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Flughafen Mallorca: Mitarbeiter kritisieren mangelhaften Service für Menschen mit Behinderung

Nicht selten müssten Passagiere mehr als 30 Minuten im gelandeten Flugzeug ausharren, beklagt der Betriebsrat

Fluggäste, die Betreuung benötigen, müssen oft lange am Flughafen Mallorca warten.

Fluggäste, die Betreuung benötigen, müssen oft lange am Flughafen Mallorca warten. / DM

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Die Saison hat noch gar nicht angefangen, doch schon gibt es die ersten größeren Probleme am Flughafen Mallorca: Der Betriebsrat des Airports kritisiert schwere Mängel beim Betreuungsdienst für Personen mit eingeschränkter Mobilität. Grund für die "untragbare" Situation: fehlende Arbeitskräfte sowie völlig veraltete und nicht selten verschmutzte Rollstühle und Fahrzeuge.

Beleidigungen und Attacken

Das wirke sich nicht nur auf die Arbeitsbelastung des Personals aus, sondern auch auf die Servicequalität, auf die Reisende mit Behinderungen und ihre Angehörigen dringend angewiesen sind. Die veralteten Materialien stellten zudem ein Sicherheitsrisiko dar, kritisiert der Betriebsrat.

Nicht selten müssten Passagiere mehr als 30 Minuten im gelandeten Flugzeug ausharren, bis sich ein Mitarbeiter findet, der Zeit hat, um sie abzuholen. Andere müssten auf eigene Faust lange Strecken am Flughafen alleine oder mithilfe ihrer Mitreisenden bewältigen. Dies führe nicht selten zu Konflikten. "Wir werden beleidigt und verbal angegriffen", beklagen die Mitarbeiter, die den Flughafenbetreiber Aena sowie die für den Betreuungsdienst engagierte Firma Adelte für die Probleme verantwortlich machen.

Zu wenige Mitarbeiter

Der Betreuungsdienst für Reisende mit eingeschränkter Mobilität verfügt über 110 festangestellte Mitarbeiter und 200 Saisonkräfte. Letztere arbeiten aber häufig nur vier oder fünf Stunden täglich. Angesichts der Urlauberzahlen, die täglich am Airport ankommen, sei dies viel zu wenig. Die Firma biete häufig Last-Minute-Überstunden an und mache sich dabei die finanzielle Abhängigkeit der Mitarbeiter zunutze.

Die Mitarbeiter haben die Zustände mehrfach gegenüber den Behörden gemeldet. Allerdings habe dies noch keine spürbaren Konsequenzen gehabt. Sie fordern von Adelte unter anderem mehr Personal, neue Geräte, Vollzeitarbeit für die Saisonkräfte während der Sommermonate sowie eine klare Planung bei den Schichten. Schließlich, argumentiert der Betriebsrat, sei der Betreuungsdienst ein Grundrecht für die Passagiere.

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