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Mit 1,7 Promille auf Sitzplatz nicht mehr ansprechbar: Pilot muss Start von Mallorca-Flug wegen betrunkenem Passagier abbrechen

Zu dem Vorfall ist es am Donnerstag (26.6.) am Flughafen Leipzig / Halle gekommen

Archivfoto von Beamten der Bundespolizei am Flughafen Köln/Bonn

Archivfoto von Beamten der Bundespolizei am Flughafen Köln/Bonn / dpa / Marius Becker

Simone Werner

Simone Werner

In den vergangenen Wochen haben auf Mallorca-Flügen immer wieder stark alkoholisierte Fluggäste dafür gesorgt, dass der Flug nicht wie geplant stattfinden konnte. Der jüngste Vorfall ereignete sich am Donnerstag (26.6.) am Flughafen Leipzig / Halle. Dort wurde die Bundespolizei gleich mehrfach angefordert, Fluggäste aus dem Flugzeug zu begleiten. Auch bei einem Mallorca-Flug mussten die Beamten eingreifen.

Wer es mit dem Alkoholkonsum vor dem Flug übertreibt, darf nicht mitfliegen.

Wer es mit dem Alkoholkonsum vor dem Flug übertreibt, darf nicht mitfliegen. / DPA

Morgens um kurz nach 6 Uhr sei bei ihnen der erste Anruf eingegangen, der die Verbindung auf die Insel betraf. Ein 27-jähriger Deutscher war auf seinem Sitzplatz nicht mehr ansprechbar, heißt es in der dazugehörigen Pressemitteilung der Bundespolizei. Daraufhin musste der Flugkapitän den Startvorgang abbrechen. Neben der Bundespolizei informierte das Flugpersonal auch den Rettungsdienst. "Die Beamten brachten den 27-Jährigen nach der Begutachtung durch den Arzt aus dem Sicherheitsbereich. Der freiwillige Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,7 Promille. Der Mann wurde später abgeholt", heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Ähnliche Vorfälle

Im März war es in Bremen zu einem ähnlichen Vorfall gekommen:

Auch hier musste die Bundespolizei einen 53-jährigen Gast aus dem Flugzeug holen. Seine 56-jährige Ehefrau verließ das Flugzeug ebenfalls und trat freiwillig von dem Flug zurück. Da die Maschine aufgrund des Flugausschlusses erst mit 45-minütiger Verspätung starten konnte, muss der Fluggast neben einem Bußgeld möglicherweise auch mit Regressforderungen in noch unbekannter Höhe rechnen. Wie teuer das werden kann, rechnete kürzlich die irische Billigfluggesellschaft Ryanair vor:

Im Mai musste dann erneut ein betrunkener Urlauber, der nach Mallorca fliegen wollte, von der Bundespolizei aus dem Flugzeug geholt werden:

Der Pilot hatte den 35-Jährigen, weil er stark betrunken war, von dem Flug von Nürnberg in Richtung der Baleareninsel ausgeschlossen, wie die Polizei mitteilte.

Das rät die Leipziger Bundespolizei

Angesichts des jüngsten Vorfalls in Leipzig gibt die Bundespolizei zu bedenken: "Natürlich darf und soll man sich auf seinen Urlaub freuen und sich darauf mit einem Schlückchen Alkohol einstimmen. Aber ein Gläschen zu viel kann teuer werden, denn die Kosten für den abgebrochenen Start können von der Airline umgelegt werden. Unbezahlbar sind dagegen die entgangenen Urlaubsfreuden."

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