungen in physischer Form nicht griffbereit
Laut den Betroffenen hatte die Mehrheit ihre Nachweise zuvor über das Reisebüro validiert, lediglich eine Person sollte sie am Gate vorzeigen. Vueling akzeptierte die bereits geprüften Dokumente jedoch nicht und verlangte sie von allen Mitreisenden. Da es mitten in der Nacht war, hatten viele ihre Unterlagen nicht physisch griffbereit. Innerhalb kurzer Zeit organisierten Angehörige und das Rathaus von Artà 35 fehlende Bescheinigungen, doch um 6.30 Uhr erklärte die Airline den Flug für geschlossen – obwohl der Start wegen einer zweistündigen Verspätung erst für 8.30 Uhr angesetzt war.
Die Passagiere reagierten wütend und mit Unverständnis. Besonders problematisch: Zwei minderjährige Kinder durften ohne ihre Eltern mitfliegen, während diese per Fähre nach Barcelona reisen mussten. Insgesamt ist es 22 Personen der Gruppe gelungen, per Flugzeug aufs Festland zu fliegen. Da eine Umbuchung für die restlichen Reisenden nicht möglich war, organisierten sich die 34 Zurückgebliebenen selbstständig eine Alternative: Mit dem Taxi fuhren sie zum Hafen von Alcúdia, nahmen eine Balearia-Fähre nach Barcelona und erreichten dort rechtzeitig ihren bereits gebuchten Bus nach Andorra.
Das sagte die Airline
Die Betroffenen machten ihrem Ärger in sozialen Netzwerken Luft. Vueling erklärte gegenüber Medien, dass das Bodenpersonal die auf den Meldebescheinigung (empadronamiento) aufbauenden Residenten-Rabatte fürs Reisen nicht ordnungsgemäß überprüfen konnte, weshalb die betroffenen Passagiere nicht an Bord durften. Eine sofortige Lösung wurde nicht angeboten, das Reisebüro empfahl den Reisenden jedoch, ihre Zusatzkosten zu dokumentieren, um eine Erstattung zu fordern. /sw
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