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Plötzlich ist der Mantel weg: Was tun, wenn man nach Ankunft auf Mallorca etwas im Flugzeug vergessen hat?

Eine MZ-Leserin vergisst nach der Landung einen Mantel im Flieger. Ihn zurückzubekommen, ist komplizierter als gedacht

Ärgerlich: Wenn im Flugzeug Gegenstände liegen bleiben.

Ärgerlich: Wenn im Flugzeug Gegenstände liegen bleiben. / Schirmer

Patrick Schirmer Sastre

Patrick Schirmer Sastre

Es ist wahrscheinlich diese Euphorie, die einen erfasst, wenn man im Winter am Flughafen Mallorca ankommt, die für einen Moment der Vergesslichkeit sorgt. Man kommt aus der kalten Schweiz – und draußen scheint die Sonne. Da ist der dicke Mantel, den man oben im Gepäckfach hat, nicht unbedingt das Erste, woran man denkt. So erging es MZ-Leserin Kalinda Sharma (Name geändert), die am Sonntag (22.1.) mit der Schweizer Airline Chair auf die Insel kam.

Den Verlust bemerkte sie erst, als sie bei den Gepäckbändern war – ein Zurück zum Gate war da nicht mehr möglich. Also wandte sie sich an die Gepäckermittlung in der Ankunftshalle. Doch da gibt es zwei Schalter. Einen für die "Premium-Airlines", wie Sharma es schildert, einen für die Billigfluggesellschaften. Letzterer war nicht besetzt, am anderen Schalter wurde sie abgewiesen. Beim Fundbüro des Flughafens waren die Mitarbeiter zwar hilfsbereit, konnten ihr aber auch nicht helfen.

Fundbüro am Flughafen Mallorca nimmt keine Gegenstände aus Fliegern an

Denn – entgegen dem, was viele Airlines auf ihren Websites behaupten — das Fundbüro am Flughafen Mallorca nimmt keine Gegenstände an, die in den Flugzeugen vergessen oder verloren wurden. Hier werden nur jene Dinge aufbewahrt, die in den Räumlichkeiten des Flughafens gefunden werden. Für die verlorenen Objekte in den Fliegern sind die Fluggesellschaften und die Handling-Firmen verantwortlich.

Die freundlichen Mitarbeiter des Fundbüros versuchten auch, die Handlinggesellschaft zu erreichen – vergebens. Bei Chair übernimmt, wie bei so vielen anderen Fluggesellschaften, das schottische Unternehmen Menzies die Bodenabfertigung. Die Firma war in der Vergangenenheit wegen der fragwürdigen Behandlung der Mitarbeiter immer wieder in den Schlagzeilen. Auch in den darauffolgenden Tagen wurden die Anrufe bei der Hotline des Unternehmens nicht entgegengenommen.

Dann half das Glück. Auf der Website des Flughafenbetreibers Aena ist im Zusammenhang mit dem Handling von Easyjet eine Nummer von Menzies vermerkt. Nach mehreren Anrufen ging dort eine Mitarbeiterin ans Telefon. Und die stellte den Kontakt zu den Chair-Kollegen her. So kam Sharma am Ende doch noch zu ihrem Mantel.

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