Neuer Check-in bei Ryanair auf Mallorca: Meinung der Passagiere reicht von "funktioniert super" bis "und wer denkt an die Älteren?"
Die Airline hat am Flughafen Palma neue Kioske für den Express-Check-in eingerichtet, wo Passagiere ihr Gepäck selbst aufgeben können und sich nicht mehr anstellen müssen

So sehen die sogenannten Kioske am Flughafen von Palma aus. / Maria Kaupert
Wer mit Ryanair vom Flughafen Mallorca fliegen möchte, der muss sich gerade wieder an eine Neuerung gewöhnen. Die irische Billigfluggesellschaft hat im Flughafen Son Sant Joan vor kurzem die sogenannten Kioske für den Express-Check-in aufgebaut. Dort können die Passagierinnen und Passagiere nun ihr Aufgabegepäck selbst einchecken und müssen sich nicht mehr in die Schlange am Schalter einreihen. Dafür muss man allerdings zunächst einmal verstehen, wie das System funktioniert.
Ryanair hat bei Youtube ein Erklärvideo des Vorgangs eingestellt, das am Flughafen von Cork (Irland) aufgenommen ist. Das Prinzip ist allerdings dasselbe wie in Palma: Man muss auf jeden Fall die Ryanair-App auf dem Smartphone installiert haben, sonst geht nichts.
Smartphone verbindet sich mit der App
Dann stellt man den Koffer auf die Waage an dem Computerterminal und öffnet die Kamera, um den auf der Vorrichtung befindlichen QR-Code zu scannen. Das Smartphone verbindet sich automatisch mit der Ryanair-App, in der dann die weiteren Anweisungen nacheinander befolgt werden müssen. Der Apparat druckt daraufhin, wenn alles geklappt hat, das Etikett für den Koffer aus, das dann am Gepäckstück befestigt werden muss.

Mal wieder einiges anders bei Ryanair auf Mallorca. / Maria Kaupert
Danach geht man mit dem gekennzeichneten Gepäckstück zum Kofferband, legt den Koffer darauf und scannt mit dem dafür vorgesehenen Scanner den Barcode auf dem Etikett. Dann fährt das Gepäckstück auf dem Band davon und wird mit den anderen Koffern für den Flug gesammelt, wie man es sonst auch vom Check-in kennt. Nach wie vor gibt es bis auf Weiteres aber auch die Check-in-Schalter in Palma.
Angestellte helfen, die Schalter gibt es weiterhin
Dazu kommt, dass an den neuen Check-in-Terminals Angestellte bereitstehen, die den Fluggästen bei Problemen helfen oder das Prozedere erklären. Bei einer nicht repräsentativen Meinungserhebung der MZ sagt denn auch eine Mehrheit derjenigen, die einen Kommentar hinterlassen haben, dass das System einfach ist und recht problemlos klappt. "Funktioniert super", "funktioniert tadellos", "alles perfekt durchdacht und gut umgesetzt" lauteten einige der Kommentare bei Facebook.
Es gibt allerdings auch skeptischere Meinungen. "Funktioniert so lala in Palma. App hat sich erst nach mehrmaligen Versuchen geöffnet. Im Sommer bei starken Reiseverkehr kann es nur Chaos geben", merkt eine Nutzerin an. "Jaja, und wer denkt an die Älteren?", gibt eine andere zu bedenken. Allerdings gab es auch schon Probleme, etwa wenn die Internetverbindung nicht stabil ist, was am Flughafen in Palma durchaus vorkommt.
Ein anderer Passagier kommentiert bei der MZ: "Mit Übergepäck (Radkoffern) war auch das Personal ziemlich überfordert. 1x Label wurde gedruckt, das 2. Label blieb im Drucker stecken. Ein Koffer wurde von der Waage 2x erfasst, der andere Koffer bekam, vom Personal, halt den 2. Aufkleber." Oder ein anderer: "Hat bei uns nicht funktioniert, weil die App sich nicht geöffnet hat."
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