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Schwere Verbrennungen auf Mallorca-Flug erlitten: Ryanair zahlt Urlauberin 5.000 Euro Entschädigung

Die 63-jährige Denise Elliott war mit Freunden auf dem Weg auf die Insel, als es zum Unglück kam

Symbolfoto einer Ryanair-Maschine

Symbolfoto einer Ryanair-Maschine / Ryanair

Patrick Schirmer Sastre

Patrick Schirmer Sastre

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair hat eine Mallorca-Urlauberin mit rund 5.000 Euro entschädigt, nachdem diese auf einem Flug mit der Airline schwere Verbrennungen erlitten hat. Wie die britische "Daily Mail" berichtet, flog die 63-jährige Denise Elliott mit Freunden von Bournemouth nach Mallorca.

Die Passagierin bestellte auf der Reise einen Kaffee. Der zuständige Flugbegleiter erklärte, man habe keine Deckel mehr für die Becher. Elliott stellte den Becher mit dem Getränk auf den Klapptisch. Plötzlich rutsche dieser Weg und der brühend heiße Kaffee ergoss sich über ihre Oberschenkel. Das verursachte Brandwunden, die erst nach acht Monaten komplett abgeheilt seien. "Die klapprigen Tischchen in den Ryanair-Maschinen sind nicht für ihren Zweck geeignet", erklärt die Mallorca-Urlauberin.

"Offenbar keine Ausbildung in Erster Hilfe"

Elliott betont, sie habe den Becher nicht umgestoßen, sonst wäre er nicht auf meinen Schoss, sondern seitlich gefallen. Sie beklagt, dass die Crew sich nicht um sie gekümmert habe. Als gelernte Krankenschwester wusste sie, dass sie eine kalte Kompresse brauchte. Die sei aber nicht verfügbar gewesen. Stattdessen boten ihr die Flugbegleiter trockenes Küchenpapier an. "Ich war ohne Worte. Ich hätte gedacht, dass die Crew eine Ausbildung in Erster Hilfe hat. Dies war aber offensichtlich nicht der Fall."

Schließlich trieb jemand ein Gel für Brandwunden auf. Als Elliott darum bat, die Tube behalten zu dürfen, um das Gel ein zweites Mal zu benutzen, sei ihr dies verweigert worden. "Man sagte mir, das sei nicht möglich. Die Tube musste zurück in den Erste-Hilfe-Koffer."

"Haben sich nicht um mich gekümmert"

Elliott zeigte die Airline daraufhin an. Zunächst bestritt Ryanair die Verantwortung für den Vorfall. Schließlich einigte man sich kurz vor der mündlichen Verhandlung auf einen Vergleich. Elliott betont, sie habe nicht wegen des Geldes geklagt. "Aber sie haben sich nicht um mich gekümmert."

Ihre Anwältin Tracy Stansfield erklärte gegenüber der "Daily Mail", es sei immer schwierig, sich mit einem Großkonzern wie Ryanair gerichtlich auseinanderzusetzen. Umso erfreulicher sei es, dass dieser Fall ein positives Ende für ihre Mandantin gehabt habe. Zumal Elliotts Geschichte kein Einzelfall sei. "In den vergangenen Jahren haben wir festgestellt, dass Urlauber auf Flügen Verbrennungen erleiden. Häufig liegt das an den klapprigen Klapptischen. Zum Wohl der Urlauber sollten Ryanair und andere Airlines dringend daran was ändern."

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