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Entscheidung noch in diesem Winter: Wird die Mauer an der Playa de Palma abgerissen?

Zwischen Balneario 10 und 14 fehlt die Strandmauer bereits – nun wird über eine dauerhafte Lösung diskutiert

Ralf Petzold

Ralf Petzold

Die Bauarbeiten zur Erneuerung der Kanalisation und Beleuchtung an der Playa de Palma werden seit Anfang November fortgesetzt. In diesem Winter entscheidet sich, ob das bei Mallorca-Urlaubern beliebte Mäuerchen am sogenannten Ballermann abgerissen wird.

Ein möglicher Abriss hätte rein bautechnische Gründe. "Im vergangenen Sommer gab es kaum Probleme mit Saufgelagen auf der Mauer", sagt Pedro Marin, Präsident des Hotelierverbands Playa de Palma, der MZ. Das liege auch am höheren Polizeiaufgebot. Derzeit fehlt die Mauer zwischen dem Palma Aquarium auf Höhe Balneario 14 und den Iberostar-Hotels auf Höhe des Balneario 10.

Im Herbst und Winter weht der Wind kräftig, was dafür sorgt, dass die Straße mit Sand überdeckt ist. "Alle Fassaden in der ersten Meereslinie sind voll", sagt Marin. "Zumal wir an der Playa de Palma auch nicht so viel Sand haben, dass wir ihn verschenken können."

Erst provisorische Lösung, dann neue Mauer

Die Stadt plant deshalb eine provisorische Lösung mit Schilfrohren. "Wie am Es Trenc", sagt Marin. "Für einen Stadtstrand ist das zwar nicht hübsch, hilft aber erstmal." Derzeit läuft die letzte Phase der Renovierungsarbeiten an der Playa de Palma. Es fehlen noch die Strandabschnitte zwischen dem Balneario 10 bis hin zum Balneario 4. Die Bauarbeiter müssen schauen, in welchem Zustand der Bodenbelag ist. "Nicht überall wird die Mauer für die Arbeit abgerissen werden. Von der fünf Kilometer langen Playa trifft es vielleicht zwei Kilometer", so der Hotelierschef. Im Februar sei der Abschnitt am Balneario 6 dran. Bis Ende März muss die Renovierung abgeschlossen sein.

Am deutschen Partyhotspot wird debattiert, ob eine mögliche provisorische Lösung für die Sommersaison wieder abgebaut wird. Ab November 2026 soll dann die neue Mauer an der Playa de Palma gebaut werden. "In zwei Wochen treffe ich mich mit den Dezernenten für Infrastruktur des Rathauses", sagt Marin. "Es läuft aber auf die Variante hinaus, die es bereits in Can Pastilla gibt." Dort grenzt eine Trockensteinmauer den Strand von der Promenade ab. Auf den Steinen liegt eine Betonplatte, die als Sitzmöglichkeit genutzt werden kann.

So dürfte die neue Mauer an der Playa aussehen.

So dürfte die neue Mauer an der Playa aussehen. / Sarah López

Und warum nicht sofort die neue Mauer bauen? "Dafür fehlt das Geld. Wir reden hier von zwei Millionen Euro", sagt Marin. Bezahlt werden sollen die Arbeiten mit der Touristensteuer. "Dort starten die Verhandlungen erst kommenden Januar, was mit den Einnahmen geschieht."

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