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Autofahrer aufgepasst - diese kuriosen Bußgeldfallen gibt es in Spanien

Schon der falsche Gebrauch der Sonnenblende kann 200 Euro Strafe mit sich ziehen

Nicht zum Schminken an der roten Ampel gedacht: eine Sonnenblende im Auto.

Nicht zum Schminken an der roten Ampel gedacht: eine Sonnenblende im Auto. / EPI

Manuel Riu

Die spanische Guardia Civil verschärft derzeit ihre Verkehrskontrollen – mit besonderem Augenmerk auf ein Detail, das viele Autofahrer und Mitfahrer bisher kaum beachtet haben: die Sonnenblenden über Fahrer- und Beifahrersitz.

Wer etwa die Wartezeit an einer roten Ampel dazu nutzt, um sich zu schminken, riskiert eine Geldbuße von 200 Euro und den Abzug von zwei Punkten auf dem Führerschein (anders als in Deutschland werden in Spanien die Punke abgezogen und nicht addiert).

Weitere Ablenkungen beim Warten an der Ampel, die zumindest theoretisch sanktioniert werden können, sind das Blättern in einer Zeitschrift oder das Essen und Trinken.

Doch die Kontrolle beschränkt sich nicht nur auf den Fahrer. Auch Mitfahrende müssen sich an bestimmte Regeln halten. Hier sind die wichtigsten Vorschriften und Bußgelder, die auch Beifahrer betreffen – besonders für Urlauber und deutsche Autofahrer in Spanien relevant:

1. Sicherheitsgurt ist Pflicht – auch auf dem Beifahrersitz

Unabhängig davon, ob Sie das Fahrzeug lenken oder lediglich mitfahren: Der Sicherheitsgurt muss stets angelegt sein. Wird ein Verstoß festgestellt, droht eine Strafe in Höhe von 200 Euro, die vom Fahrgast selbst zu zahlen ist – nicht vom Fahrer oder Fahrzeughalter.

2. Zigaretten aus dem Fenster werfen

Ein gefährliches und teures Fehlverhalten: Wer eine Zigarette aus dem Fenster wirft, riskiert 500 Euro Strafe. Als Beifahrer bleibt es beim Bußgeld, Fahrer verlieren zusätzlich sechs Punkte auf dem Führerschein. Diese Maßnahme dient insbesondere dem Schutz von Motorradfahrern und der Umwelt.

3. Falsche Sitzhaltung kann teuer werden

Beifahrer, die ihre Füße auf das Armaturenbrett legen oder sich sonst unvorschriftsmäßig verhalten, gefährden nicht nur ihre Gesundheit bei einem Unfall – sie riskieren auch eine Strafe zwischen 80 und 100 Euro. In diesem Fall haftet in der Regel der Fahrer, da er für die Sicherheit aller Insassen verantwortlich ist.

Weitere überraschende Bußgelder im spanischen Straßenverkehr:

Auch Handlungen, die auf den ersten Blick harmlos erscheinen, können im Straßenverkehr in Spanien teuer werden:

  • Missbrauch der Hupe (z. B. zum Grüßen): 80 Euro
  • Links- oder Mittelspur ohne triftigen Grund, wenn die rechte Spur frei ist: 200 Euro
  • Ablenkungen wie Streiten, Nägelkauen oder Zärtlichkeiten während der Fahrt: 80 Euro
  • Fahrzeugwäsche oder Reparaturen auf offener Straße: Bußgeld zwischen 30 und 3.000 Euro
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