Brenzlige Eurowings-Landung: Das sind die ersten Erkenntnisse zum Mallorca-Flug nach Paderborn
Beim Landeanflug einer Eurowings-Maschine in Paderborn kam es im Mai zu einem Tailstrike. Nun liefert ein Zwischenbericht der BFU neue Erkenntnisse über die Ursache

mallorcatv.info
Im Fall der Eurowings-Maschine, die am 22. Mai von Mallorca kommend am Flughafen Paderborn/Lippstadt bei der Landung mit dem Heck die Landebahn berührte, liegt ein erster Zwischenbericht vor. Wie die "Neue Westfälische" berichtet, kommt die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) darin zum Schluss, dass eine Verkettung unglücklicher Umstände zum Schreckmoment geführt haben könnte.
Flugzeug von Co-Pilot gesteuert
Bei dem Vorfall waren 127 Passagiere und sechs Crewmitglieder an Bord. Gesteuert wurde der Airbus beim Landeanflug laut BFU vom 44-jährigen Co-Piloten, der bis dahin 483 Flugstunden gesammelt hatte. Der gleichaltrige Kapitän, der 9.007 Flugstunden aufwies, überließ seinem Kollegen das Fliegen.
Ein wesentlicher Faktor waren die Wetterbedingungen. So herrschten wechselnde Winde aus Richtung Nord und Nordwest. Laut BFU könnte eine Böe den Flieger beim Landeanflug schräg von hinten erwischt und gen Boden gedrückt haben. Wie aus dem Gesprächsprotokoll aus dem Cockpit zu erkennen ist, forderte der erfahrene Kapitän seinen Kollegen während des Windstoßes mehrfach auf, das Flugzeug noch einmal nach oben zu ziehen.
Zu dem Zeitpunkt befand sich das Flugzeug unterhalb einer Höhe von 50 Fuß (ca. 15 Meter) und reagierte anders als gewohnt auf die Bewegungen des Piloten am Steuerstick. Dabei ist es wohl zu dem kurzen Aufsetzen (engl. Tailstrike) gekommen. In dem Moment übernahm der Pilot die Steuerung und landete die Maschine beim zweiten Versuch sicher. Auf der Landebahn war eine fünf Meter lange Schleifspur zu sehen.
Maschine wieder im Einsatz
Die Maschine wies nach der Landung Schrammen auf. Sie wurde zur Reparatur nach Bulgarien gebracht und ist seither wieder im Einsatz. Die Passagiere und die Crew blieben bei dem Zwischenfall unverletzt.
Die BFU untersucht nur die Ursachen des Zwischenfalls, nicht die Schuldfrage. Auf den Zwischenbericht soll ein Abschlussbericht folgen.
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