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Züge der Zukunft: Diese neuen Bahn-Strecken sind auf Mallorca in Planung

Die konservative Landesregierung will verstärkt auf Schienenbau setzen. An konkreten Projekt-Ideen mangelt es nicht - wohl aber an der Gewissheit darüber, wer all das bezahlen soll

Existierende, geplante und geforderte Zugstrecken (gestrichelt).

Existierende, geplante und geforderte Zugstrecken (gestrichelt). / Transitdiagrams/MZ

Sophie Mono

Sophie Mono

Die Zeiten, in denen die konservativen Politiker auf Mallorca nur auf Straßen- und nicht auf Schienenbau setzten, scheinen vorbei zu sein. „Der Zug ist nicht nur unsere Vergangenheit, sondern auch unsere Zukunft“, sagte die balearische Ministerpräsidentin Marga Prohens bei der Eröffnung des neuen Eisenbahnmuseums am Montag (10.111), um anschließend die Pläne für die Schiene zu erläutern.

Wer soll das bezahlen?

Da ist zum einen die geplante neue Zugstrecke von Palma nach Llucmajor, dessen detaillierte Ausarbeitung die Konservativen im Oktober 2024 vorgestellt hatten. Aktuell befindet sich das Projekt im öffentlichen Auslegungsverfahren. Wer die veranschlagten Kosten von rund 811 Millionen Euro stemmen soll, ist noch unklar. Der spanische Verkehrsminister Óscar Puente machte bei einem Treffen mit Prohens am Montag (10.11.) Hoffnung auf Gelder aus Madrid – aber keine konkreten Zusagen.

Das Palma–Llucmajor-Projekt soll einen Teil der 1964 stillgelegten Eisenbahnstrecke wiederbeleben – mit dem Unterschied, dass der Zug rund um den Flughafen unterirdisch verkehren soll. Geplanter Beginn der Bauarbeiten: 2028. Fertig sein soll die Verbindung 2032. Das Passagieraufkommen auf der Strecke schätzt die Landesregierung auf 8,5 Millionen Menschen.

Weitere Zukunfts-Projekte

Eine weitere Zugstrecke, die die Landesregierung auf Mallorca vorantreiben will, ist eine neue Verbindung von Sa Pobla zum Fährhafen in Alcúdia. Auch hier sollen die Bauarbeiten im besten Fall 2028 beginnen, wie es bei einer Vorstellung des Projekts im Mai 2025 hieß. Voraussichtliche Kosten: rund 225,5 Millionen Euro. Insgesamt wird die Strecke 17,1 Kilometer lang sein, die letzten 4,5 Kilometer durch Alcúdia sollen im Straßenbahnmodus verlaufen.

Andere Verbindungen, wie die von Palma nach Andratx oder von Manacor nach Capdepera, sind noch weniger spruchreif – dabei kämpfen Bürgerinitiativen seit Jahren darum. Immerhin: „Wir lehnen sie nicht rundherum ab“, so Marga Prohens jetzt.

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