Das hat die MZ-Leserinnen und -Leser an Mallorca schockiert: Straßenhändler, Tierschutz und Müll
Neben hohen Preisen und dem Verhalten anderer Urlauber kritisieren Mallorca-Urlauber die vielen Straßenverkäufer, das Benehmen von Miturlaubern, sowie die Rücksichtslosigkeit mancher Radfahrer

Ein klassischer Anblick an der Kathedrale von Palma: Pferdekutschen warten auf Kundschaft und im Hintergrund liegen Kreuzfahrtschiffe. | FOTO: LÓPEZ / Archivfoto: Mielniezuk
Auch wenn Schönheit, Vielfalt und Gastfreundschaft viele MZ-Leserinnen und -Leser positiv überrascht haben, gibt es ebenso einige Dinge, die sie auf Mallorca nicht erwartet hätten – und die sie regelrecht schockiert haben. Wir haben auf Facebook nachgefragt. Hier ein Überblick über die Themen, die besonders häufig genannt wurden.
Tierquälerei
Wie schlecht Tiere auf Mallorca teilweise behandelt werden, fällt in den Kommentaren immer wieder als Negativpunkt auf. So nennt etwa Alexandra den Safari-Park als Beispiel. Nutzerin Antje äußert sich zu den Pferdekutschen: "Negativ ist auch, dass es immer noch Pferdekutschen mit total erschöpften Pferden gibt und es immer noch Leute gibt, die das nicht sehen wollen und sich reinsetzen und sich bei sengender Hitze herumkutschieren lassen."
Auch die vielen Straßenkatzen hätten einige Leserinnen und Leser nicht erwartet. Heidi H. schreibt, sie schockiere "das Aussetzen der Tiere und die entsetzlichen staatlichen und privaten Tierstationen".
Straßenverkäufer
Nicht wenige Kommentare drehen sich um die Straßenverkäufer. So schreibt Nutzer Wolfgang: "Bin immer begeistert von der Insel. Das Einzige, was mich störte, wenn ich draußen im Restaurant gegessen habe, waren die ganzen Straßenverkäufer, die mir immer eine Brille verkaufen wollten."
Benehmen anderer Urlauber
Viel Entsetzen gibt es auch über das Verhalten anderer Urlauber. So schreibt etwa Angelika, sie schockiere "teilweise das Benehmen meiner Miturlauber". Nutzer Georges B. kritisiert zudem den Kleidungsstil: "Wenn abends Leute in Badelatschen und Shorts vom Strand ins Restaurant zum Essen kommen."
Doch nicht nur Urlauber stehen in der Kritik. Einige Residenten bemängeln auch das Verhalten anderer deutscher Auswanderer. Sven schreibt: "Mich schockieren die Deutschen, die immer wieder über Deutsche ablästern."
Hohe Preise
Vor allem Preise und Service in der Gastronomie sorgen bei einigen für Unverständnis. Nutzerin Jacqueline beschreibt ihre Erfahrung beim letzten Mallorca-Urlaub so: "Man merkt schon, dass die da alle wissen, dass man nur einmal dort isst. Wir waren an fünf Abenden essen, viermal war es unterirdisch. Bei den Preisen habe ich einfach mehr erwartet."
Doch nicht nur die Gastronomie steht in der Kritik. Auch allgemein werden die steigenden Kosten auf der Insel als schockierend empfunden. Monika nennt etwa die hohen Mieten.
Rennradfahrer
Auch wenn viele Urlauber gerade deshalb nach Mallorca kommen, sind andere überrascht von der großen Zahl an Rennradfahrern. Nutzer Sascha spricht von einer "Rennradplage", findet die Insel ansonsten aber wunderschön.
Ralf zeigt sich vor allem von der Rücksichtslosigkeit mancher Radfahrer schockiert: "Manche kommen sich wichtiger vor als bei der Tour de France." Beate kritisiert: "Die Massen an Rennradfahrern im Tramuntana-Gebirge, die sogar Busse bergab überholen und einem plötzlich auf der eigenen Fahrspur entgegenkommen."
Obdachlosigkeit
Einige Leserinnen und Leser berichten auch, dass sie die sichtbare Obdachlosigkeit auf Mallorca schockiert hat. So schreibt Amy: "Das kann natürlich in anderen Orten auch passieren. Aber es traf mich auf der Insel besonders, weil ich wusste, dass sie später nicht in ein Obdachlosenheim gehen oder ich irgendetwas dagegen tun kann."
Ungeziefer
Auch die Tierwelt sorgt bei einigen für negative Überraschungen – vor allem die kleineren Vertreter. So schreibt Angelika: "Moskitos im Sommer, unerträglich." Amy ergänzt: "Schockiert haben mich immer aufs Neue die Kakerlaken."
Müll und Bauen
Immer wieder genannt werden auch Müllprobleme. So schreibt Steffi: "Man geht kaum zehn Meter, ohne dass Müll herumliegt." Für Angelika ist nicht nur der Müll ein Problem, sondern auch die Bautätigkeit: "Leider so zugebaut. An den meisten Stränden sind Bausünden überall. Der Sperrmüll an jeder Ecke gehört einfach entsorgt!"
Auch Miriam kritisiert das Thema Bauen, allerdings aus Sicht einer Immobilienbesitzerin: "Den Albtraum, den wir bei der Sanierung unserer 75-Qm-Casita über zwei Jahre lang erlebt haben. Egal welche Nationalitäten an Handwerkern – wir wurden belogen, betrogen, bestohlen. Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Anspruch an Qualität, Ehre, Anstand sind Fremdwörter."
Kriminalität
Auch das Thema Sicherheit hat einige schockiert. So schreibt Manuela: "Schockiert war ich von den dreisten Taschendieben überall." Harald nennt weitere Vorfälle, die ihm im Gedächtnis geblieben sind: "K.-o.-Tropfen-Vorfälle auf der Schinkenstraße in Verbindung mit Diebstahl und Gewalt."
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