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Stresstest am Flughafen Mallorca zum Beginn der Osterferien: So steht es aktuell um die Bauarbeiten

Die Umbauarbeiten am Flughafen Palma, die im Oktober 2022 begannen, sollen bis Ende 2026 abgeschlossen sein, und haben ein Gesamtinvestitionsvolumen von 560 Millionen Euro

Ein Bauteil wird am Flughafen angeliefert.

M.V.

Miguel Vicens

Miguel Vicens

Stresstest für den Flughafen Mallorca zum Saisonstart: Die Bauarbeiten stellen Son Sant Joan unmittelbar vor Ostern und damit dem Beginn der Tourismussaison auf eine harte Probe. Die Arbeiten konzentrieren sich nämlich derzeit auf zwei der am stärksten frequentierten Bereiche für Passagiere: den äußeren Ankunftsbereich und die Abflugebene.

Im Außenbereich zwischen dem Terminalgebäude und dem Parkhaus entsteht derzeit die erhöhte Fußgängerbrücke, die die Ankunftsebene des Terminals mit der ersten Etage des Parkhauses verbinden soll – ebenso wie die erste Etage des Parkhauses mit der Abflugebene. Die Umgebung wirkt wie eine große Baustelle, doch der Betrieb läuft ununterbrochen weiter.

Passagiere weichen Hindernissen aus

Ein großer Kran entlud am Mittwochvormittag (25.3.) zwei riesige Metallteile, die Bestandteil der Konstruktion werden sollen, die sich inzwischen etwa auf halber Montagehöhe befindet. Ein Dutzend Arbeiter überwachte den heiklen Vorgang, ein so schweres Bauteil an seinen Bestimmungsort zu bringen.

Die Passagiere, die während der Bauphase das Terminal seitlich betreten und verlassen müssen, bewegten sich mit ihrem Gepäck durch den Bereich und wichen Hindernissen aus. Andere Arbeiter waren in luftiger Höhe auf bereits montierten Teilen der Brücke im Einsatz, während wenige Meter entfernt die Stellflächen für Mietwagen mit Chauffeurdienst neu asphaltiert wurden.

Verzögerungen an der Brücke

Die Brücke, deren Bau im November begonnen hatte und die ursprünglich im März in Betrieb gehen sollte, weist leichte Verzögerungen auf. Ihr Zweck ist es, in der Hochsaison die Zahl der Menschen im äußeren Ankunftsbereich zu verringern, wo sich stündlich zwischen 5.000 und 6.000 Reisende bewegen.

Künftig sollen den Verbindungsgang die Passagiere nutzen, die nach ihrer Landung zum Parkhaus gehen, um ihr Auto oder einen Mietwagen abzuholen, ebenso wie jene, die ihr Fahrzeug dort abstellen und sich zur Abflugebene begeben, um selbst zu fliegen oder jemanden zu begleiten.

Die Verbindung zwischen dem Terminal und dem Parkhaus wird gerade gebaut.

Die neue Verbindung zwischen dem Terminal und dem Parkhaus wird gerade gebaut. / Miguel Vicens

Zufahrt zum Expressparkplatz wird neu gemacht

Die neue Infrastruktur steht im Zusammenhang mit früheren Maßnahmen: Zum einen mit der Neuordnung des Bereichs, durch die der Taxistand verlegt wurde, um zu verhindern, dass sich die Warteschlange bis ins Terminal hineinzieht. Zum anderen mit der Erweiterung des Bereichs für Reisebusse, dem neuen Busbahnhof Überlandbussen (TIB) und Stadtbussen (EMT) – ebenfalls mit getrennten Ein- und Ausfahrten für den übrigen Verkehr – sowie den Stellplätzen für Chauffeur-Fahrzeuge und Kleinbusse.

Auch im äußeren Ankunftsbereich gibt es weitere Neuerungen: Dort wird derzeit eine neue Zufahrtskontrolle errichtet, um das Problem der wartenden Autos vor dem Expressparkplatz zu lösen. Zahlreiche Autofahrer stellen sich hier regelmäßig direkt vor der Einfahrt mitten auf die Straße, um dort auf ihre Angehörigen zu warten und provozieren gefährliche Situationen an der Einfahrt. Außerdem werden dort Ladestationen für Elektrofahrzeuge installiert.

Neuordnung der Abflugebene

Auf der Abflugebene, dem anderen Baustellenbereich mit besonders hohem Passagieraufkommen, sind an den Eingängen zu den drei Sicherheitskontrollen neue große Fluganzeigetafeln installiert worden. Die Ebene erhält zudem neue Toiletten, eine spezielle Sicherheitskontrolle für mobilitätseingeschränkte Personen, eine weitere für Sperrgepäck sowie einen siebten Gepäckaufgabebereich, der dank des durch die Erweiterung des Terminals gewonnenen Platzes eingerichtet werden konnte.

Die neuen Anzeigetafeln an der Sicherheitskontrolle.

Die neuen Anzeigetafeln an der Sicherheitskontrolle. / Miguel Vicens

In der Abflugebene stehen weiterhin modulare Trennwände, hinter denen ebenfalls Bauarbeiten laufen. Das wichtigste Projekt dort ist das Verbindungsmodul, das künftig die Ankunfts- und Abflugebene vom Zentrum des Terminals aus miteinander verbinden wird – und nicht mehr von den Enden des Gebäudes aus wie bisher. Vorgesehen sind Rolltreppen, ein Aufzug und eine Treppe.

Bars und Cafés ziehen ebenfalls um

Parallel dazu läuft die Neuordnung der Bars und Cafés sowie der Schalterbüros der Fluggesellschaften für Ticketverkauf und Kundenservice. Die Gastronomiebetriebe werden an die Frontseite zur Außenzone verlegt und erhalten dort Terrassen im Freien.

Die Büros der Airlines werden künftig zentral gegenüber den Gepäckabfertigungsmodulen liegen, sodass dazwischen mehr freier Raum entsteht. Außerdem steht der direkte und endgültige Anschluss an das Modul B, den Bereich für Inselflüge, noch aus. Vorübergehend dient ein Teil des Außenbereichs als großes Freilager für Bauschutt.

Vor dem Sommer wird sich einiges tun

All diese Veränderungen – ebenso wie die Einbindung der Außenterrasse in den Sicherheitsbereich der vierten Etage und ihres Einkaufsbereichs – sollen schrittweise noch vor dem Sommer in Betrieb gehen. Zuvor wird im April das Modul D wiedereröffnet, das seit Ende Oktober 2025 geschlossen war und von dem aus die meisten Inlandsflüge abgefertigt werden.

Es wird erweitert, erhält eine neue Klimaanlage, eine neue Beleuchtung und drei zusätzliche Fluggastbrücken. Mit seiner Wiedereröffnung werden die Inlandsflüge das Modul C, in das sie vorübergehend verlegt worden waren, wieder verlassen. Ihre Passagiere sparen sich damit die langen Wege, die sie fast sechs Monate lang bis zum Verlassen des Terminals in Kauf nehmen mussten.

Die Umbau- und Erweiterungsarbeiten am Flughafen Palma, die im Oktober 2022 begonnen haben, sollen – abgesehen von letzten Details – bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt 560 Millionen Euro. Und ab 2027 soll es dann schon wieder weitergehen mit neuen Bauarbeiten.

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