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Passagierin im durchgestarteten Eurowings-Flieger auf Mallorca: "Die Leute haben vor Panik geschrien"

In einem Video ist zu sehen, wie der Pilot die Landung abbrechen musste. Die Lage war durchaus heikel

Brenzliger Landeversuch auf Mallorca: Eurowings-Maschine muss bei heftigem Wind durchstarten

Redaktion DM

Ralf Petzold

Ralf Petzold

Eine Eurowings-Maschine ist beim Landeanflug auf Mallorca am Donnerstag (12.2.) durchgestartet. Ein völlig normales Manöver, meinen einige MZ-Leser, die das so unter der Meldung auf Facebook kommentierten. So etwas passiere jeden Tag auf der Welt. "Das war alles andere als harmlos", sagt die deutsche Urlauberin Melanie F. aus dem Harz, die in jenem Flieger saß. "Solche Leute müssten das mal selbst erleben."

Die Deutsche wollte eigentlich mit ihrem Mann und ihrem Vater von Hamburg auf die Insel fliegen. "Der Start war superpünktlich und es gab keine Probleme. Der Pilot meinte am Anfang aber schon, dass es in Palma windig sei", sagt Melanie F. der MZ.

Je weiter sich der Flieger im Landeanflug auf Palma dem Boden näherte, umso schlimmer sei der Sturm zu spüren gewesen. "Kurz vor dem Aufsetzen kam es zu einem heftigen Sturz. Danach kippte der Flieger zuerst nach rechts, danach nach links. Die Leute haben vor Panik geschrien", sagt die Urlauberin.

Drei Stunden auf dem Rollfeld gewartet

Die Maschine startete durch und hob sich wieder in die Lüfte. "Der Pilot meldete sich und sagte, er klärt eben die Lage. Danach flogen wir nach Valencia, wo die Landung ruhig ablief." Allerdings gab es dort keine Zubringerbusse. "Wir mussten drei Stunden lang im Flieger auf dem Rollfeld warten", sagt Melanie F., die Eurowings aber keine Vorwürfe macht. "Die Versorgung war gut und wir wurden ständig informiert."

Bei Flightaware kann man nachschauen, wie der Flieger erst landen wollte und dann wieder abhob.

Bei Flightaware kann man nachschauen, wie der Flieger erst landen wollte und dann wieder abhob. / Flightaware

Sie selbst saß in der ersten Reihe und lauschte einem Plausch, den der Pilot mit anderen Passagieren hatte, die gerade in der Schlange vor der Toilette standen. "Er meinte, es war schon eine heikle Situation. Das hätte er in 14 Jahren Berufserfahrung auch noch nicht erlebt", sagt die Urlauberin. "In der Karibik sei er mal in einen Taifun geraten. Das sei aber weniger schlimm als die Lage nun gewesen. Die Luftwirbel seien für ihn unsichtbar gewesen."

Hubschrauberrundflug schon gebucht

Vier Passagiere baten darum, in Valencia aussteigen zu dürfen. "Das waren die, die direkt an den Tragflächen saßen und ansahen, wie die Tragfläche fast auf dem Rollfeld aufschlug", sagt Melanie F., der selber die Tränen in Valencia kamen. Da das Gepäck sortiert werden musste, kam es so zu Verzögerungen. Noch am selben Tag flog Eurowings die Passagiere aber nach Mallorca.

Und sorgt so ein Erlebnis nun für Flugangst? "Auf keinen Fall", sagt Melanie F.. "Am Dienstag haben wir einen Rundflug im Hubschrauber über Palma gebucht. Dann soll es aber nicht mehr so windig sein."

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