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Autofahren auf Mallorca: Was tun, wenn plötzlich der Sprit ausgeht?

Die Konsequenzen variieren je nach Situation. Bußgelder von bis zu 200 Euro sind möglich - aber das muss nicht sein

Die Guardia Civil überwacht in Spanien außerorts den Verkehr

Die Guardia Civil überwacht in Spanien außerorts den Verkehr / Faro de Vigo

Manuel Riu

Am Steuer kann jederzeit ein unvorhergesehenes Ereignis eintreten - teils auch durch eigene Unaufmerksamkeit verursacht. Zum Beispiel, wenn das Auto plötzlich stehen bleibt, weil der Sprit alle ist. Die Konsequenzen können in Spanien je nach Situation sehr unterschiedlich sein.

Ist es illegal, wenn mein Auto keinen Sprit mehr hat?

Diese Frage stellen sich viele Autofahrer, und sie hat einige Feinheiten. Grundsätzlich ist es in Spanien nicht illegal, mit dem Auto liegenzubleiben, weil der Tank leer ist – denn in der spanischen Straßenverkehrsordnung (Reglamento General de Circulación) ist das nicht ausdrücklich als Ordnungswidrigkeit oder Grund für ein Bußgeld festgelegt.

Daraus folgt: Es ist nicht illegal, aber das bedeutet nicht, dass man automatisch straffrei bleibt, wenn es passiert. Es kann rechtliche Konsequenzen geben, abhängig vom Kontext und der jeweiligen Situation. So ist es nicht dasselbe, ob dein Fahrzeug mitten auf der Fahrbahn stehenbleibt oder ob man es noch in eine sichere Zone manövrieren kann. Wenn die Verkehrspolizei der Meinung ist, dass man nicht richtig gehandelt hat, können sie ein Bußgeld von bis zu 200 Euro verlangen. Der Hauptgrund wäre dann, dass das Fahrzeug an einem gefährlichen Ort oder mitten auf der Straße zum Stillstand gebracht wurde und damit andere Verkehrsteilnehmer gefährdet.

Tipps vom Automobilclub

Aus diesem Grund hat der spanische Automobilclub RACE einige Tipps zusammengestellt, wie man in solchen Fällen richtig vorgeht.

  • Warnblinkanlage einschalten:

Man merkt, wenn dem Auto oder Motrorrad der Sprit ausgeht – der Motor beginnt zu stottern, und die Kontrollleuchte geht an. In diesem Moment sollte man sofort die Warnblinkanlage aktivieren und sich unverzüglich in einen sicheren Bereich der Straße begeben.

  • Warnweste anziehen:

Sobald man es geschafft hat, das Fahrzeug sicher abzustellen, musst sich jeder, der das Fahrzeug verlässt, eine Warnweste anziehen, damit andere Fahrer ihn sehen können - unabhängig davon, welche Lichtverhältnisse gerade herrschen. Außerdem nicht vergessen, das Auto zu kennzeichnen – entweder mit dem klassischen Warndreieck oder mit der V-16-Warnleuchte, die ab 2026 verpflichtend sein wird.

  • Die Versicherung informieren:

Nachdem diese Schritte erledigt sind, kann man die Versicherung kontaktieren, um zu klären, ob dieser Vorfall von der Police abgedeckt ist.

  • Pannendienst rufen:

Logischerweise musst man zudem den Pannen- bzw. Abschleppdienst rufen, damit das Auto entweder zur nächsten Tankstelle gebracht wird oder eine andere geeignete Maßnahme getroffen werden kann. Das Problem entsteht, wenn die Versicherung diesen Schaden nicht abdeckt - dann bleibt dir nichts anderes übrig, als den Notruf zu wählen.

  • Letzte Möglichkeit:

Es kann vorkommen, dass keine der genannten Optionen möglich ist. In diesem Fall bleibt nichts anderes übrig, als zu Fuß zur nächsten Tankstelle zu gehen und dort einen zugelassenen Benzinkanister zu kaufen und zu befüllen. Diese kosten etwa 15 Euro und sind in den meisten Tankstellen erhältlich. /somo

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