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Jubel bei Mallorcas Tierfreunden: Pferdekutschen in Palma sollen abgeschafft werden

Die Gespräche zwischen der Stadtverwaltung und den Kutschern haben zu einem Vorschlag geführt, der den freiwilligen Umstieg auf elektrische Kutschen vorsieht

Pferdekutschen sind bei Touristen beliebt.

Pferdekutschen sind bei Touristen beliebt. / Foto: Bendgens

Eine gute Nachricht für Tierfreunde: Palmas Stadtverwaltung hat die ersten Schritte eingeleitet, um künftig Pferdekutschen durch elektrische Kutschen zu ersetzen. Wie das Rathaus am Donnerstag (19.3.) bekannt gab, gibt es dafür inzwischen Rückhalt von einer Mehrheit der Kutscher. Damit beginnt in Palma der Übergang zu einem nachhaltigeren Modell für den touristischen Kutschbetrieb.

Die Kutscher haben der Stadt einen formellen Vorschlag vorgelegt, in dem sie ihre Bereitschaft erklären, den Umstieg freiwillig mitzutragen. Dem vorausgegangen waren Gespräche seit Beginn der laufenden Legislaturperiode.

Noch nicht klar ab wann

Die Stadt prüft derzeit die nötigen Änderungen der Vorschriften, um elektrische Kutschen überhaupt zu ermöglichen. Erst danach könnte das Projekt nach und nach umgesetzt werden. Geplant sei, dass die elektrischen Touristenattraktionen so schnell wie möglich zum Einsatz kommen. Wann es tatsächlich so weit ist, hängt allerdings sowohl von den rechtlichen Anpassungen als auch vom weiteren Verlauf der Gespräche mit den Kutschern ab.

Mit dem Vorhaben folgt Palma einem Trend, der auch in anderen Städten zu beobachten ist: Tiere sollen aus touristischen Angeboten zurückgedrängt und durch nachhaltigere Lösungen ersetzt werden. Nach Vorstellung der Stadt soll so ein Angebot entstehen, das gesellschaftlichen und ökologischen Anforderungen besser entspricht, ohne den Berufsstand der Kutscher zu benachteiligen.

Wo Elektrokutschen bereits implementiert wurden

Palma ist auf Mallorca längst nicht die erste Gemeinde, in der die Pferdekutschen durch Elektrokutschen ersetzt wurden. Wie die Tierschutzpartei Progreso en Verde auf ihrem X-Kanal am Dienstag (17.3.) teilte, wagte 2016 Capdepera den ersten Schritt. Fast zehn Jahre später folgte 2025 Alcúdia und in Muro ist für 2026 der Wandel vorgesehen. Für 2032 ist in Sant Llorenç de Cardassar auch ein Verbot der Pferdekutschen geplant.

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